Handlungsfelder

Die Entwicklungsarbeit und Forschung im ZZL-Netzwerk war sowohl institutionsübergreifend als auch phasenübergreifend ausgerichtet. Mit den zentralen Handlungsfeldern "Kompetenzorientierter Unterricht", "Inklusion", "Coaching & Mentoring“ sowie "Lehrkräftegesundheit“ konnten neue Lösungsansätze zu konkreten Problemen und Herausforderungen des Schulalltags entwickelt werden, indem die Vernetzung von Theorie und Praxis ins Zentrum gestellt wurde. Die Zusammenarbeit zwischen Universität und Praxis wurde begleitend beforscht. 

 

Kompetenzorientierter Unterricht

Der Notwendigkeit, Individualität im Lehr-Lernprozess zu berücksichtigen, steht der bildungspolitische Anspruch gegenüber, dass alle Lernenden durch kompetenzorientierte Standards formulierte Bildungsziele erreichen sollen. Dabei sollen Wissen und Fertigkeiten der Schüler_innen miteinander so verknüpft werden, dass deutlich wird, wie einzelne Wissensfelder und das eigene Können systematisch miteinander zusammenhängen und wie sie in neue Kontexte übertragen werden können, um dort kreativ genutzt zu werden. Die Entwicklungsarbeit war in diesem Zusammenhang fachspezifisch auf Deutsch, Englisch, Mathematik, Musik, Sachunterricht und Naturwissenschaften ausgerichtet. Eine aktuelle Aufgabe der Lehrkräftebildung besteht somit darin, Studierende anhand von empirisch- und praxiserprobten Lernumgebungen und Handlungskompetenzen für einen Kompetenzaufbau im jeweiligen Fach zu vermitteln.

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Inklusion

Der Her­aus­for­de­rung für Lehr­per­so­nen beim Um­gang mit ei­ner he­te­ro­ge­nen Schüler­schaft ist lange vor al­lem auf theo­re­ti­scher Ebe­ne be­geg­net wor­den. Der Be­darf an Bil­dungs­an­ge­bo­ten zu die­sem The­ma ist so­wohl in der Schul­pra­xis als auch in der uni­ver­sitären Lehr­kräfte­bil­dung sehr hoch. Lehr­kräfte fühlte sich auf die Her­aus­for­de­run­gen ei­ner he­te­ro­ge­nen Schüler­schaft nicht aus­rei­chend vor­be­rei­tet. Die pra­xis­na­he Aus­ein­an­der­set­zung mit der Teil­ha­be von Schüler_in­nen und Bar­rie­re­frei­heit von Lern­an­ge­bo­ten war des­halb im Hand­lungs­feld "In­klu­si­on“ The­men­schwer­punkt der Ent­wick­lungs­ar­beit und For­schung.

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Coaching & Mentoring

Der Auf­bau ei­nes um­fas­sen­den An­ge­bots pro­fes­si­ons­be­zo­ge­nen Coa­chings im ge­sam­ten Aus­bil­dungs­pro­zess, ins­be­son­de­re in den Schul­prak­ti­ka, ist eine Her­aus­for­de­rung der sich das Hand­lungs­feld "Coaching & Mentoring" stellte. Hier wur­den die Ak­teur_in­nen der Aus­bil­dung von Lehr­kräften zu­sam­men­geführt: Lehr­kräfte als Men­to­r*innen und Stu­die­ren­de als Men­tees be­geg­neten sich als je­weils Ler­nen­de auf Au­genhöhe in ei­nem mehrtägi­gen Fort­bil­dungs­pro­gramm rund um das Lang­zeit­prak­ti­kum der Lehr­kräfteaus­bil­dung. Die ko-kon­struk­ti­ve Ge­stal­tung der ge­mein­sa­men Un­ter­richts­pla­nung, -durchführung und -re­fle­xi­on stand da­bei im Zen­trum der Ent­wick­lungs- und For­schungs­ar­beit.

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Lehrkräftegesundheit

Um den wach­sen­den Ansprüchen des Lehr­be­ru­fes ge­recht zu wer­den, be­darf es Lehr­per­so­nen, die ne­ben Kom­pe­ten­zen im Un­ter­rich­ten auch über pro­fes­sio­nel­le Kom­pe­ten­zen im me­ta­ko­gni­ti­ven, mo­ti­va­tio­na­len und emo­tio­na­len Um­gang mit be­ruf­li­chen Be­las­tungs­kon­stel­la­tio­nen verfügen, um eine Ver­bes­se­rung der Un­ter­richts­qua­lität zu gewähr­leis­ten. Das Hand­lungs­feld "Lehr­kräfte­ge­sund­heit" stellte sich diesen Themen und den daraus resultierenden Fragestellungen.

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Digitale Didaktik-Werkstatt

Mit der Digitalen Didaktik-Werkstatt wurde ein (Diskurs-)Raum geschaffen, der die Bündelung und den Austausch von Ideen, Materialien und Werkzeugen vorantreibt. Die Digitale Didaktik-Werkstatt unterstützt konzeptionell die strukturellen und inhaltlichen Entwicklungsprozesse in den Handlungsfeldern (u. a. in Form der Bereitstellung von Unterrichtsvideos, der didaktischen Aufbereitung von Lernbausteinen oder der Bereitstellung digitaler E-Portfolios) und erstellte grundlegende Konzeptionen für eine digitale Hochschuldidaktik, die auf andere Kontexte übertragbar ist.

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Webseite der Digitalen Didaktik-Werkstatt
 

Begleitforschung

Die Ent­wick­lungs­ar­beit des ZZL-Netz­werks wurde beforscht, in­dem die pha­sen- und in­sti­tu­tio­nenüberg­rei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit der Ent­wick­lungs­teams in den Blick genommen wurde. Die Be­gleit­for­schungs­ar­beit war an der Fra­ge ori­en­tiert, wie in­ner­halb des Netz­werks in­no­va­ti­ve Kon­zep­te zur Ver­bes­se­rung der Lehr­kräfte­bil­dung durch kon­ti­nu­ier­li­che Ko­ope­ra­tio­nen der be­tei­lig­ten In­sti­tu­tio­nen und Ak­teur*in­nen ent­wi­ckelt und in der Pra­xis ver­an­kert wer­den. Besonders in­ter­es­sierte, wel­che Er­folgs­fak­to­ren dazu bei­tra­gen, eine ko-kon­struk­ti­ve Zu­sam­men­ar­beit al­ler Be­tei­lig­ten aus Wis­sen­schaft, Schu­le und außer­schu­li­schen Ein­rich­tun­gen zu rea­li­sie­ren. Dazu wurde die Art und Um­set­zung der Ko­ope­ra­ti­ons­be­zie­hun­gen so­wie die Ein­stel­lun­gen und Wahr­neh­mun­gen der Be­tei­lig­ten im ZZL-Netz­werk untersucht. Me­tho­disch wurde da­bei bei­spiels­wei­se mit der So­zia­len Netz­werkana­ly­se, stan­dar­di­sier­ten Fra­gebögen, Do­ku­men­ten­ana­ly­sen und ver­schie­de­nen In­ter­view­ty­pen vor­ge­gan­gen.

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