Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

An Introduction to Law and Literature (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Robert von Morgen

Termin:
14-täglich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 14.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung | Beamer
Einzeltermin | Sa, 24.10.2020, 10:00 - Sa, 24.10.2020, 16:00 | Online-Veranstaltung | Beamer
Einzeltermin | Sa, 07.11.2020, 10:00 - Sa, 07.11.2020, 16:00 | Online-Veranstaltung | Beamer

Inhalt: At first glance, the law, with its authority of a real world institution, seems fundamentally disparate from literature, which is dealing with fictional characters in a made-up world of imaginative stories. But if you take a closer look at both the structure and the contents of both fields, you will find astonishing relations and similarities. Not only have justice and injustice, criminal offences, and the legal system in general always been a preferred subject of works of literature but, both consisting of language and underlying interpretation, from a narrative view the law might not be so different in structure from literature as it seems – which in consequence might lead to a serious questioning of the law´s justification and credibility. The law and literature movement has developed in academia in the 1970s. It was based, first, on the growing doubt whether law in itself can be a source of value and meaning or rather to be interpreted from its socio-political, cultural and philosophical context. Second, the movement was influenced by the growing awareness of mutability of all texts, be they fictional, factual or normative. The law and literature movement focuses on the interdisciplinary relationship between law and literature from two different angles: The law-in-literature theory focuses on how literary works of art, by dealing with juridical matters offer new perspectives on the nature of the law, whereas the law-as-literature theory focuses on interpreting legal texts by literary. The seminar is supposed to open an initial view on how law and literature are intertwined. Apart from some general information on the structure and function of law and literature, including historical aspects, we will analyse how the narrator in Daniel Defoe´s famous novel “Robinson Crusoe”, in a fictional way, uses all the different means of proof that can be found in the German Code of Civil Procedure (Zivilprozessordnung). Moreover, we will, among other examples, deal with the representation and meaning of justice in Heinrich v. Kleist´s novella “Michael Kohlhaas” and E.L. Doctorow´s novel “Ragtime”.

Beweisen-Wissen-Glauben (Seminar)

Dozent/in: Nils Ole Oermann, Johannes Soukup

Termin:
Einzeltermin | Fr, 16.10.2020, 14:15 - Fr, 16.10.2020, 20:00 | C HS 1 (Umbau HS-Gang bis 31.12.22) S. Kommentar
Einzeltermin | Sa, 17.10.2020, 10:15 - Sa, 17.10.2020, 17:45 | C 40.501
Einzeltermin | Fr, 23.10.2020, 14:15 - Fr, 23.10.2020, 20:00 | C 12.108

Inhalt: Ich möchte den Studenten keine Antworten geben – schon gar nicht auf Fragen, die sie nicht haben. Vielmehr ist es mein Anliegen, auf die vielen Voraussetzungen und Widersprüche unseres Denkens in den exakten Wissenschaften aufmerksam zu machen und so zum eigenen Denken zu ermutigen. In einer Zeit der 1000 Angebote bildet das persönliche Urteilsvermögen eine grundlegende Voraussetzung sowohl für ein sinnvolles Leben als auch für den von der Demokratie als notwendig vorausgesetzte Deliberationsprozess. Was könnte auch ganz anders sein, als fast alle es behaupten? Woher wollen sie das wissen? Für die Lehrveranstaltungen setzen wir keine speziellen Vorkenntnisse voraus, wohl aber den Mut, – wenn es sein muss – auch gegen den Strich des Selbstverständlichen und Unhinterfragten zu denken. „Wenn es sein muss“ bedeutet hierbei, die Ergebnisse der exakten Wissenschaften des 20. Jahrhunderts ernstzunehmen; was könnten wir auch besser tun? Befinden wir uns mit den exakten Wissenschaften auf dem Weg zur Wahrheit? Erkennen wir die Wirklichkeit adäquat? Sind wir ihr näher und damit schlauer als alle anderen Kulturen und Zeiten? Wenn „ja“ – woraus resultieren dann die zahllosen Probleme, vor denen wir weltweit stehen? Löst noch mehr wissenschaftlich-technischer Fortschritt die Probleme, die uns dieser Fortschritt (leider heute noch) beschert? Was sind überhaupt „Wissenschaft“, „Technik“ und „Fortschritt“? Wer weiß das? Weiß das wer? Gibt es Experten, die uns und unsere Erde in eine gesicherte menschliche Zukunft steuern? Welche Funktion kommt dabei der Religion zu? Kommt ihr heute überhaupt noch eine zu? Oder wird die Bedeutung der Religion sogar noch viel größer werden – wie viele Denker annehmen, die sich ernsthaft mit der Frage beschäftigen? Welches Verhältnis besteht dann zwischen Glauben und Wissen? Kann man den Glauben verstehen? Oder müsste man ihn gar verstehen – wie das Negativbeispiel des Kreationismus zeigt? Was haben wir dann von den Neo-Atheisten wie Schmidt-Salomon, Dawkins oder Onfray zu halten? Sind sie weiter als wir – oder hinter uns zurückgeblieben?

