Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

DATAx: Einführung in das maschinelle Lernen (Vorlesung)

Dozent/in: Burkhardt Funk, Jonas Scharfenberger

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre
wöchentlich | Montag | 12:15 - 13:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: Der Kurs besteht aus einer Vorlesung mit begleitender Übung. Folgende Themen werden behandelt • Zielsetzung von Machine Learning (ML)-Projekten und ML-Typen • Datenaufbereitung und Feature Engineering • Überwachtes Lernen - Algorithmen für Klassifikations- und Regressionsprobleme (u.a. lineare Klassifikatoren, Support Vector Machines, Entscheidungsbäume und künstliche Neuronale Netze) • Modellevaluation • Methoden des nicht überwachten Lernens • Praktische Anwendungsprojekte

Der Hamburger Stadtteil Veddel eine Heterotopie? (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Jenny Löwenstein

Termin:
14-täglich | Freitag | 12:15 - 15:45 | 23.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre
Einzeltermin | Fr, 13.11.2020, 14:15 - Fr, 13.11.2020, 18:00 | extern | Feldforschungsnachmittag
Einzeltermin | Sa, 23.01.2021, 10:00 - Sa, 23.01.2021, 19:00 | Online-Lehre | Raumwusch: C 40.606

Inhalt: Der Hamburger Stadtteil Veddel hat viele Gesichter. Während die Außenwahrnehmung oftmals problembehaftet erscheint, identifizieren sich viele Akteure mit Ihrer Veddel und schätzen die urbanen Qualitäten dieses „kleinen Inseldorfs“ südlich der Elbe. Die Veddel gehört zu den kleinsten Stadtteilen der Hansestadt und befindet sich im Bezirk Mitte, nur einen „Sprung über die Elbe“ von der Hamburger City entfernt. Geplant nach den Entwürfen des Hamburger Städtebauers Fritz Schumachers vereint der Stadtteil heute viele Gegensätze. Auf den drei Inseln, über die sich der Stadtteil erstreckt, befinden sich Wohngebiete, Industriestandorte, Verkehrstrassen und nicht zuletzt auch kulturelle Orte. Als Sozialraum ist die Veddel von ethnischer Vielfalt geprägt und auch wenn die Sozialraumdaten einen niedrigen Status ausweisen, verfügt der Stadtteil über ein reiches Nachbarschaftsleben und ein dichtes Netz an sozialen Förderungsangeboten. Um sich diesem besonderen Stadtteil zu nähern, bedienen wir uns dem Konzept der Heterotopien, welches von dem französischen Denker Michel Foucault geprägt wurde. Er bezeichnet hiermit Räume, welche „in Verbindung und dennoch im Wiederspruch zu allen anderen Orten stehen“. Damit nehmen wir eine raumtheoretische Perspektive ein, welche auch die aktuelle Stadtentwicklung im direkten Umfeld in den Blick nimmt und nach den Relationen fragt, in denen die unterschiedlichen Räume der Veddel und ihrer Umgebung in Beziehung stehen. Zur Erforschung dieser Frage werden wir uns mit theoretischen Hintergründen beschäftigen, die relevanten Konzepte und Begrifflichkeiten zur Erforschung der Veddel definieren. Mit unterschiedlichen Methoden aus dem Bereich der ethnographischen Feldforschung untersuchen wir, welche Eigenschaften die Veddel so besonders machen und welche Potenziale sich für ihre künftige Entwicklung aufspüren lassen. Hierbei gilt der Anspruch, theoretische Hintergründe mit sozialräumlicher Analyse im Hinblick auf die Praxis der Stadtentwicklung in Verbindung zu setzen, um auch der Betrachtungsweise der Vielfältigkeit der Veddel gerecht zu werden. Die Arbeit im Seminar entwickelt sich entlang der interdisziplinären Hintergründe der Studierenden, die ihre jeweiligen fachlichen Perspektiven in Arbeitsgruppen einbringen. Zielsetzung der Lehre ist es hierbei, die wissenschaftliche Perspektive der Forschung mit der Praxis der Stadtentwicklung in Kontext zu setzen, um relevante Ergebnisse zu erzielen, die in den Stadtteil zurückgespielt werden können.

