Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. Andreas Möller


Lehrveranstaltungen

Arduino (Seminar)

Dozent/in: Andreas Möller

Termin:
wöchentlich | Montag | 12:15 - 13:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 11.319

Inhalt: Es heißt, Arduino sei eine König in Ivrea, Italien, im Mittelalter gewesen. Andere behaupten, dass Arduino eine Studentenkneipe gewesen ist, als Arduino für studentische Projekte des Interaction Design Institute Ivrea (IDII) entwickelt worden ist. Heute steht Arduino für ein Hardware/Software-Paket, das es erlaubt, sehr einfach einen Microcomputer um Sensoren (Temperatur, Bewegung, Energieverbrauch etc.) auszustatten, Aktoren wie Leuchtdioden oder Relais (z.b. als Schalter zu Ein- und Ausschalten von 240V-Leitungen) zu ergänzen und zu programmieren. Dazu besteht die Arduino Hardware (Arduino UNO) aus einem USB-Anschluss zum Anschluss an ein Laptop (benötigt man für das Programmieren), einem Anschluss für Spannungsversorgung und vor allem vielen Input- und Outputanschlüsse für die Sensoren und Aktoren. Das besondere Merkmal von Arduino ist, dass es für Studenten im Bereich Interactive Design entwickelt worden ist. NICHT vorausgesetzt werden Hard- und Softwarekenntnisse, es ist auch nicht notwendig zu wissen, wie man Hardware aufbaut ("löten"). Im Vordergrund stehen kreative computerbasierte Lösungen für verschiedenste Lebensbereiche wie Wohnen, Arbeit, Mobilität, Kunst. Das fängt an bei einfachen Blicklichtern, Energieverbrauchsmessungen, Master/Slave-Schaltern, einfachen Robotern... Im Internet finden sich zahlreiche Beispiele, was man alles mit diesen kleinen Microcomputern machen kann (vgl. http://www.arduino.cc/en/). In einer letzten Phase des Seminars werden Fragen der Zukunft der Gesellschaft und Nachhaltigkeit behandelt (Open Source und Open Hardware, Maker-Communities in der Gesellschaft, Green IT usw.).

Betriebssysteme - Eine Einführung (Seminar)

Dozent/in: Andreas Möller

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 11.117

Inhalt: Man kennt sie von den Abkürzungen iOS oder Android: Betriebssysteme – und dennoch ist weitgehend unklar, was da passiert und warum man sie überhaupt benötigt. Kurzdefinitionen und Lexikoneinträge geben einige Hinweise: es gehe um das Zusammenspiel von Hard- und Software, gemeinsame Funktionen usw. Das klingt in der Tat langweilig. Und trotzdem haben wir es bei der Gestaltung des Zusammenspiels von Hard- und Software mit Treibern zu tun, welche die Welt verändern. Früher ging es beim Zusammenspiel um merkwürdige neue Artefakte – Software nämlich – und ebenso merkwürdige Hardware, etwa Floppylaufwerke. Heute ist mit Hardware fast alles gemeint, das wir gestalten und beeinflussen können: vom Telefon über den Kühlschrank bis hin zum Pkw. Die klassischen Formen des Computers sind nur noch eine Form der Computers und zudem im Verschwinden begriffen. Stattdessen wird vieles, das uns umgibt, auch zum Computer. Mitgestaltung heißt in dem Zusammenhang, dass man sowohl Hardware als auch Software gestaltet. Mehrere Veranstaltungen werden anhand kleiner Beispiele zeigen, wie Software Hardware steuert und umgekehrt.

System Dynamics (Seminar)

Dozent/in: Andreas Möller

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 08:15 - 09:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 14.203

Inhalt: In Coronazeiten hat die hier zur Diskussion stehende Form der Modellierung einen regelrechten Aufschwung erfahren, denn mit Hilfe der kontinuierlichen Simulation wird der zeitliche Ablauf des Infektionsgeschehens abgeschätzt. Bereits anhand sehr einfacher Modelle werden wir zum Beispiel sehen, warum man aktuell oft von einem exponentiellen Wachstum spricht und warum das solche Sorgen bereitet. Tatsächlich haben Student*innen des Seminars immer wieder auch Grippemodelle erstellt, derzeit würden wir sagen: Corona-Modelle. Es handelt sich um ein Seminar, das sich in exemplarischer Form auf die Vorlesungsinhalte bezieht und einzelne Themenkomplexe vertieft. Anfang der 1970er Jahre befand sich Jay Forrester in einem Flugzeug und skizzierte ein Welt-Modell mit Hilfe der von ihm vorgeschlagenen Modellierungsmethode System Dynamics. Er kam von einem Treffen mit dem Club of Rome zurück , und es ging um die Modellierung der „Grenzen des Wachstums“. Das Modell zeigte deutlich, dass es „weiter so“ nicht geht. Die von ihm modellierten Grenzen des Wachstums sind aktueller denn je. Jay Forrester würde eine nachhaltige Entwicklung wohl als eine Art Gleitpfad sehen, mit nicht allzu großer Dynamik. Wir wollen uns im Seminar mit der Dynamik von Systemen befassen. Insbesondere werden folgende Themen bzw. Fragestellungen behandelt: 1. System Dynamics als Beispiel der Nutzung von disziplinenübergreifenden Methoden: von der praktischen Nutzung für nachvollziehbare Problemstellungen (Allmende-Problem, Corona o.ä.) hin zum Verstehen komplexer, dynamischer Prozesse. 2. Umgang des Menschen mit dynamischen Systemen, Defizite. 3. Zugang zu den Problemlagen und ihrer Modellierung. 4. Aufbau und Simulation anhand verschiedener praktischer Beispiele (Skript und Software (windows-basiert!) werden zur Verfügung gestellt)