Das koloniale Erbe Europas: Wege der Dekolonisierung (Seminar)

Dozent/in: Ilsemargret Luttmann

Termin:
wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Angestoßen durch die vielen Bürgerinitiativen in Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie Macrons medial viel beachtete Kulturpolitik, nimmt das Thema des Umgangs mit dem kolonialen Erbe und der Anerkennung der kolonialen Schuld einen breiten Raum im gesellschaftspolitischen Diskurs ein. Hierbei geht es um ein gewaltiges Umdenken, denn bislang richtete sich unser Verständnis von Dekolonisierung allein auf die ehemaligen Kolonien, da deren Geschichte und die des Empire immer getrennt voneinander gedacht wurden. Der Hamburger Historiker Jürgen Zimmer sagt dazu: ‚Der Umgang mit dem kolonialen Erbe Europas ist eine der großen, wenn nicht die größte Identitätsdebatte unserer Zeit, und der Streit um koloniale Objekte ist nur ein Kapitel daraus.‘ In dem Seminar möchte ich anregen, das Thema der kolonialen Vergangenheit, ihrer Aufarbeitung und die Aufgabe der Dekolonisierung aus verschiedenen Perspektiven (Wissenschaft, Kunst und Praxis) zu beleuchten und für unser Denken und Handeln greifbar zu machen. Zum einen begeben wir uns in die aktuelle geschichtswissenschaftliche Debatte, wo es um die methodische und ideologische Frage der unterschiedlichen Kolonialgeschichten Europas und die Interpretation der kolonialen Fortschreibung in die heutige Zeit geht. - Auf der künstlerischen Ebene lassen sich viele Projekte im Bereich des Theaters, der Performance und der Malerei untersuchen, die es als ihre Aufgabe ansehen, Bewusstsein für die colonial legacy in den westlichen Gesellschaften zu schaffen. Welches Verständnis liegt diesen Produktionen zugrunde, und mit welchen Strategien arbeiten sie? – Und im öffentlichen Raum sind die praktischen Bürgerinitiativen anzutreffen, die Veränderungen im Stadtbild und in der Wahrnehmung ihrer Stadt bewirken wollen. Die Museen, insbesondere die ethnologischen Museen, stehen im Augenblick im Rampenlicht der Diskussion um die Dekolonisierung, da sie Artefakte aus den ehemaligen Kolonien beherbergen, deren Aneignung oftmals eine gewaltvolle Geschichte erzählen. Diese unterschiedlichen Ansätze sollen im Seminar nachvollzogen und in Beziehung zueinander gebracht werden.