Einführung in die Plurale Feministische Ökonomie (Seminar)

Dozent/in: Ulrike Knobloch

Termin:
Einzeltermin | Fr, 29.01.2021, 14:15 - Fr, 29.01.2021, 18:00 | Online-Lehre
Einzeltermin | Sa, 30.01.2021, 09:15 - Sa, 30.01.2021, 17:00 | Online-Lehre
Einzeltermin | Fr, 05.02.2021, 14:15 - Fr, 05.02.2021, 18:00 | Online-Lehre
Einzeltermin | Sa, 06.02.2021, 09:15 - Sa, 06.02.2021, 17:00 | Online-Lehre

Inhalt: Aufbauend auf der Debatte über Plurale Ökonomie, die sich für mehr methodische wie inhaltliche Vielfalt im wirtschaftswissenschaftlichen Studium einsetzt, erhalten die Studierenden in diesem Seminar einen Einblick in die Plurale Feministische Ökonomie. Zum einen werden sie lernen die orthodoxen und heterodoxen Wirtschaftstheorien aus Geschlechterperspektive zu analysieren, insb. Neoklassische, Institutionelle und Marxistische Ökonomie. Zum anderen werden sie sich mit den Ansätzen Feministischer Ökonomie kritisch auseinandersetzen, insb. Haushaltstheorie, Subsistenztheorie, Sorge- und Versorgungsökonomie und dabei die Bedeutung des jeweiligen Ansatzes für die Gestaltung eines zukunftsfähigen und geschlechtergerechten Wirtschaftssystems kennenlernen. Dadurch erwerben die Studierenden die Fähigkeit, über aktuelle wirtschaftspolitische Probleme zu diskutieren und neue Lösungswege zu durchdenken.

Gaming als Kulturtechnik und Technologiekultur - Gesellschaft, Geschäftsmodelle, SDGs in Zeiten des Leitmediums Videospiel (Seminar)

Dozent/in: Manouchehr Shamsrizi

Termin:
Einzeltermin | Fr, 16.10.2020, 14:15 - Fr, 16.10.2020, 18:45 | Online-Lehre
Einzeltermin | Sa, 17.10.2020, 10:00 - Sa, 17.10.2020, 18:00 | Online-Lehre
Einzeltermin | Fr, 20.11.2020, 14:15 - Fr, 20.11.2020, 18:45 | Online-Lehre
Einzeltermin | Sa, 21.11.2020, 10:00 - Sa, 21.11.2020, 18:00 | Online-Lehre

Inhalt: Aufbauend auf den bisherigen Komplementär-Seminaren zu "Zukunftstechnologien und ihr Impact auf die Gesellschaft" (gemeinsam mit Adalbert Pakura) und "Denn der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt – Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft in Zeiten von Gaming und eSports" soll in diesem Seminar noch mehr auf die jeweils bestbewertetesten / wirkungsvollsten Aspekte eingegangen werden, wie beispielsweise des Potentials von Gaming (in Verbindung mit Sozialunternehmertum) zur Annäherung an die SDGs. Der Text des letzten Seminars in seiner überarbeiteten / erweiterten Fassung: Videospiele entwickeln sich in all ihren Varianten (also auch: eSports, VR-Gaming, Serious Games) seit Jahren zu immer größeren und gesellschaftspolitisch wie wirtschaftlich bedeutenderen (sozio-)kulturellen Phänomenen, die auch in der Forschungslandschaft als zunehmend intensiv betrachtetes Thema gelten. Getrieben wird diese Entwicklung einerseits durch technologische Fortschritte in Bereichen wie der (schwachen) Künstlichen Intelligenz und der Blended Reality, andererseits durch die gesellschaftliche Durchdringung als Leitmedium der "Next Society" (Dirk Baecker) und notwendiges Handlungsvermögen für die digital vernetzte globale "Wissensgesellschaft" (Nico Stehr). Das Seminar leistet in einem streng transdisziplinärem Ansatz die enge Verknüpfung von Studierenden, Lehrenden und Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis zum Zweck der (Selbst)Beobachtung der Generation Gaming. Dabei operiert es insbesondere unter und mit der These, dass gerade (uns) Gamern eine soziale Pflicht als zoon politikon in Zeiten der Digitalen Transformation zukommt - gerade im Hinblick auf die gerade initiierte "Decade of Action" der UN, in der nun die SDGs erreicht werden sollen.