Data Privacy and Ethics (Vorlesung)

Dozent/in: Andreas Möller

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 18.10.2021 - 20.01.2022 | C 12.001
Einzeltermin | Do, 27.01.2022, 12:15 - Do, 27.01.2022, 13:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Do, 03.02.2022, 12:15 - Do, 03.02.2022, 13:45 | C 12.001

Inhalt: Within the past 20 years, the data-centered field of computer sciences has been massively improved: data bases, search engines, data mining, distributed storage and distributed processing, virtualization, real-time simulation, sensors, etc. These technologies represent the basis for the subject field of “Big Data”, a buzz word which is in itself rather unspecific. The idea behind the term is to combine and evaluate all the available data, whether it comes from wind sensors or personal smart phones. This approach results in interesting questions regarding data privacy up to questions regarding public safety and the public good. Topics of the module: o Open Data Initiatives o The benefit of private data o Applications for a sustainable city o Legal, bureaucratic, political , technical, judicial barriers Data access – but in a legal way o Personal rights regarding data in different countries o Trust and consumer protection Technical approaches to deal with Big Data o Identification and authorization o Security gap and hazard o Access control and guidelines o Big Data in the "Cloud" A new social context for data usage o Coordination of interests o Data being a currency? o Focus on the user o ML and racism

Transdisziplinäre Projektarbeit - Ressourceneffizienz (Projekt)

Dozent/in: Andreas Möller

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 08:15 - 11:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 11.308

Inhalt: Die Veranstaltung arbeitet praktisch an der Thematik der Ressourceneffizienz. Ressourceneffizienz erweist sich dabei als eine Herausforderung, die inter- und transdisziplinär bearbeitet werden muss. Wie bereits im ersten Minor-Semester deutlich geworden ist, sind sozial-, natur- und ingenieurwissenschaftliche Komponenten zusammengeführt werden. Das zeigt bereits die Schwerpunkte: * die Vermeidung von Abfällen in den Wertschöpfungsketten (oft stellt man mit großen Aufwand hochwertige Vorprodukte her, die dann am Ende verschwendet werden); hier kommt etwa das Material Flow Cost Accounting zum Einsatz, um das finanzielle Ausmaß der Verschwendung zu quantifizieren: Was kostet es, verschwenderisch zu sein? * das Schließen von Kreisläufen; dadurch werden neue Gleichgewichte geschaffen (Was wird im Kreislauf geführt? Was muss ersetzt werden?); Recycling wird gern gefordert, unklar bleibt dann, was es genau bringt; * das Etablieren neuer Wertschöpfungsketten durch neue Produkte und Dienstleistungen oder durch neue Technik; hier werden der gewünschte Nutzen (Funktion) durch neue Produkte, Dienstleistung und Verfahren erbracht; es stellt sich die Frage, was das bringt.

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Entwicklungen (Seminar)

Dozent/in: Eckhard C. Bollow, Andreas Möller

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 40.165

Inhalt: Kaum ein Bereich hat hat einen stärker verändernden Einfluss auf die moderne Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts wie jenes Themenspektrum, das sich mit den Begriffen Wissensgesellschaft und Informationsgesellschaft verbindet. Es werden die Chancen und Risiken für eine nachhaltige Entwicklung der damit verbundenen Technologien erarbeitet. Während Begriffe wie Wissens- und Netzwerkgesellschaft aus den Wissenschaften stammen (Peter Drucker, Castells etc.) geht es uns aber auch "phänomenologische Beobachtungen" (Erinnerung: Berger und Luckmann) der heutigen Wirklichkeit: Social Networks, Open Hardware und Maker-Szene, Bildung und soziale Netzwerke, Neue Reperaturgesellschaft usw. Es geht uns nicht so sehr um das Virtuelle allein, eher darum, wie das Virtuelle (eher Symbolumwelt des Menschen und der Gesellschaft, heute mehr und mehr IT-basiert) und das Materielle neu arrangiert werden. Wenn wir also (auch) Hardware einbeziehen, dann ist nicht das Erkenntnisziel das Wissen um ihre Herstellung und Programmierung, sondern hier Bedeutung und ihre Wirkungen. Gerade hieraus ergeben sich erhebliche Konsequenzen in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung: der "Footprint" wird durch die Herstellung, Nutzung und Entsorgung der Hardware festgelegt. Hier sind Inputs von den TeilnehmerInnen sehr willkommen. Es gilt dann, diese Befunde mit theoretischen Ansätzen abzugleichen und zugleich Zusammenhänge mit Fragen einer nachhaltigen Entwicklung aufzuzeigen. Das Seminar ist auch offen für Fragen der Gestaltung und der artefaktbezogenen Intervention.