Einführung in feministische Theorie - postkoloniale Perspektiven (Seminar)

Dozent/in: Simone Beate Borgstede

Termin:
wöchentlich | Freitag | 14:15 - 15:45 | 16.10.2020 - 29.01.2021 | C 12.010 | Beamer mit Ton

Inhalt: Dieses Seminar wird als Online-Seminar durchgeführt. Es führt Studierende in Ansätze feministischer Theoriebildung aus postkolonialen Perspektiven ein. Sie setzen sich kritisch mit Universalitätsansprüchen des 'westlichen' Feminismus und der Instrumentalisierung westlicher Emanzipationsvorstellungen zu kolonialen und postkolonialen Herrschaftszwecken auseinander. Im Fokus stehen die Problematisierung von Identitätspolitiken und Repräsentation. Die Texte analysieren historisch signifikante Machtverhältnisse wie Sklaverei und Kolonialismus. Darauf aufbauend werden rassistische und sexistische Diskurse gegenüber Muslimen und Geflüchteten wie zum Kopftuchverbot oder nach der Kölner Sylvesternacht 2015/16 diskutiert. Wir setzen uns sowohl mit theoretischen als auch literarischen Texten auseinander und beziehen Bild-, Ton- und Filmmaterial ein.

Enlightenments: German & Scottish (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Cheryce von Xylander

Termin:
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 12.010

Inhalt: It is well known that the Enlightenment thought of Immanuel Kant (1724-1804) drew heavily on the work of his Scottish contemporaries David Hume (1711-1776) and Adam Smith (1723-1790). Hume's empiricism and Smith's theory of political economy inform Kant's critical philosophy. Less well known is that the crossfertilisation of philosophical debate between Germany and Scotland played out in both directions. There was an intense engagement with Kantianism at the universities of Glasgow and Edinburgh that lasted through most of the 20th century. What is more, this vital culture of exchange was rooted in vigorous trade relations between the two countries. The port city of Königsberg -- where Kant lived and worked -- was profoundly shaped by the presence of Scottish merchants. This seminar situates a seminal nexus of Enlightenment thought, namely its German/Scottish co-production, in the context of material cultural interactions that are commonly overlooked in the history of philosophy. It also introduces you to the intellectual prehistory of a strategic partnership between the Leuphana University Lüneburg and the University of Glasgow.

Erzählliteratur der Berliner Republik (Vorlesung)

Dozent/in: Sven Kramer

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Die Geschichte der deutschsprachigen Literatur seit 1990 wurde noch kaum geschrieben, jedoch zeichnen sich bereits einige Tendenzen ab, die in der Vorlesung an ausgesuchten Werken einzelner Autorinnen und Autoren vorgestellt und diskutiert werden sollen. Als inhaltliche Schwerpunkte sind geplant: der Rückblick auf die DDR, die fortgesetzte Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Shoah sowie die transnationale Ausrichtung vieler Texte. Neben dem thematischen Zugang interessiert vor allem die jeweilige Schreibweise und damit die spezifische Literarizität der Werke. Gelegentlich wird dabei ein Blick auf die österreichische und schweizerische Literatur geworfen werden. Näher eingegangen wird auf die Literatur von Christa Wolf bis Günter Grass, Monika Maron bis Lutz Seiler, Elfriede Jelinek bis Abbas Khider.

Ethik der Digitalisierung (Seminar)

Dozent/in: Nils Ole Oermann

Termin:
wöchentlich | Freitag | 14:15 - 19:45 | 30.10.2020 - 20.11.2020 | C 12.006
Einzeltermin | Fr, 27.11.2020, 14:15 - Fr, 27.11.2020, 19:45 | fällt aus ! | Fällt aus!
wöchentlich | Freitag | 14:15 - 19:45 | 04.12.2020 - 11.12.2020 | C 12.006

Inhalt: Das Internet und ein zunehmendes Maß an Digitalisierung in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens verändert die Art wie wir lernen, Geschäfte machen, in Kontakt treten oder auch nur ein Taxi bestellen. Ob unser Leben dadurch besser oder schlechter wird – in jedem Fall wird es schneller, globaler und letztlich komplexer. Wenn Ethik Kants frage „Was soll ich tun?“ beantworten soll, wie passt dann ein Leben in Zeiten der Digitalisierung zu diesem ethischen Anspruch? Ändert sich etwas an seinem Wert und seinen Möglichkeiten druch die uns zur Verfügung stehenden Informationstechnischen Möglichkeiten. Ändert sich etwas an der Art, wie wir über Ethik nachdenken?