Indigenous and local knowledge in transformative transdisciplinary research (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Leticia Doormann, David P. M. Lam

Termin:
Einzeltermin | Fr, 13.11.2020, 14:15 - Fr, 13.11.2020, 18:15 | Online-Lehre
Einzeltermin | Sa, 14.11.2020, 10:00 - Sa, 14.11.2020, 18:00 | Online-Lehre
Einzeltermin | Fr, 20.11.2020, 14:15 - Fr, 20.11.2020, 18:15 | Online-Lehre
Einzeltermin | Sa, 21.11.2020, 10:00 - Sa, 21.11.2020, 17:00 | Online-Lehre

Inhalt: Global sustainability problems, such as biodiversity loss, climate change, social injustice and poverty call for urgently needed sustainability transformations. Sustainability transformations describe large-scale changes of interactions between people and nature. Transformative transdisciplinary research has recently gained increased interest because of its potential to study and support such transformative change. This seminar will focus on transformative transdisciplinary research that specifically engages with indigenous peoples and local communities and their knowledge. To this end, the seminar will provide a theoretical and practical introduction into approaching, designing and implementing transdisciplinary research processes with indigenous peoples and local communities. We will explore together local and global topics that are relevant for indigenous peoples and local communities in times of climate change, resource depletion, and biodiversity loss. We will explore together how researchers can leave their traditional role as a mere knowledge provider. Instead, they can enable and support change towards sustainability. Finally, we will explore different ways of knowing and types of knowledge, such as indigenous and local knowledge. We draw on a wide variety of examples based on our experience with boundary work at the science-society interface, especially building up on local community experiences. From the scientific perspective, we will explore transdisciplinary research as a transformative practice. We will substantiate this with insights gained through a real-world case study with local non-governmental organisations and farmers in Southern Transylvania, Romania initiated within the Leverage Points for Sustainability Transformation research project. From the bottom-up and hands-on-practice perspective, we will explore the role of social mobilisations and international advocacy, specifically with regard to indigenous and forest peoples rights, land tenure, and climate change policies. We also aim to connect virtually with local forest actors and their experiences and perspectives to learn about indigenous claims and how they relate to traditional knowledge. This will allow us to acquire an improved understanding of the implications of community-based conflicts becoming globally based demands. As a practical outcome, the students will jointly develop the design of a transdisciplinary case-study or project, e.g. at the science-activism interface to address context embedded territorial problems while striving to meet indigenous or community based demands. Working with a specific problematique will enable students to explore their potential role in the realisation of transdisciplinary case study research (e.g. for their thesis). The content of the seminar will address the following questions: 1. How can transdisciplinary research contribute to sustainability transformations? 2. What is the role of indigenous and local knowledge in sustainability transformations? 3. How can we build knowledge bridges to boost self-determined ways of development? 4. How can we bring social change by boosting self-determined ways of development? This seminar is a collaboration between David Lam from the research project Leverage Points for Sustainability Transformation at Leuphana University and Leticia Doormann from the TINTA Initiative, a platform that strengthens forest peoples’ networks. Within this partnership the workshop may also include the online participation of indigenous youth representatives from forest communities (e.g. from South America or Asia).

Psychology and Sustainability: A fascinating intersection (Profile PsyWi, Module 3) (FSL) (Vorlesung)

Dozent/in: Johann Majer

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: What does psychology have to do with sustainability? At first glance, very little, if you consider that environmental pollution, bio-diversity loss, and climate change are problems of global dimension. At second glance, however, all these problems are mainly man-made! Psychology as a scientific discipline explores human perception and behavior on the individual level. Thus, psychology can contribute significantly to improve our understanding of the role of the individual in the transformation towards sustainability and promoting sustainable behavior. The module Psychology of Sustainability provides key insights in areas of psychology that are essential for investigating and understanding psychological and behavioral barriers in the context of sustainability. The lecture highlights various questions regarding sustainable behavior. How can environmental attitudes of people be changed? How does media coverage affect public opinion? And what are the possible solutions for social conflicts? Which social norms do we pay attention to and how do norms influence our behavior? How does identity and group membership influence individual behavior?

