Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. Beate Söntgen


Lehrveranstaltungen

Frauenbewegung und die Künste (Seminar)

Dozent/in: Beate Söntgen

Termin:
Einzeltermin | Mi, 22.04.2026, 16:00 - Mi, 22.04.2026, 19:00 | C 6.317 Seminarraum
Einzeltermin | Mi, 06.05.2026, 16:00 - Mi, 06.05.2026, 19:00 | C 6.317 Seminarraum
Einzeltermin | Mi, 10.06.2026, 16:00 - Mi, 10.06.2026, 19:00 | C 6.317 Seminarraum
Einzeltermin | Do, 25.06.2026, 16:00 - Di, 30.06.2026, 10:00 | extern | Exkursion nach München. 25. (Anreise ab Nachmittag von Lüneburg nach München) - 30.6. (Rückreise auch am 29. abends möglich).

Inhalt: Das Seminar untersucht den Zusammenhang von Frauenbewegung und Künsten im frühen 20. Jahrhundert, und zwar am Beispiel von München. Hier entstehen gleichermaßen Frauenverbände und künstlerische Ausbildungsstätten für Frauen, die nicht zur Akademie zugelassen wurden. Es sind vor allem Kunstgewerbeschulen, zu denen Frauen Zugang haben, die aber in dieser Zeit auch Kunstklassen einrichten, so dass Frauen eine solide Ausbildung jenseits teurer sog. „Damen-Akademien“ erhalten konnten. Damit verflüssigen sich zugleich die diskursiven und praktischen Grenzen zwischen „freier“ und angewandter“ Kunst, mit Auswirkungen auf das gesamte künstlerische Feld. Untersucht wird auch, in welcher Weise sich die Frauenbewegung in der künstlerischen Gestaltung niederschlägt, in Motiven von Werken, in der Bildung von Netzwerken, in Formen der Ökonomie und des Vertriebs. Die Teilnahme an der Exkursion nach München (25.-30.6.), die den größten Teil des Seminars ausmacht, ist verpflichtend. Weitere Informationen, auch zur Bewerbung um einen Teilnahme-Platz, finden Sie unter sonstige Hinweise.

Vorlesung: Einführung in die Kunstgeschichte als Kulturwissenschaft (Seminar)

Dozent/in: Susanne Leeb, Lynn Rother, Vera-Simone Schulz, Beate Söntgen, Jordan Troeller, Ulf Wuggenig

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C HS 4

Inhalt: Diese Vorlesungsreihe vermittelt Grundlagen einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Kunstgeschichte der Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Studierende werden vertraut gemacht mit Kunstwerken und Fragen, Themenfeldern und Diskussionen, die die Kunst seit der Moderne bis heute bestimmen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Kunst an gesellschaftlichen Problemlagen beteiligt ist. Einerseits greift Kunst in gesellschaftliche Zusammenhänge ein oder verhält sich dazu. Wir verstehen Kunstwerke als materiell-intellektuelle Artikulationen und Einlassungen in eine zeithistorische wie künstlerische Problemstellung. Anderseits wird sie von einer jeweiligen historischen Situiertheit und einem sozialen Kontext mitbestimmt. In der Vorlesung tragen wir daher in der Diskussion einzelner Arbeiten nicht nur ihrer spezifischen Materialtiät, Ikonographie, möglichen Aussagen und der (Post-)Medialität Rechnung, sondern immer auch den Kontexten, in denen Kunstwerke stehen. Insofern sind die institutionellen Rahmenbedingungen ebenfalls Teil von Kunst und visueller Kultur. Diese Herangehensweise hat Einfluss auf die kunsthistorische Methodik. Der gesellschaftliche (institutionelle, soziale, geschlechtsspezifische, politische) Umgang mit Kunst und visueller Kultur wird ebenso thematisiert, wie die Fragen, die ein Kunstwerk oder ein Artefakt der visuellen Kultur aufwerfen. Die Vorlesung ist entsprechend eher nach Themen und Fragestellungen gegliedert, u.a. Genderfragen, ökonomische Rahmenbedingungen und Mechanismen des Kunstmarktes, Ausbildungsformen der Kunst, Raub und Restitution, Ökologie, Kunst und Arbeit u.v.a. Insgesamt richtet sich die Vorlesung aus an einer transkulturellen Kunstwissenschaft, die der Tatsache Rechnung trägt, dass gerade Kunst und visuelle Kultur auch Dokumente und Künstler*innen und Kulturproduzent*innen auch Akteure einer reichhaltigen Verflechtungsgeschichte sind, die sowohl emanzipatorisch (etwa der Internationalismus der 1920er Jahre, Migrationsgeschichten) als auch gewaltförmig sein kann (Kolonialismus, Weltkriege etc.).