Geschriebene Reden - Gehaltene Reden (Seminar)

Dozent/in: Tore Langholz

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Immer mehr anonyme Akteure schalten sich über die Neuen Medien in öffentliche Diskurse ein. Übernimmt der Shitstorm bei Twitter das, was einst das Feuilleton leistete? Das Seminar analysiert die Medialität publizierter Reden, Äußerungen und Meinungen spezifischer Sprecher wie auch etwaige Verfehlungen ihrer Kommentatoren. Sofern möglich, sollen gehaltene Reden oder mündliche Äußerungen mit ihren schriftlichen Abfassungen verglichen werden. Die Assoziationspielräume zwischen Rede und Schrift sind nicht identisch. Untersucht werden entgleiste Debatten vor dem Siegenszug des Interenets – Phillip Jenninger, Martin Walser – genauso wie solche jüngeren Datums: Peter Sloterdijk, Björn Höcke, Mahmud Ahmadinedschad, Claus Kleber, Jan Böhmermann, Christian Drosten, Bill Gates u.a.

Humanoide Roboter. Zukünfte denken (Seminar)

Dozent/in: Thomas Christian Bächle

Termin:
Einzeltermin | Mi, 04.11.2020, 16:15 - Mi, 04.11.2020, 17:45 | C 12.013 | Hybrid-Veranstaltung
Einzeltermin | Mi, 11.11.2020, 16:15 - Mi, 11.11.2020, 17:45 | C 12.013 | Hybrid-Veranstaltung
Einzeltermin | Mi, 02.12.2020, 16:15 - Mi, 02.12.2020, 17:45 | C 12.013 | Hybrid-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 12.12.2020, 10:00 - Sa, 12.12.2020, 15:00 | W Aula | Präsenz, Workshop
Einzeltermin | Mi, 16.12.2020, 16:15 - Mi, 16.12.2020, 17:45 | C 12.013 | Hybrid-Veranstaltung
Einzeltermin | Mi, 06.01.2021, 16:15 - Mi, 06.01.2021, 17:45 | C 12.013 | online
Einzeltermin | Fr, 29.01.2021, 14:15 - Fr, 29.01.2021, 21:00 | C HS 2 (Umbau HS-Gang bis 31.12.22) S. Kommentar | gemeinsame Abschlusskonferenz des Formats Zukünfte denken
Einzeltermin | Sa, 30.01.2021, 09:30 - Sa, 30.01.2021, 14:30 | C HS 2 (Umbau HS-Gang bis 31.12.22) S. Kommentar | gemeinsame Abschlusskonferenz des Formats Zukünfte denken

Inhalt: Humanoide Roboter haben uns Menschen zum Vorbild. Sie können durch Mimik oder Gestik auf ‚natürliche‘ Weise mit uns kommunizieren, soziale Normen und Erwartungen deuten und darauf eingehen. Sie treten uns als vermeintlich soziale Wesen gegenüber, simulieren Verständnis, Intelligenz, emotionale Nähe oder Zuneigung. Diese Ähnlichkeit jedoch macht sie zu einer sehr umstrittenen Technologie. Heftig diskutiert werden etwa ihre Anwendung in der Pflege, ihr Einsatz in der Bildung und am Arbeitsplatz oder als käufliche soziale Gefährten. Die Studierenden werden im Rahmen des Seminars mit den häufig wertenden Diskursen und Imaginationen vertraut gemacht, die soziale und kulturelle Erwartungen an diese Technik genauso prägen, wie Entwicklungsziele der humanoiden Robotik oder politische Diskussion. Teil davon ist auch das anthropologische Wissen, das durch soziale Roboter oder „Emotion Analytics“ konstruiert und reproduziert wird - also ein Wissen darüber, wie wir Menschen denken, handeln oder fühlen (sollen).

