Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Dr. phil Sandra Neugärtner


Lehrveranstaltungen

Doing Gender Politics – with Art (Seminar)

Dozent/in: Sandra Neugärtner

Termin:
wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 19.10.2023 - 13.11.2023 | C 14.102 a Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 25.11.2023, 13:00 - Sa, 25.11.2023, 17:00 | extern | Exkursion nach Berlin: Bode Museum & KW Institute for Contemporary Art
wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 04.12.2023 - 02.02.2024 | C 14.102 a Seminarraum

Inhalt: In der Kunstgeschichte gibt es Theorien und Ideen, die als grundlegend angesehen werden und die die Basis für die meisten Forschungen in diesem Bereich bilden. Und wie in so vielen Bereichen stammen sie überwiegend von gleichgeschlechtlichen, männlichen, heterosexuellen und aus Europa und Nordamerika stammenden Personen. Dies führte in unserem Fachgebiet zu einem strukturellen Sexismus, d.h. der aktiven Etablierung und Aufrechterhaltung einer Geschlechterhierarchie basierend auf einer ausgeprägten Vorstellung davon, was Kunst und auch Kunstgeschichte ist, wie sie funktioniert und welche normativen Vorstellungen sie aufrechterhalten sollte. Diese Personen theoretisierten die Kunst und ihre Praxis von einem bestimmten Standpunkt aus, verallgemeinerten diesen Standpunkt dann aber, um vermeintlich universelle Wahrheiten zu schaffen. Dieser Kurs zielt darauf ab, diese Sichtweisen und Beschränkungen aufzuzeigen, die unserem Verständnis der Welt als auch unserer eigenen Theoriebildung auferlegt wurden. Zu diesem Zweck wird ein „neuer Kanon“ grundlegender Forschungsarbeiten der Kunstgeschichte zu Geschlecht und Sexualität zusammengestellt (u.a. Amelia Jones, Body Art, Performing the Subject; Abigail Solomon-Godeau, Male Trouble; Carol Armstrong und M. Catherine de Zegher, Women Artists At the Millennium; Lena Šimić und Emily Underwood-Lee, Mothering Performance; Hilary Robinson, Feminism-art-theory). In diesen Forschungen werden nicht nur verschiedene Formen von Alterität theoretisiert, die vom Mainstream des Fachs ignoriert oder missachtet wurden, sondern es wird von der Alterität ausgehend theoretisiert, um die Grundannahmen des Fachs in Zweifel zu stellen. Diese Untersuchungen helfen uns, eine neue Vision dessen zu entwickeln, was Kunstgeschichte ist, und ihre Fragen jenseits der Annahmen von Cis-Sein, Männlichkeit, Heterosexualität und Euroamerikanismus anzugehen.

Art Activism and Ecocriticism towards the Postanthropocene (Seminar)

Dozent/in: Sandra Neugärtner

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 19.10.2023 - 13.11.2023 | C 5.311 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 28.10.2023, 14:00 - Sa, 28.10.2023, 18:00 | extern | Exkursion nach Hamburg: 2 Ausstellungen im MARKK + Panel "Climate (in)justice" im Rahmen des fluctoplasmafestivals, Kolibri, Hein-Köllisch-Platz 12
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 04.12.2023 - 02.02.2024 | C 5.311 Seminarraum

Inhalt: Die Besorgnis über die ökologische Krise hat die zeitgenössische Kunst und visuelle Kultur mit enormer Wucht erfasst. Während die Ökologie bis vor kurzem in der Kunstgeschichte wenig systematische Beachtung fand und die Verbindung zwischen Kunst und Ökologie durch ein mehr oder weniger hohes Ausmaß an Naivität, Obskurantismus und sogar Greenwashing gekennzeichnet war, hat ihre Bedeutung angesichts der dringenden Bedrohungen durch den Klimawandel, die globale Erwärmung und die Zerstörung der Ökosysteme weltweit zugenommen. KünstlerInnen agieren als AktivistInnen, als PhilosophInnen, als WissensvermittlerInnen. Sie entlehnen kreative Vorschläge aus der Philosophie des spekulativen Realismus und des Neuen Materialismus, der indigenen Kosmologie, des Aktivismus für Klimagerechtigkeit sowie des Erdrechts als entscheidende Ressourcen für die Modellierung gerechter Lebensformen, die ökologische Nachhaltigkeit, postkapitalistische Politik und radikale Demokratie miteinander verbinden. Wir beschäftigen uns mit künstlerischen, aktivistischen Positionen und Interventionen, die eine Kombination aus militanter Forschung und zeitgenössischer Kunstgeschichte darstellen. Wie treten Kunstschaffende als Aktivisten an die Front des Kampfes gegen die weltweite Klimakatastrophe? Die Beispiele der politisch-künstlerischen Auseinandersetzung mit Umweltbedingungen und -prozessen setzen wir im Seminar in einen größeren globalen Bezugsrahmen und blicken auf die Entwicklungen im globalen Süden ebenso wie im Norden. Das Seminar verbindet folgende Disziplinen: Kunstgeschichte, Ökologie, visuelle Kultur, Geografie und Umweltpolitik.