Handlungsfelder in den Kulturwissenschaften (Vorlesung)

Dozent/in: Kevin Drews, Serhat Karakayali, Beate Söntgen

Termin:
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 14.04.2026 - 10.07.2026 | C HS 3

Inhalt: Das Modul geht der Frage nach, inwieweit akademische Texte, Lektüren und Wissensformen nicht nur Erkenntnisinstrumente sind, sondern sich auch in Handlungsformen im kulturellen Feld übersetzen lassen. Zunächst gilt es, die gesellschaftspolitische Relevanz von Texten herauszustellen und zu diskutieren, ob Deutungsangebote allein schon intervenierendes Potential haben. Was bedeutet konzeptionelles Denken und Handeln im Rahmen z.B. von Institutionen, welche Herausforderungen und Konflikte sind damit verbunden? Diese Fragen werden auch im Gespräch mit Gästen aus unterschiedlichen Praxisfeldern (Museen, NGOs, Gewerkschaften, Theatern, Literaturinstitutionen, Medienanstalten, Ministerien etc.) und auf Exkursionen diskutiert. In welcher Weise befördert ein kulturwissenschaftliches Studium eine reflektierte, kritische und konzeptionelle Handlungsfähigkeit? Während die Vorlesung von Gästen bestritten werden wird, dienen die begleitenden, unterschiedlichen Schwerpunkten gewidmeten Seminare der Diskussion von Texten sowie der Aufarbeitung der Exkursionen. Das Seminar mit dem Schwerpunkt Museen schließt eine verpflichtende Exkursion nach Berlin ein (nähere Angaben dazu finden Sie auf der Seite des Seminars).

Handlungsfelder der Kulturwissenschaften - Schwerpunkt Museen - Ausstellungshäuser (Seminar)

Dozent/in: Beate Söntgen

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:00 - 19:00 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.105 Seminarraum

Inhalt: Das Modul geht der Frage nach, inwieweit akademische Texte, Lektüren und Wissensformen nicht nur Erkenntnisinstrumente sind, sondern sich auch in Handlungsformen im kulturellen Feld übersetzen lassen. Zunächst gilt es, die gesellschaftspolitische Relevanz von Texten herauszustellen und zu diskutieren, ob Deutungsangebote allein schon intervenierendes Potential haben. Was bedeutet konzeptionelles Denken und Handeln im Rahmen von Institutionen, welche Herausforderungen und Konflikte sind damit verbunden? In der Vorlesung werden diese Fragen werden im Gespräch mit Gästen aus unterschiedlichen Praxisfeldern (Museen, NGOs, Gewerkschaften, Theatern, Literaturinstitutionen, Medienanstalten, Ministerien etc.). In diesem Seminar fokussieren wir auf Museen und werden Einrichtungen in Hamburg und Berlin besuchen und vor Ort mit Akteur*innen diskutieren. Vorbereitend werden Texte zur Rolle und zu den Aufgaben von Museen dIskutiert. Die Exkursionen werde im Seminar aufgearbeitet. Leitend ist die Frage, in welcher Weise ein kulturwissenschaftliches Studium eine reflektierte, kritische und konzeptionelle Handlungsfähigkeit befördert? Das Seminar schließt eine verpflichtende Exkursion nach Berlin ein (Termin wird asap bekannt gegeben, voraussichtlich 7.5. (Anreise) bis 9.5. (Abreise am Nachmittag). Anreise und Unterkunft wird von den Studierenden selbst organisiert. Einen Zuschuss gibt es leider nicht.

Culture and Critique (Seminar)

Dozent/in: Veronica Bremer, Kevin Hart, Beate Söntgen

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 3.121 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 08.05.2026, 16:00 - Fr, 08.05.2026, 19:00 | C 16.129 Seminarraum | Option 2: Veronica Bremer - Introduction
Einzeltermin | Sa, 09.05.2026, 09:00 - Sa, 09.05.2026, 15:00 | extern | Option 2: Veronica Bremer - Walking Tour in Lüneburg, Meeting point at Rotes Feld campus
Einzeltermin | Mi, 13.05.2026, 14:00 - Mi, 13.05.2026, 18:00 | C 14.001 Seminarraum | Option 1: Beate Söntgen - Introduction
Einzeltermin | Mi, 13.05.2026, 16:00 - Mi, 13.05.2026, 19:00 | Online-Veranstaltung | Option 2: Veronica Bremer - Recap (online via Zoom)
Einzeltermin | Mi, 20.05.2026, 13:00 - Mi, 20.05.2026, 18:00 | extern | Option 1: Beate Söntgen - Exhibition Visits in Hamburg
Einzeltermin | Sa, 30.05.2026, 09:00 - Sa, 30.05.2026, 13:00 | Raumangabe fehlt | Option 3: Kevin Hart - online via Zoom (session 1/2)
Einzeltermin | Sa, 06.06.2026, 09:00 - Sa, 06.06.2026, 13:00 | Raumangabe fehlt | Option 3: Kevin Hart - online via Zoom (session 2/2)
Einzeltermin | Mi, 24.06.2026, 16:00 - Mi, 24.06.2026, 18:00 | C 14.001 Seminarraum | Option 1: Beate Söntgen - Recap