Identité nationale française et Union européenne (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Marie Rotkopf

Termin:
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 15:45 | 16.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Quand nous pensons à nos voisins français, il semble qu'il soit très facile d'en faire un portrait. Que ce soit par la gastronomie (le vin, le fromage et la baguette), par l'histoire (liberté, égalité, fraternité) ou encore par le comportement social (rebelle, toujours en grève), nos „stéréotypes“ viennent rapidement à l'esprit. Mais qui est réellement le Français d'aujourd'hui ? Pourquoi se voit-il comme français et comment se définit son sentiment d'identité nationale ? Et qu‘en est-il d‘ailleurs de l‘identité nationale allemande, puisqu’une identité se définit en miroir ?  Quelles sont les conséquences du contexte international actuel (globalisation, Union Européenne) sur le sentiment d'identité nationale ? Est-il encore d'actualité ou appartient-il déjà à l'Histoire ?  Nous nous intéresserons à trois crises actuelles, qui ne so++nt pas sans rapport les unes avec les autres : - Les Gilets Jaunes : remise en cause du système néo-libéral global et européen ainsi que renforcement de l'identité et de la spécificité nationale française - La crise du Coronavirus : démonstration de la validité des questionnements des Gilets Jaunes - La remise en question de l'Union Européenne et de l'invention de"l'identité européenne" : comment la crise du Coronavirus reflète le projet néolibéral et obsolète de l'Union Européenne, pourtant toujours remis à l‘ordre du jour.  Finalement, comment définir une „souveraineté européenne“ qui n‘existe pas. Nous essayerons de répondre à ces questions tout au long du semestre aussi bien à travers l'analyse de documents divers (textes, articles, vidéos...). Nous porterons également la discussion sur une définition plus générale de l’identité et nous réfléchirons au rôle que joue l‘histoire, la langue, la culture dans la définition de cette identité. Notre réflexion reposera sur les théories développées au sujet de l’identité d’une communauté (Ernest Renan, Benedict Anderson) et ce, à travers les travaux de synthèse effectués par Anne-Marie Thiesse (CNRS), entre autres.  Emmanuel Todd, comme chef de file d‘une réflexion sur la souveraineté du peuple, nous intéressera particulièrement afin de travailler sur les liens entre démocratie et identité nationale, ainsi que de plus jeunes essayistes telle Coralie Delaume. Les étudiants seront amenés à s’interroger au sujet de ces concepts et de leur pertinence dans le monde d’aujourd’hui.

In-between. Schreiben als ästhetische und reflexive Praxis zwischen Literatur und Philosophie (Seminar)

Dozent/in: Sarah Scheibenberger

Termin:
Einzeltermin | Fr, 13.11.2020, 14:15 - Fr, 13.11.2020, 19:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 14.11.2020, 09:15 - Sa, 14.11.2020, 19:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 27.11.2020, 14:15 - Fr, 27.11.2020, 19:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 28.11.2020, 09:15 - Sa, 28.11.2020, 19:00 | Online-Veranstaltung

Inhalt: In seinem Buch „Stanzen. Wort und Phantasma in der abendländischen Kultur“ (1977) identifiziert der italienische Philosoph Giorgio Agamben die abendländische Kulturgeschichte als die „einer Spaltung zwischen Poesie und Philosophie, zwischen dichterischem Wort und denkendem Wort“. Der von Agamben zitierte Platonische Topos einer Feindschaft zwischen Literatur und Philosophie steht jedoch im Kontrast zu einer tatsächlichen Fülle sprachlicher Darstellungsweisen auf der Grenze zwischen Philosophie und Literatur, Theorie und Kunst. Gegenstand des Seminars sind Schreib- und Denkweisen dieses ‚Dazwischens‘, die auf ihr ästhetisches, reflexives, kritisches und auch ethisch-politisches Potential hin befragt werden. Im Essayismus disziplinärer GrenzgängerInnen wie Friedrich Nietzsche, Walter Benjamin, Roland Barthes oder Siri Hustvedt wird beispielsweise durch die Mobilisierung sinnlicher Aspekte von Sprache und Schrift das Medium der Darstellung selbst sichtbar zu machen versucht, wodurch sie zur Erfahrung der Medialität unseres Wahrnehmens und Erfahrens, Erkennens und Handelns, und sogar ihrer möglichen Neumodellierung anleiten können. In textnaher Auseinandersetzung mit in Grenzbereichen angesiedelten AutorInnen und Schreibweisen und mit aktuellen Theoriemodellen auf der Schnittstelle von Philosophie, Literaturwissenschaft und Medienästhetik (u.a. Agamben, Butler, Mersch, Busch) wird die Frage nach der literarischen Form des Philosophierens und der spezifischen Erkenntnisfunktion von Literatur transdisziplinär verhandelt und in den Horizont einer Ästhetik und Ethik von Experiment, Heuristik und Hybridisierung als eines fluiden 'In-between' eingebettet.

