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Courses

Form und Erfahrung: Film und das Melodramatische
Melodram – dieser Begriff weckt Assoziationen mit Filmen aus den 1930er- bis 1950er-Jahren, die sich durch hohe Dramatik und emotionalen Exzess auszeichnen; Tränen, übertriebenes Schauspiel und ein weibliches Publikum. Auch wenn einige der Filme in diesem Kurs dieser Beschreibung zu entsprechen scheinen, werden wir uns dem Melodram nicht als Genre, sondern als einer Frage nähern, die das gesamte Kino betrifft. Wir werden das Melodramatische sowohl als modernen (und modernistischen) Stil als auch als einen Modus bzw. eine Methode untersuchen, die konkrete historische Erfahrungen vermittelt. Dieser melodramatische Modus zeichnet sich durch reine Sichtbarkeit, äußere Zeichen und eine Konzentration auf Gestik und Bildarrangement aus. Als Vehikel für Erfahrungen steht der melodramatische Modus nicht im Gegensatz zum Realismus , sondern ist dessen integraler Bestandteil.
Der Kurs konzentriert sich zunächst auf das klassische Melodram und wird dann auf eine Vielzahl von Filmen von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart ausgeweitet. Die Filme dienen als Grundlage für kritische Analysen und theoretische Diskussionen, die sich mit den ideologischen Funktionen des narrativen Kinos, dem Realismus, dem Verhältnis zwischen Rasse, Geschlecht und Genre, nationalem und transnationalem Kino, Zuschauerschaft, digitalem Kino sowie Fragen der Autorschaft befassen.
Next appointment:
Monday, 2026-10-12 at 14:15
How do films make us laugh, cry, cringe, or desire? Why do we enjoy this experience? And what do the answers to these questions tell us about film as a medium and practices of watching movies? What do they tell us about ourselves?

In this course, we will look at a wide variety of genres to think about emotional and physical responses to film as time-based medium. How does our affective, emotional and moral engagement in a film differ from engagement with reality? Does it? Do frameworks of reception - movie theater, computer, handheld devices - matter? What role do temporal modulations play in evoking feelings – rhythm, delay, agnition, acceleration, slow-motion, etc.? What is the relationship between attention and distraction in our attitudes?

Films we will discuss range from recent drama and comedy (Blue Valentine, Toni Erdmann, Magic Mike) to classical melodrama (Imitation of Life); from Charlie Chaplin and Buster Keaton to contemporary cringe TV (Fleabag, I love Dick); from early (Nosferatu) to recent (The Descent) horror; and from experimental cinema (Fuses) to recent global art cinema (Anatomy of a Fall).

Next appointment:
Thursday, 2026-10-15 at 09:45
Room: HMS