Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Besser geht’s nicht! Oder: Leibniz war kein Butterkeks. Kritische Begegnungen mit Gottfried Wilhelm Leibniz und der besten aller möglichen Welten. (Seminar)

Dozent/in: Thomas Kück

Termin:
wöchentlich | Freitag | 08:15 - 09:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 16.109/110

Inhalt: „Besser geht’s nicht“ oder „Leibniz war kein Butterkeks“ (Michael Schmidt-Salomon) sind Zitate über den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz. Er war einer der großen Philosophen der frühen Aufklärungszeit. Einer, der auf allen Gebieten der damaligen Wissenschaft auf der Höhe der Zeit war. Einige meinen sogar, er sei der letzte Universalgelehrte überhaupt gewesen. In einem seiner Bücher schreibt er, diese Welt sei die beste aller möglichen Welten. Besser geht’s nicht! Dafür wurde er ebenso berühmt wie verspottet. Wie kam er dazu, so etwas zu behaupten? Es gab doch schon zu seiner Zeit genug Leid und Elend, die alles andere als bestens waren. Dennoch: Mit diesem Satz hat er Geschichte geschrieben und bleibende Bedeutung gewonnen. Und heute? Wie beurteilen Studierende die Behauptung von der besten aller möglichen Welten? Lässt sich dieser Satz überhaupt noch aussprechen nach den harten Entbehrungen der Corona-Semester, mit der schlimmen Kriegslage in Europa und der drohenden Klima-Krise weltweit? Darum soll es in diesem Seminar gehen: Texte von Leibniz lesen und ihn in seiner Zeit zu verstehen suchen, weiteres Material erschließen und vor allem eigene Fragen stellen, um Leibniz kritisch zu begegnen und das eigene Weltverständnis zu schärfen.

Cultures of Critique (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Tony Waters

Termin:
Einzeltermin | Fr, 21.10.2022, 10:15 - Fr, 21.10.2022, 11:45 | C 14.203
Einzeltermin | Fr, 28.10.2022, 10:15 - Fr, 28.10.2022, 11:45 | C HS 3
Einzeltermin | Fr, 04.11.2022, 10:15 - Fr, 04.11.2022, 11:45 | C 14.203
Einzeltermin | Fr, 11.11.2022, 10:15 - Fr, 11.11.2022, 11:45 | C 14.203
Einzeltermin | Fr, 18.11.2022, 10:15 - Fr, 18.11.2022, 11:45 | C 14.203
Einzeltermin | Fr, 25.11.2022, 10:15 - Fr, 25.11.2022, 11:45 | C 14.203
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 02.12.2022 - 03.02.2023 | C 12.102

Inhalt: This seminar will ask students to read classic and contemporary texts which are critiques of the social world. Underneath this is a question, “What type of culture leads to what type of critique?” Critique has of course been practiced for centuries, so we will start with the “classics” of the modern era. Three such classics I can think of for understanding enduring questions include writings by Mary Wollstonecraft, Adam Smith, and Friedrich Engels. Wollstonecraf wrote about gender, and Smith and Engels about political economy. We can of course discuss others, as well. After that I look forward to exploring how other books explore cultural questions in the twentieth and twenty-first centuries. This is the first time I’ve organized a “cultures of critique” seminar, so I am looking for new ideas about what a “culture of critique” can be. For now, I’ve organized the seminar into four sub-units, including the following. I look forward to your thoughts and ideas about these readings.. Classics (weeks 1 to 3) Microsociology (weeks 4-6) Modernity and its Discontents (weeks 7-11) Social Ecology (weeks 12-14)

Ethik der Digitalisierung (Seminar)

Dozent/in: Nils Oermann

Termin:
wöchentlich | Freitag | 14:15 - 17:45 | 21.10.2022 - 25.11.2022 | C 11.319
Einzeltermin | Sa, 05.11.2022, 10:00 - Sa, 05.11.2022, 16:30 | C 11.319
Einzeltermin | Sa, 19.11.2022, 10:00 - Sa, 19.11.2022, 16:30 | C 11.319

Inhalt: Das Internet und ein zunehmendes Maß an Digitalisierung in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens verändert die Art wie wir lernen, Geschäfte machen, in Kontakt treten oder auch nur ein Taxi bestellen. Ob unser Leben dadurch besser oder schlechter wird – in jedem Fall wird es schneller, globaler und letztlich komplexer. Wenn Ethik Kants frage „Was soll ich tun?“ beantworten soll, wie passt dann ein Leben in Zeiten der Digitalisierung zu diesem ethischen Anspruch? Ändert sich etwas an seinem Wert und seinen Möglichkeiten druch die uns zur Verfügung stehenden Informationstechnischen Möglichkeiten. Ändert sich etwas an der Art, wie wir über Ethik nachdenken?