Spiritualität und Wissenschaft (Seminar)

Dozent/in: Ralf Schottke

Termin:
wöchentlich | Montag | 18:15 - 21:15 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: Anlass des Seminars: Veränderte Denkweisen als Voraussetzung für inter- und transdisziplinäre Modellbildungen im 21. Jhdt. Unsere westliche Gesellschaft hat sich seit dem 16.Jhdt. immer weiter von der Natur und einer ganzheitlichen mit Ratio und Intuition wahrnehmenden Welt entfernt. Die Naturwissenschaften beginnend mit Kopernikus (1543 +), Keppler 1630+), Galilei 1641+), Newton (1726 +)usw. dominieren die Denkweise der westlichen Welt bis heute. Besonders hervorzuheben sind hierbei abstrakte mathematische und von der Logik getragene Modellbildungen, die von Axiomen ausgehen und einer inneren widerspruchsfreien Logik folgen. Die Klärung von Ursache und Wirkung der gemessenen Welt sind die entscheidenden wissenschaftlichen Methoden für die Naturwissenschaft. Diese Denkweise, die auch als Weltbild bezeichnet werden kann, hat den wirtschaftlichen Aufstieg der westlichen Welt bewirkt und hatte damit auch ihren guten und richtigen Zweck. Die daraus entstehenden Denkweisen – Erklärung der materiellen Welt durch abstrakte Modellbildungen, die an den Beweis anknüpfen – haben aber zu einer reduzierten Bedeutung der Intuition, also der Wahrnehmung unseres Inneren geführt. Wir haben uns auch von der Natur entfernt und sind eher zu Ausbeutern der Natur geworden. Diese Denkweise verbunden mit der herrschenden Auffassung, auch die Probleme der Menschheit könnten vorrangig mit naturwissenschaftlichen Methoden gelöst werden, hat die Ratio gegenüber der Intuition in übergeordnete Position gebracht. Damit historisch einhergehend ist eine Trennung von Staat und Kirche sowie ein Verlust der Bedeutung der Kirchen. Nach der Stärkung der Ratio und der Schaffung einer monetärere Unabhängigkeit der westlichen Gesellschaften von der Umwelt in dem letzten Jahrhundert gilt es nunmehr m.E., sich stärker der Intuition, dem Inneren zuzuwenden. Das Innere hat für mich mit Geist, Intuition, Spiritualität und Gefühl zu tun. Insofern gilt es, sich mit dem Verhältnis zwischen äußerer und innerer Wahrnehmung auseinander zu setzen. Zu diesem Thema gehört auch, sich der Diskussion zu stellen, welche Rolle die christliche Theologie spielt. Dieses muss und soll in dieses Seminar integriert werden. Spiritualität und Wissenschaft sind die äußeren intellektuellen Erscheinungsformen dieses Spannungsfeldes. Die Besonderheit ist hierbei, dass an der Schnittstelle zum Inneren die Spiritualität hinsichtlich einer neuen möglichen Denkweise die naturwissenschaftliche Denkweise ergänzen soll. Es geht somit nicht um alternativen, sondern um Ergänzung und ganzheitliche Denkweisen. Es werden in diesem Seminar auch die methodischen Grundsätze in den Geisteswissenschaften andiskutiert. Die naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Ansätze können sich durchaus ergänzen auch wenn sie teilweise auf Grund der unterschiedlichen Zielsetzungen als komplementär bezeichnet werden können. Eine besondere Rolle spielen hierbei die Perspektiven, mit denen auf Lehr- und Forschungsfragen geschaut wird. Sind Geistes- und Naturwissenschaften sowie subjektive und normative Perspektiven kombinierbar?

Systemanalyse und allgemeine Systemtheorie (Seminar)

Dozent/in: Thomas Slotos

Termin:
Einzeltermin | Mi, 14.10.2020, 10:15 - Mi, 14.10.2020, 13:45 | Online-Lehre
Einzeltermin | Mi, 21.10.2020, 10:15 - Mi, 21.10.2020, 13:45 | Online-Lehre
Einzeltermin | Mi, 16.12.2020, 10:15 - Mi, 16.12.2020, 13:45 | Online-Lehre
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 13:45 | 06.01.2021 - 27.01.2021 | Online-Lehre

Inhalt: Systeme sind überall (z.B. Betriebssysteme, Wirtschaftssysteme, Wertesysteme u.a.). Warum es Systeme gibt und wie diese (auch zwischen unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen) in Beziehung stehen, soll dieses Seminar erläutern. Hierzu wird der Begriff des Systems sowohl in seinen strukturellen wie auch verhaltensmäßigen Aspekten untersucht. Anschließend wird gezeigt wie die „Allgemeinen Systemtheorie“ in Form eines transdisziplinären Vokabulars eine vereinheitlichte Sicht auf unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen anbietet. In studentischen Projekten a 2 Studierende sollen die theoretischen Konzepte dann auf konkrete Anwendungsbereiche unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen angewendet werden. Nach der Präsentation der Projektergebnisse werden diese anschließend im Auditorium diskutiert.

