Table of contents for this page

Publications

Books and anthologies

  1. Die ontologische Wende: Indigene Kosmologien und die Dekolonisierung des Seins
    Oliver Precht (Editor) , Bernardo Bianchi (Editor) , Andreas Lipowsky (Editor) , 2026 Berlin

    Research output: Books and anthologiesCollected editions and anthologiesResearch

  2. Die Unbeständigkeit der wilden Seele
    Eduardo Batalha Viveiros de Castro (Author) , Oliver Precht (Translator) , 2025 2., durchgesehene Auflage ed. Wien , 459 p.

    Research output: Books and anthologiesBookResearch

  3. Grundlagen eines kritischen Denkens: aus dem Französischen von Oliver Precht
    Didier Eribon (Author) , Oliver Precht (Translator) , 2025 Wien , 251 p.

    Research output: Books and anthologiesBookResearch

  4. Der rote Faden: Maurice Merleau-Ponty und die Politik der Wahrnehmung
    Oliver Precht (Author) , 2023 Berlin

    Research output: Books and anthologiesMonographsResearchpeer-review

  5. Sinn und Sinnlichkeit des Subjekts
    Judith Butler (Author) , Johannes Kleinbeck (Translator) , Oliver Precht (Translator) , Kianush Ruf (Translator) , Hannah Schurian (Translator) , 2021 Wien

    Research output: Books and anthologiesBookResearch

Journal contributions

  1. Schwerpunkt: Maurice Merleau-Ponty als politischer Philosoph
    Oliver Precht (Author) , 01.10.2025 , in: Deutsche Zeitschrift fur Philosophie, 73, 5 , p. 598-673 , 75 p.

    Research output: Journal contributionsJournal articlesResearchpeer-review

  2. Maurice Merleau-Ponty: Political Philosophy for the Anthropocene
    Oliver Precht (Author) , 01.07.2025 , in: South Atlantic Quarterly, 124, 3 , p. 541-557 , 17 p.

    Research output: Journal contributionsJournal articlesResearchpeer-review

  3. Gewaltgeschichte: Eine unmögliche Notwendigkeit: Zu Iris Därmanns »Undienlichkeit« und »Widerstände«
    Oliver Precht (Author) , 01.01.2022 , in: Weimarer Beiträge, 68, 1 , p. 142-149 , 8 p.

    Research output: Journal contributionsComments / Debate / ReportsResearch

  4. An Land gehen: Zum Gedenken an Michel Serres
    Oliver Precht (Author) , 16.06.2021 , in: Philosophische Rundschau, 68, 1 , p. 3-13 , 11 p.

    Research output: Journal contributionsScientific review articlesResearch

  5. Vom Bösen sprechen: Reflexionen über das moralische Urteil
    Oliver Precht (Author) , 01.01.2019 , in: Texte zur Kunst, 116

    Research output: Journal contributionsJournal articlesResearch

Contributions to collected editions/anthologies

  1. Empfänglichkeit und literarische Sprache: Gedanken ausgehend von Clarice Lispector und Maurice Merleau-Ponty
    Oliver Precht (Author) , 01.09.2023 Berlin / Boston , p. 85-88 , 4 p.

    Research output: Contributions to collected editions/anthologiesChapterResearch

  2. Tropischer Barock. Sor Juanas Erster Traum
    Johannes Kleinbeck (Author) , Oliver Precht (Author) , 01.01.2023 Berlin , p. 7-22

    Research output: Contributions to collected editions/anthologiesContributions to collected editions/anthologiesResearch

  3. Derrida über Kafka
    Oliver Precht (Author) , 01.01.2021 Berlin , p. 443-447 , 5 p.

    Research output: Contributions to collected editions/anthologiesChapterResearch

  4. Derridas Doppelzüngigkeit. Zur Übersetzbarkeit von Schlangenwendungen
    Oliver Precht (Author) , 01.01.2021 Stuttgart , p. 143-153 , 11 p.

    Research output: Contributions to collected editions/anthologiesChapterResearch

Courses

Die bedrohliche Verwandlung der Biosphäre und die chaotische Wucherung von Fake News und Verschwörungstheorien - das sind die beiden zentralen Herausforderungen, denen alles politische Handeln und alles Nachdenken über Politik im 21. Jahrhundert begegnen muss. Im Seminar beschäftigen wir uns mit einer Reihe von jüngeren und zeitgenössischen Theorien, die versuchen, diese beiden scheinbar getrennten Phänomene zusammenzudenken, die versuchen, das ›Postfaktische‹ als Symptom und Effekt des Klimawandels zu denken.
Der Versuch, diese beiden Phänomene in ihrem Zusammenhang ernstnehmen und zu denken, erfordert eine grundsätzliche Verwandlung der Theorie. Denn der Komplex aus Klimawandel und Verschwörungstheorien stellt einige Grundannahmen der kritischen Theorien des 20. Jahrhunderts radikal infrage. Auf der Suche nach einem Verständnis dieser Kernprobleme der Gegenwart betrachten wir im Seminar daher auch literarische Texte, die sich oft leichter von solchen Grundannahmen befreien können.
Next appointment:
Thursday, 2026-05-21 at 14:15
Im Seminar nehmen wir den wichtigsten Autor der brasilianischen Literatur, Machado de Assis, zum Ausgangspunkt, um über Fragen von Kolonialismus und Rassismus nachzudenken, ebenso über das Verhältnis von Literatur und Theorie. Anhand der faszinierenden Literatur von Machado de Assis erarbeiten wir uns einen Zugang zur Geschichte und gesellschaftlichen Realität Brasiliens. Portugiesischkenntnisse sind willkommen, aber nicht erforderlich.

Joaquim Maria Machado de Assis (1839–1908) gilt als der einflussreichste Autor der brasilianischen Literatur. Als pardo – also als Person europäischer (portugiesischer) und afrikanischer Abstammung –, stotternd und aus bescheidenen Verhältnissen stammend, stieg er bereits zu Lebzeiten, noch vor der Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1888, zu einer zentralen Figur des intellektuellen Lebens Brasiliens auf. In seinen Romanen, Erzählungen und crônicas zeichnet er auf subtile Weise die Abgründe, die Widersprüche und die strukturelle Gewalt einer rückständigen und abhängigen Sklavenhaltergesellschaft nach.

Roberto Schwarz, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Theoretiker Brasiliens, zeigt in seinem Buch Ein Meister an der Peripherie des Kapitalismus und in Essays wie »Deplatzierte Ideen«, wie Machado de Assis’ Romane die komplexen Abhängigkeitsverhältnisse zwischen der (lateinamerikanischen) Peripherie und den (europäischen) Zentren sowie die daraus resultierenden Machtstrukturen einer ›unterentwickelten‹ Gesellschaft thematisieren – nicht nur vordergründig auf der Ebene des Plots oder der Figuren, sondern insbesondere auf der Ebene der Form und der Erzählstruktur. Machado de Assis' Texte und Schwarz' Interpretationen führen uns Abhängigkeits- und Machtverhältnisse vor Augen – den zugleich rückständigen und enthemmten Kapitalismus, die patriarchalen Strukturen, den ›deplatzierten‹ Elitismus und den verdeckten Rassismus – die das gesellschaftliche Leben Brasiliens bis heute prägen (und die sich möglicherweise auch in anderen peripheren Regionen wiederfinden lassen).
Next appointment:
Wednesday, 2026-05-20 at 14:15