Inhalt: Critique counts as instrument of individual and collective self-conception of democratic societies. The modern subject constitutes itself through differentiation, assessment and evaluation. It is this ability of differentiation, that creates a democratic society. Or at least this is how the critical project of the Enlightenment was conceived. The extent to which this notion is still valid today is a particularly pressing question. The seminar explores the role and function of the arts in relation to societal questions. Can claims of universality - or at least of the validity of categories, norms and values as they are negotiated in critical processes - still be made at all - regarding the manifold perspectives and positions present under the conditions of globalization? Is critique, a Western invention, itself a hegemonic and dominating practice which considers itself to be just and justified? Does the value of critique lie in the paying attention to and reflection upon urgent questions? Or can these questions be transformed into operative models for action, as called for by political, social and cultural practice? What potential and what special means do the arts have to make social processes visible or even change them? Each judgement requires critique, however, if it claims to be generalizable (which does not mean that everyone has to agree, but that everyone can understand the arguments). And critique does not in each case mean being against something. Although rejection can be an effect of critique, critique in terms of its roots means something else. It means differentiation, the observation and description of an object or situation from various perspectives. Critique also means taking into account the conditions surrounding the emergence of a situation, its history, its participants and their interests. And, last not least, critique is capable of designing or imagining different worlds, especially in the arts. The seminar explores different takes on critique, a variety of critical practices with a focus on the arts, on audio-visual articulations and on different ways of critical writing and arguing.

Promotionskolloquium Darstellung Visualität Wissen (Kolloquium)

Dozent/in: Susanne Leeb, Beate Söntgen, Jordan Troeller

Termin:
Einzeltermin | Mo, 13.04.2026, 14:00 - Mo, 13.04.2026, 20:00 | C 40.530 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 14.04.2026, 09:30 - Di, 14.04.2026, 16:00 | C 40.175 Seminarraum

Inhalt: Das Colloquium dient der fachlichen und interdisziplinären Diskussion und Reflexion von Promotionsexposés, einzelnen Kapiteln oder Forschungsfragen. Kapitel werden drei Wochen vorab an alle verschickt und kurz vorgestellt, entweder durch die Verfasser*innen selbst oder durch eine*n Response-Partner*in.

Kunstbiennale in Venedig „In Minor Keyes“, in Kooperation mit Biennale Sessions (Seminar)

Dozent/in: Beate Söntgen

Termin:
Einzeltermin | Do, 12.02.2026, 16:00 - Do, 12.02.2026, 17:00 | Online-Veranstaltung | Vorbesprechung (online)
Einzeltermin | Mi, 08.04.2026, 16:00 - Mi, 08.04.2026, 18:00 | C 5.310 Seminarraum | Kick-off
Einzeltermin | Mo, 01.06.2026, 00:00 - Sa, 06.06.2026, 00:00 | extern | Biennale Venice
Einzeltermin | Mi, 17.06.2026, 15:00 - Mi, 17.06.2026, 18:00 | C 5.310 Seminarraum

Inhalt: Die 61. Kunst-Biennale mit dem Titel „In Minor Keys“ sollte von Koyo Kouoh konzipiert und umgesetzt werden. Kouoh war eine kamerunisch-schweizerische, international tätige Kuratorin, die in der Zeit der Vorbereitungen der Biennale verstorben ist. Die internationale Kunstausstellung in Venedig wird nun – posthum dem Konzept der Kuratorin entsprechend – durch das von Anfang an involvierte Team realisiert. Kouoh hat im Jahr 2008 in Dakar (Senegal) die RAW Material Company – Center for Art, Knowledge and Society gegründet, die junge afrikanische Künstler*innen und Intellektuelle fördern sollte. Im Jahr 2019 wurde Kouoh Chefkuratorin und Executive Director des Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA) in Kapstadt (Südafrika). Das Konzept zur Biennale Arte 2026 wurde noch nicht veröffentlicht. Es ist zu vermuten, dass es sich inhaltlich an die beiden vorherigen Kunst-Biennalen in Venedig anschließen wird, die Positionen zur Geltung gebracht haben, die lange im westlich dominierten Kunstbetrieb marginalisiert waren.