Course Schedule

Veranstaltungen von Prof.in Dr.in Birte Siem


Lehrveranstaltungen

Experimentalforschung in der Sozialpädagogik (Seminar)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 3.121 Seminarraum

Inhalt: Das Experiment gilt in vielen Bereichen der Sozialforschung als methodischer „Goldstandard“, um Ursache-Wirkungszusammenhänge untersuchen zu können. In diesem Seminar werden wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen der experimentellen Methodik für sozialpädagogische Fragestellungen auseinandersetzen. Dazu werden wir uns zunächst mit den grundlegenden Begrifflichkeiten und Herausforderungen der Experimentalforschung vertraut machen und zentrale Kriterien zur Einschätzung der methodischen Güte eines Experiments kennenlernen. Wir werden dann am Beispiel der evidenzbasierten Praxis und Wirksamkeitsforschung einen kritischen Blick auf die Anwendbarkeit der Experimentallogik auf verschiedene sozialpädagogische Fragestellungen werfen. In einem weiteren Teil des Seminars werden wir das Lesen und kritische Beurteilen von Experimentalstudien anhand ausgewählter Originalarbeiten üben. Gegen Ende des Seminars werden von den Studierenden (in Kleingruppen) (selbst-)ausgewählte Experimentalstudien in Form studentischer Präsentationen vorgestellt und im Plenum kritisch diskutiert.

Psychologische Ansätze zur Reduzierung von Vorurteilen (SBP) (Vorlesung)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C HS 5

Inhalt: Ansätze zur Reduzierung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung werden mittlerweile standardmäßig in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen (z.B. im Bildungsbereich, in Arbeits- und Organisationskontexten) eingesetzt und gerade im letzten Jahrzehnt so stark beforscht wie nie zuvor. Doch werden sie den in sie gesetzten Erwartungen gerecht? In der Veranstaltung wird der Frage nachgegangen, welche psychologischen Ansätze zur Reduzierung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung bzw. deren negativer Konsequenzen geeignet sind. Dabei beschäftigen wir uns zunächst mit Ursachen (z.B. Bedrohungserleben), Ausprägungen (z.B. explizite und implizite Stereotype) und Konsequenzen (z.B. Stereotype Threat) von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung. Anschließend widmen wir uns zentralen forschungsmethodischen Fragen, die im Zusammenhang mit der empirischen Überprüfung der Wirksamkeit verschiedener Ansätze auftreten (z.B. Welche Forschungsdesigns sind zur Überprüfung der Wirksamkeit eines Ansatzes geeignet?). Im Hauptteil der Veranstaltung stehen ausgewählte psychologische Ansätze zur Reduzierung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung im Fokus (z.B. intergruppaler Kontakt, Anti-Bias-Trainings, Entertainment-Education-Ansätze, kooperatives Lernen). Jeder dieser Ansätze wird in Hinblick auf seine theoretische Verankerung, seine empirische Fundierung (im Sinne evidenzbasierter Praxis), seine Umsetzbarkeit, und möglicherweise auftretende unerwünschte Nebeneffekte kritisch bewertet.

"Color-Blindness" als Ideologie im Schulkontext (Seminar)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 08:15 - 09:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 1.312 Seminarraum

Inhalt: Eine Ideologie der Colorblindness beinhaltet u.a. die Annahme, dass alle Personen unabhängig von ihrer „Race“ oder ihrem natio-ethnokulturellen Hintergrund gleiche Chancen in einer Gesellschaft haben. Oftmals liegt dieser Ideologie eine wohlwollende Haltung zugrunde, die bemüht ist, statt Unterschieden zwischen Menschen deren Gemeinsamkeiten zu sehen. So eine "Wir sind doch alle gleich!"-Haltung ignoriert und negiert aber zugleich, dass unsere Gesellschaft von Rassismus und anderen gruppenbasierten Diskriminierungen und Ungleichheiten durchzogen ist. Ziel des übergeordneten Forschungsprojekts, an das das Lehrforschungsprojekt angebunden ist, ist es, die Determinanten und Konsequenzen einer color-blind Ideologie in verschiedenen Berufskontexten zu untersuchen. Erste Ergebnisse eigner Forschung im Berufskontext Sozialpädagogik zeigen z.B. dass (angehende) sozialpädagogische Fachkräfte mit stärker ausgeprägter color-blind Ideologie berufsbezogene rassistische Vorfälle seltener als solche erkennen als Fachkräfte mit einer schwächer ausgeprägten color-blind Ideologie. Ziel des Lehrforschungsprojekts ist es, an einer oder mehreren sich aus dem übergeordneten Projekt ergebenden offenen Fragestellungen anzusetzen und diese empirisch zu untersuchen. Dabei soll der Fokus auf dem Schulkontext und hier insbesondere auf den color-blind Ideologien von Lehrkräften liegen. Idealerweise bilden sich im Rahmen des Lehrforschungsprojekts interessengeleitet Kleingruppen heraus, die jeweils eine oder mehrere eigene Fragestellungen bearbeiten. Die Fragestellungen sollten sich mit quantitativen Methoden (z.B. einem standardisierten online-Fragebogen) untersuchen lassen und sich zu einem Gesamtprojekt zusammenfügen.

Konstruktiver Diversity Talk für angehende Lehrkräfte (KoDiTa) (b) (Seminar)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 1.312 Seminarraum

Inhalt: Das Seminar ist Teil des Projekts KoDiTa – Konstruktiver Diversity Talk für angehende Lehrkräfte und vermittelt wissenschaftliche Grundlagen sowie praktische Handlungskompetenzen für diversitätsbezogene Gespräche im schulischen Kontext. Die Studierenden setzen sich auf Basis empirischer Befunde zu förderlichen und hinderlichen Faktoren des Diversity Talk mit Themen wie Macht und Sprache, Diskriminierungsformen und verschiedenen Diversitätsdimensionen (Race, Religion, Gender, Sexuality, soziale Herkunft, Disability, Age) auseinander. Das theoretische Wissen wird mithilfe schulnaher Critical Incidents, simulationsbasierter Übungen und reflexiver Auseinandersetzungen praktisch angewendet und vertieft, sodass wissenschaftliche Erkenntnisse systematisch mit professionellen Handlungssituationen verknüpft werden.

Forschungskolloquium Sozialpädagogik (Kolloquium)

Dozent/in: Lars Alberth, Anke Karber, Ellen Kollender, Philipp Sandermann, Birte Siem, Maren Zeller

Termin:
Einzeltermin | Mo, 15.06.2026, 10:00 - Mo, 15.06.2026, 16:00 | C 40.162 Seminarraum

Inhalt: Das Kolloquium dient der Vorstellung und kollegialen Diskussion laufender Promotionsverfahren im Themenbereich des Kollegs.