Guest, barbarian or subject with equal rights? 'The refugee' in the history of 'Western' political ideas. (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Simone Borgstede

Termin:
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 21.10.2022 - 28.10.2022 | C 12.102
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 04.11.2022 - 03.02.2023 | C 12.001

Inhalt: The seminar discusses concepts of ‘the refugee’ in the history of ‘Western’ political ideas over a period of about 2,750 years. We will try to understand these concepts as historically distinct. We will also analyze the powerful effects of related stereotypes and images. We will start by discussing concepts of textual and discourse analysis. Then we will read and contextualize philosophical, sociological, juridical, literary and political texts. In the second part of the seminar we will use the patterns we found in this process of analyzing to understand actual discourses on flight and migration. One aim is also to recognize alternative representations in the articulations and practices of the refugees themselves.

Hauptwerke deutschsprachiger Erzählprosa seit 1989 (Vorlesung)

Dozent/in: Sven Kramer

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 18:15 - 19:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C HS 4

Inhalt: Obwohl das Ende des Kalten Krieges schon länger als dreißig Jahre zurückliegt, steht die Geschichtsschreibung der deutschsprachigen Literatur seit 1989 noch am Beginn. Mit der zeitlichen Distanz, in die die Gegenwartsliteratur langsam einrückt, wird die Frage relevant, welche Werke über den Tag hinaus bleiben werden. In der Ringvorlesung erläutern Literaturwissenschaftler:innen, welchen Prosatexten sie zutrauen, ihre Aktualität über den Tag oder die Saison hinaus zu bewahren. Pro Sitzung stellen sie einen Text vor und begründen, warum er nicht in Vergessenheit geraten sollte. Sie formulieren Vorschläge für einen künftigen Kanon – aber nicht, um bestimmte Lektürevorgaben autoritär durchzusetzen. Vielmehr geht es dabei um die nicht vergehende Brisanz in den Werken, die allerdings ganz unterschiedlich aufgefasst werden kann, etwa als inhaltlich Unabgegoltenes oder als formal Wegweisendes. Im Spiegel der Literatur können dann einige die eigene Zeit umtreibende, zukunftsweisende Themen herauspräpariert werden. Deshalb fragt die Vorlesung: Welche Werke sollten weiter gelesen werden?

Japan in Deutschland (Studierendengruppe aus Hosei) (Seminar)

Dozent/in: Annett Röper-Steinhauer, Anja Stegert

Termin:
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 5.325

Inhalt: Japan in Deutschland: Wie wird japanische Kunst und Kultur in Deutschland ausgestellt und wahrgenommen? Teezeremonie, Farbholzschnitt, Porzellan, Bento Box, Mangas und Mode...japanische Kunst und Kultur ist in deutschen Museen in vielfältigen Formen gegenwärtig. Seit wann besteht dieses Interesse an japanischer Kunst, wer hat die Werke gesammelt und wie werden sie präsentiert? Wie hat dieses Interesse an ostasiatischer Kultur gewirkt und wie hat sich im Laufe der Zeit ihre Rezeption gewandelt? Dies sind einige der Fragen, denen wir in diesem Seminar nachgehen werden. Im Verlauf des Seminars sind zwei Exkursionen geplant: Der Besuch des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum Berlin, sowie der Sammlung Ostasien im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Als Prüfungsleistung fertigen die Teilnehmenden zwei schriftliche Exkursionsberichte an. Außerdem werden die Exkursionen von den Studierenden fotografisch dokumentiert und die Fotos abschließend hochschulöffentlich in einer Ausstellung präsentiert.