Joseph Conrads 'Herz der Finsternis' - eine kritische Neubegegnung (Seminar)

Dozent/in: Felix Lösing

Termin:
14-täglich | Freitag | 12:15 - 15:45 | 16.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Joseph Conrads ‚Herz der Finsternis‘ ist fest im westlichen Literaturkanon und in der (Pop)Kultur verankert. Auch weit mehr als ein Jahrhundert nach seiner Erstveröffentlichung im Blackwood’s Magazine 1899 ist die Novelle allgegenwärtig – ob als Blaupause für Francis Ford Coppolas Apocalypse Now, im Refrain eines Gang of Four Songs, im Titel einer Simpsons Episode, in einer Szene von Peter Jacksons King Kong-Remake oder im Computerspiel Far Cry. Doch auch Historiker*innen empfehlen die Erzählung als Einblick in die afrikanische Kolonialgeschichte, und Journalist*innen sehen in ihr eine visionäre Beschreibung des modernen Afrikas – im europäischen Diskurs hat sich das ‚Herz der Finsternis‘ längst zur Metapher eines ganzen Kontinents verfestigt. Vordergründig eine psychologische Parabel über die mächtigen Begierden und brutalen Instinkte, die unter dem dünnen Schleier zivilisierten menschlichen Verhaltens schlummern, entfaltet Conrads Werk auch eine explizit politische Dimension. Schon zeitgenössische Leserinnen und Leser sahen in ihm eine Missbilligung der Brutalität europäischer Kolonialherrschaft, und noch heute wird Conrad für seine schonungslose Darstellung imperialer Gewalt gelobt. Doch afrikanische und postkoloniale Intellektuelle kritisierten den Autoren ebenso vehement für seine rassistische Darstellung von Afrikanerinnen und Afrikanern. Ohne Frage bleibt die Novelle nicht nur eines der meist gelesenen, sondern am kontroversesten diskutierten Werke der englischsprachigen Literatur. Wo liegen die Gründe für diese Vielschichtigkeit des ‚Herz der Finsternis‘ und seiner Wirkmächtigkeit bis heute?

Philosophische Geschlechtertheorien (Seminar)

Dozent/in: Charlotte Nóra Szász

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 14.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Viele geisteswissenschaftliche Disziplinen beschäftigen sich heute mit Geschlechterfragen und Geschlechterbegriffen. Allen voran die Gender Studies. Dass sich die Philosophie damit beschäftigt, ist aber eher selten. Das führte unter anderem dazu, dass wichtige Theoriestränge, wie die Gender Studies sich von der klassischen Philosophie abgespalten habe, die sie zu ihrer Erneuerung dringend gebraucht hätte. Um einem Aktualitätsverlust entgegen zu wirken, soll sich in diesem Seminar mit philosophischen Geschlechtertheorien beschäftigt werden. Dazu werden wir chronologisch verschiedene Texte der Philosophiegeschichte lesen und sie auf ihre Konzeption von Geschlechtlichkeit hin untersuchen. Die Arbeitshypothese ist, dass die meisten kanonischen Texte als wissendes und forschendes Subjekt ein männliches Subjekt voraussetzen. Die Argumentationsrekonstruktion soll mit Hinblick auf den geschichtlichen Kontext der Texte und Autoren nachvollzogen werden: Wann und wie taucht das Problem der Geschlechtlichkeit in der Geistesgeschichte auf? Was ist der Kontext, in dem die Frage nach Geschlechtlichkeit auftaucht? Nicht zuletzt soll die Kontextbezogenheit der Lektüre uns helfen herauszufinden, wo und warum die Geschlechtlichkeit ihren Platz in Debatten der Gegenwart gefunden hat.