Systemisches Denken und Handeln (Seminar)

Dozent/in: Ekkehard Nau

Termin:
wöchentlich | Freitag | 14:00 - 15:45 | 16.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre | Beginn 1. Semesterwoche

Inhalt: ‚Systemisches Denken‘ bezeichnet ein wissenschaftliches Programm bzw. Paradigma, in dem Denkansätze aus unterschiedlichen Disziplinen versammelt sind. Allen gemeinsam ist der nicht-reduktionistische Umgang mit Komplexität. Systemisches Denken ist anders, irritiert, hinterfragt und überwindet traditionelle Schemata des Denkens. Probleme, Konflikte, Krisen, scheinbar Undurchschaubares und Chaos werden faßbarer, Möglichkeiten tauchen auf, Lösungswege entstehen. - Vom mechanistischen Weltbild zum Verständnis lebender Systeme, vom linearen Vereinfachen zum Denken in Kreisläufen, Wechselwirkungen und Rückkopplungen - Wir wir unsere Welt konstruieren: Muster und Modelle im Kopf - Muster in sozialen und psychischen Systemen: generische Strukturen - Das Denken öffnen: Perspektivwechsel, Perspektiverweiterung, Möglichkeitssinn, Paradoxien - Praktische Umsetzung und Konsequenzen systemischen Denkens

Visuelle Kommunikation „Photovoice“ (Seminar)

Dozent/in: Nauka, Gisela Kirschner

Termin:
Einzeltermin | So, 25.10.2020, 10:00 - So, 25.10.2020, 16:00 | Online-Lehre
Einzeltermin | So, 15.11.2020, 10:00 - So, 15.11.2020, 16:00 | Online-Lehre
Einzeltermin | Sa, 05.12.2020, 10:00 - Sa, 05.12.2020, 18:00 | Online-Lehre
Einzeltermin | So, 06.12.2020, 10:00 - So, 06.12.2020, 17:00 | Online-Lehre

Inhalt: Zu Beginn der Lehrveranstaltung erfolgt eine Einführung in die dokumentarische Fotografie und deren Informationsvermittlung. Wir untersuchen und reflektieren Arbeiten berühmter Fotograf*innen und beschäftigen uns mit dem Begriff des Dokumentarischen. Um uns der Realität über eine erweiterte Perspektive zu nähern, wird im Rahmen des Seminars „Photovoice“ als qualitative Methode für eine gemeinschaftsbasierte, partizipative Forschung erprobt. Diese Forschungsmethode ermöglicht es den Proband*innen ihre Realität selbst im Unterschied zur klassischen Dokumentarfotografie nach Empfehlungen der Studierenden zu fotografieren. Dadurch wird ein authentischer Blick auf das gewählte soziale Umfeld möglich. Die Kriterien für Empfehlungen an die Proband*innen werden im Seminarkontext erarbeitet. Das Medium Fotografie erlaubt, gerade über den Einsatz von Bildern „näher“ an soziale Wirklichkeiten heranzukommen, als dies textzentrierter Praxis empirischer Sozialforschung möglich ist, weil sie den Zugang zu kognitiv weniger gefilterten Informationen erleichtert und sich dadurch gut für die Erforschung emotionaler Prozesse eignet (Adolphs, Damasio, Tranel, Cooper, & Damasio, 2000; Paivio, 1986). Im Dialog mit den Teilnehmenden wird eine Fotoserie erstellt und durch ihre Erzählungen kontextualisiert. Gemeinsam wird über das Ergebnis diskutiert, es werden die Stärken und Anliegen einer Gemeinschaft erfasst und reflektiert sowie der kritische Dialog durch Gruppendiskussion gefördert. Folgende Arbeitsschritte sind geplant: 1. Wahl eines Photovoice-Themas in Kleingruppen 2. Recherche, Konzeptentwicklung und Ziele definieren 3. Ansprechpersonen kontaktieren 4. Projektkoordination und Durchführung der Photovoice-Untersuchung 5. Besprechung mit den Teilnehmenden zu den Fotos (Serien) 6. Präsentation im Seminar