Körper Stimme Raum - Singen als emanzipatorische Praxis? (Seminar)

Dozent/in: Kristin Drechsler

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 19.10.2022 - 02.11.2022 | C 14.202
Einzeltermin | Mi, 09.11.2022, 14:15 - Mi, 09.11.2022, 15:45 | C 16.129
wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 16.11.2022 - 03.02.2023 | C 14.202

Inhalt: "I always think […] that each of our voices has many voices within it, so I think that within my voice I have male, female, I have young, old, middle aged, I have animal, vegetable, mineral, you know, I have landscape, I have cityscape within my one instrument, and I think that all of us actually have that." MEREDITH MONK, The Composer’s Voice Singen ist nicht allein Ausdruck der ‚eigenen‘ Stimme, der jeweiligen (musikalischen) Sozialisation, sondern birgt in sich Momente des Überschusses, der Fremdheit und bildet insofern eine Art ‚Riss‘ im Erleben. Es kann gesellschaftliche Normierungen und Grenzen erfahrbar machen - und verschieben? Diese Perspektive auf das Singen wird in unterschiedlichen künstlerischen Positionen (z.B. Meredith Monk, Diamanda Galas, Alfred Wolfsohn & Roy Hart) der Moderne thematisch, die Anlass bieten, die Frage nach einem emanzipatorischen Potenzial des Singens zu stellen. Aber auch Protestsongs, wie zum Beispiel Strange Fruit von Billie Holiday oder Mississippi Goddam von Nina Simone sind Zeugnisse eines Versuchs den Status Quo zu durchbrechen. Im Seminar werden wir uns zum einen konkrete Beispielen einer 'Gegenkultur' zuwenden, in der Musik immer auch Ausdruck eines Protests ist. Zugleich beleuchten wir die Stimme und im Besonderen das Singen aus einer phänomenologisch-philosophischen Perspektive und denken darüber nach, was Singen zum Beispiel im Gegensatz zum Sprechen ausmacht. Hierbei bildet die begriffliche Trias Körper, Stimme, Raum die Folie, vor deren Hintergrund wir uns dem Phänomen des Singens annähern werden. Wie sich zeigen wird, konturieren diese drei Bereiche sich wechselseitig und lassen sich nicht losgelöst voneinander betrachten: Als leibliche Erfahrung ermöglicht Singen einerseits in Kontakt mit dem Vielklang der ‚eigenen‘ Stimme zu kommen, wobei zugleich der (politische) Raum und die Situation, in der wir uns befinden, erfahrbar/hörbar werden. Ob und inwiefern von einem emanzipatorischen Potenzial gesprochen werden kann, wollen wir gemeinsam im Laufe des Semesters erkunden.

North American Studies Meets the Humanities (FSL) (Modul 4, Profil NAS) (Seminar)

Dozent/in: Deborah Steinborn, Sabrina Völz

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 5.311

Inhalt: In this module, we explore various aspects of culture and literature by critically discussing authentic cultural texts, such as literary works, news articles, and films. We study North American culture, its institutions, and contemporary discourses. This semester, we focus on various themes (e.g. news writing and reporting, enacting social change as well as journalism) and cultural contexts through the interdisciplinary lenses of the liberal arts, e.g. ethnic studies, identity construction, and ethics. Students will also learn about and practice aspects of journalism. We are very lucky to have Anne Nelson (Columbia University Professor, writer, and journalist) as a guest lecturer as part of our seminar this semester.

Pflanzen in der Kunst (Seminar)

Dozent/in: Angela Breidbach

Termin:
Einzeltermin | Fr, 28.10.2022, 14:15 - Fr, 28.10.2022, 18:00 | C 5.325
Einzeltermin | Fr, 02.12.2022, 14:15 - Fr, 02.12.2022, 18:00 | C 14.102a
Einzeltermin | Sa, 03.12.2022, 10:00 - Sa, 03.12.2022, 18:00 | C 14.102b
Einzeltermin | Fr, 13.01.2023, 14:15 - Fr, 13.01.2023, 18:00 | C 5.325
Einzeltermin | Sa, 14.01.2023, 10:00 - Sa, 14.01.2023, 18:00 | C 5.325