Philosophy of Catastrophe (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Cheryce von Xylander

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 16:15 - 17:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 12.010

Inhalt: When catastrophe strikes it is too late; events will run their course and cause untold suffering. Therefore, the time to avert the looming threat of catastrophe is in advance. Yet, it is in the nature of the problem that its exact contours are unknown. How to mitigate against a disaster whose perceived likelihood is a matter of interpretation? The human mind is notoriously weak on risk assessment and, as it happens, this very weakness is a massive contributing factor to the devastations wrought by catastrophes throughout history. What is more, some catastrophes are rooted in the destructive force of imagination itself. Despite its cataclysmic impact, catastrophe has also served as motor of cultural progress. This paradoxical effect has fascinated playwrights and philosophers since antiquity. Given the looming "climate catastrophe" and in the sobering aftermath of pandemic, the ancient wisdom surrounding this phenomenon could hardly be more apposite.

Speaking with Women Artists: Visualities, Actions and Affections (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Luisa Ribeiro Telles

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 14.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung | Projector and sound boxes, chairs to a maximum of 40 people.

Inhalt: How to reread art history in a less oppressive and discriminatory way in terms of gender? So that narratives become more plural, all stories need to be told: this seminar is therefore a space for reading the writings of women artists, and debating their works. The meetings are open to presenting proposals based on women artists and all non-binary, fluid and non-normative sensitivities. By reading their statements, we will explore together paintings, films, sculptures, performances and photos through their point of view. The artists we will speak with come from the north and the global south, and have worked at XX Century or are still active in the contemporary. The Seminar is structured around these three main topics: Performing the body, class and gender relations; Anti-colonial struggles, historical archives, memory and hegemonic narratives & Identity, sexuality and independence in Latin America. We will count on a guest lecture by professor Dr. Astrid Mania, and artist talks by Elina Saalfeld, Marian Van Bodegraven and Dr. Flávia Vieira.

Wie sind Subjekte in einer objektiven Wirklichkeit möglich? (Seminar)

Dozent/in: Nils Ole Oermann, Johannes Soukup

Termin:
Einzeltermin | So, 18.10.2020, 13:00 - So, 18.10.2020, 20:00 | C 40.501
Einzeltermin | Sa, 24.10.2020, 10:00 - Sa, 24.10.2020, 18:00 | C 40.606
Einzeltermin | So, 25.10.2020, 10:00 - So, 25.10.2020, 18:00 | C 40.501

Inhalt: Philosophie des Geistes Ich glaube, dass die Philosophie des Geistes heute das wichtigste Gebiet innerhalb der Philosophie darstellt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen etwa folgende Fragen: Was verstehen wir unter Wirklichkeit? Müssen wie sie uns dualistisch oder monistisch vorstellen? Was bedeutet die Subjekt-Objekt-Spaltung? In welchem Sinne sind die Ergebnisse der exakten Wissenschaften objektiv? Sind sie wahr? Was macht ein Subjekt zum Subjekt? Sind Subjekte spezielle Objekte? Gibt es eine objektive Realität? Ist eine Ethik von Individuen nicht in sich widersprüchlich?. . . Von der Philosophie des Geistes führt ein unmittelbarer Weg zu den heute brennenden Fragen sowohl der Wirtschafts- und Medizinethik, als auch der Solidargemeinschaft und der Neurologie; deswegen scheint mir das Thema für einen einführenden Kurs sehr geeignet.