Inhalt: In Zeiten des Klimawandels und eines geschärften Umweltbewusstseins nimmt das Seminar das Verhältnis der Bildenden Kunst zur Welt der Pflanzen in den Blick: Die Seminarstunden widmen sich einzelnen Epochen der Kunst und ihren Vorstellungen und Absichten Pflanzen gegenüber: Das sind Paradiesvorstellungen in der Renaissance, Vanitasdarstellungen und Wunderkammersammlungen im Barock, enzyklopädische Ordnungen in der Aufklärung oder die Rückkehr zur Natur in der Romantik. In der Moderne werden Pflanzen in ihrer Erscheinung durch Farben und Kontraste wahrgenommen, in heutigen Umwelten, in denen Pflanzen Nutzen bringen sollen oder uns schlicht fehlen, kommen pflanzenrechtliche Aspekte ins Spiel. Anhand der erworbenen geschichtlichen Kenntnisse werden wir diese kritischen und utopischen Positionen in der Gegenwartkunst untersuchen. Das Medium, an dem wir uns orientieren, sind die Bilder selbst. Methodisch im Vordergrund steht die ikonografische und ikonologische Werkanalyse, nach Panofsky. Der Erwerb von Kenntnissen über die Epochen befähigt zur Frage, welche künstlerische Absicht sich darin jeweils mit dem Topos der „Pflanzen“ verbindet. Die Studierenden werden angehalten, Naturbegriffe früherer Epochen mit den eigenen Lebenswelten in Verbindung zu bringen, um Nähe und Distanz der ästhetischen Konzepte auszuloten {theoretischer Teil). Zu den methodischen Formen gehören auch Kompositionsstudien und zeichnerische Strukturanalysen (praktischer Teil).

Queer History in Germany (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Ben Trott

Termin:
wöchentlich | Montag | 18:15 - 19:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.013
Einzeltermin | Di, 20.12.2022, 16:15 - Di, 20.12.2022, 18:00 | C 40.601 | C 40.601

Inhalt: This seminar provides students with an introduction to queer history in Germany. It begins with an exploration of the theories of sexuality (including but not limited to homo- and bi-sexuality), developed by sexologists, psychiatrists, psychoanalysts and activists in German-speaking countries, including Karl Heinrich Ulrichs, Richard von Krafft-Ebing, Sigmund Freud and Magnus Hirschfeld. Attention is paid to the ways in which their understandings of sexuality were often caught up with theories of gender, and how these ideas and arguments have been variously embraced, critiqued, modified or rejected in recent Queer and Transgender Studies scholarship. The seminar explores the relationship between theories of male and female (homo-)sexuality, and between gay male and lesbian sexual cultures around the beginning of the twentieth century. Attention is also paid to the German colonial context that shaped the theories of gender and sexuality and the forms of activism circulating in this period. Students will study the criminalisation of (male) homosexuality through Paragraph 175 of the criminal code, and the resistance to the various forms that this criminalisation took in the German Empire, the Weimar Republic, the National Socialist period, in the German Democratic Republic (GDR) (including via Paragraph 151 of its own criminal code) and in the Federal Republic of Germany both before and after reunification. While Paragraph 175 officially targeted male homosexuality, students will also explore the persecution of lesbian and other women throughout this period, as well as ongoing struggles to incorporate this history within efforts to commemorate and memorialize lesbian, bisexual and queer women. Finally, the seminar examines the emergence and development of LGBT+, gay liberation, lesbian feminist, queer and trans movements from the 1970s onwards, in both the GDR and the Federal Republic. This entails exploring: the relationship between these movements and other political currents, and particularly those of the New Left.

Recht und Moral: Philosophische Debatten zu einem ambivalenten Verhältnis (Seminar)

Dozent/in: Alexander Stark

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.107 | C 12.107

Inhalt: Das Verhältnis von Recht und Moral zählt zu den klassischen Themen der Rechtsphilosophie. Inwieweit moralische Normen das Recht prägen bzw. prägen sollten, wirft auch in der Gegenwart zahlreiche Fragen auf. In dieser Veranstaltung werden wir uns sowohl mit theoretischen als auch mit praktischen Fragen dieses ambivalenten Verhältnisses beschäftigen: Welche Bedeutung kommt der Moral für den Begriff, die Geltung und die Verbindlichkeit von Recht zu? Verlieren beispielsweise Rechtsnormen ihre Geltung, wenn sie – wie Rechtsnormen im Nationalsozialismus – in eklatanter Weise ungerecht sind? Inwieweit hängt die Beantwortung dieser Fragen davon ab, was unter „Moral“ zu verstehen ist? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten bestehen zwischen moralischen Normen und rechtlichen Normen? Stellt ziviler Ungehorsam in Form von rechtswidrigem Klimaaktivismus eine gerechtfertigte Protestform dar, um auf moralische Anliegen aufmerksam zu machen? Inwieweit wirkt Moral auf die Interpretation und Anwendung von Recht ein?

Russian/Soviet/Postsoviet-German Literary Transfers (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Victor Jerofejew, Sven Kramer

Termin:
14-täglich | Montag | 16:15 - 19:45 | 24.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.103

Inhalt: Since the Russian assault on the Ukraine, German-Russian relations have almost come to a standstill. In this situation, the seminar aims at re-evaluating Russian/Soviet/Postsoviet-German cultural – i.e. literary – transfers in the 20th century, moving forward into our times. We will discuss texts and ideas put forward by well-known writers like Fyodor Dostoevsky, Rainer Maria Rilke, Lou Andreas-Salomé, Thomas Mann, Walter Benjamin, followed by contemporary authors Victor Jerofejew and Katja Petrowskaja. We will consider strong connections and fruitful exchanges between both cultures, as well as deep rifts. The seminar will be co-taught by Russian writer Victor Jerofejew, who left Moscow when the war started, and who hasn't yet returned to his native country. We will thus engage in a transcultural dialogue. Our conversations will be held in English, however, papers may be handed in in German as well. Please find a preliminary syllabus under "Material".

Was ist gute Literatur? Literatur und Wertung (Seminar)

Dozent/in: Sven Kramer

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.101

Inhalt: Können wir gute Literatur von schlechter unterscheiden? Können wir, über subjektive Maßstäbe hinaus, auch objektivierbare verteidigen? Und wenn diese zugrunde gelegt werden: Kann in jedem Fall ein Konsens über den bewerteten Text erreicht werden? Diese Fragen sollen erstens mit Blick auf die Theorie der Bewertung von literarischen Texten vergegenwärtigt, zweitens an literarischen Texten erprobt und drittens mit Hilfe der von den Vortragenden der Ringvorlesung "Hauptwerke deutschsprachiger Erzählprosa seit 1989" angebrachten Wertungen und Argumente überprüft werden. Der Besuch der Ringvorlesung ist deshalb erwünscht.

Zur Geschichte von Wahrheit und Lüge (Seminar)

Dozent/in: Patrick Oelze, Nils Oermann

Termin:
Einzeltermin | Fr, 21.10.2022, 18:15 - Fr, 21.10.2022, 20:45 | C 14.102b
Einzeltermin | Fr, 02.12.2022, 14:15 - Fr, 02.12.2022, 17:45 | C 14.102b
Einzeltermin | Sa, 03.12.2022, 10:15 - Sa, 03.12.2022, 17:45 | C 40.108
Einzeltermin | So, 04.12.2022, 10:15 - So, 04.12.2022, 17:45 | C 14.102b

Inhalt: Im Seminar wird ein Überblick über die sich wandelnden Bedeutungen von Wahrheit und Lüge in der Geschichte gegeben. Welche Kriterien wurden zu unterschiedlichen Zeiten angelegt, um Wahrheit und Lüge zu unterscheiden? Mit welchen Instrumenten wurde diese Unterscheidung getroffen? Welche Begriffe von Aufrichtigkeit und Verstellung, Originalität und Falschheit finden wir in unterschiedlichen historischen Epochen? Und wie wurden Wahrheit und Lüge jeweils moralisch bewertet und sanktioniert? Diese Fragen werden anhand konkreter historischer und aktueller Beispiele aus Wissenschaft, Kunst, Recht, Ökonomie, Literatur, Medien und Politik diskutiert. Literaturliste: Maria Bettetini, Eine kleine Geschichte der Lüge. Von Odysseus bis Pinocchio, Berlin 2003. Karl Corino (Hg.), Gefälscht! Betrug in Politik, Literatur, Wissenschaft, Kunst und Musik, Frankfurt /Main 1990. Rainer Erlinger, Warum die Wahrheit sagen? Berlin 2019. Michel Foucault, Die Wahrheit und die juristischen Formen, Frankfurt/Main 2003, S. 52-101. Grete de Francesco, Die Macht des Charlatans, Basel 1937. Georg Simmel, Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung, Frankfurt/Main 1992, S. 388-395. Nils Ole Oermann, Anständig Geld verdienen?: Eine protestantische Wirtschaftsethik, Herder Spektrum, Band 6571, Neuauflage November 2014 Nils Ole Oermann, Wirtschaftsethik: Vom freien Markt bis zur Share Economy C.H.Beck; Auflage: 1 (Februar 2015)