Thomas kück ©Norman Klaß/Thomas Kück
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Gastwissenschaftler am Institut für Ethik und Theologie

Werdegang

1990-1993        

Wiss. Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen

1994-1996

Vikariat Ev.-luth. Landeskirche Hannovers (Amt Neuhaus, Kirchenkreis Bleckede)

1996

Promotion an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen über „Ludwig Adolf Petri (1803-1873)“

1996-1997

Sondervikariat im Landeskirchlichen Archiv in Hannover

1997-2002

Pastor in Hittbergen-Echem-Lüdersburg

2002-2008  

Schulpastor am Gymnasium in Bremervörde

2008-2021

Superintendent des Ev.-luth. Kirchenkreises Stade

2019

Habilitation an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen über „Mildes Luthertum?“
seit WiSe 2021

Gastwissenschaftler am Institut für Ethik und Theologie der Leuphana Universität Lüneburg

Publikationen

Ludwig Adolf Petri (1803-1873). Kirchenpolitiker und Theologe. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1997 (= Studien zur Kirchengeschichte Niedersachsens, 35).

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Forschungsbibliographie. Hannover:

Landeskirchliches Archiv 1997 (= Veröffentlichungen aus dem Landeskirchlichen Archiv, 3).

Zur Lage der Kirche. Die Wochenbriefe von Landesbischof D. August Marahrens 1934-1947. Bd. 1-3. Hrsg. und bearb. von Thomas Jan

Kück. Mit Geleitworten von Horst Hirschler und Hans Otte. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2009.

Mildes Luthertum? Studien zur niedersächsischen Kirchengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Hannover 2020 (= JGNKG, Beiheft 15).

 

Zahlreiche Aufsätze und Artikel in Fachzeitschriften.

 

Mitherausgeber:

Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte

Studien zur Kirchengeschichte Niedersachsens

Keynotes and invited speaker

Vorsitzender der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte (seit 2016)

Zahlreiche Vorträge auf Tagungen und Referate auf Symposien

Lehre

Current Courses

PD Dr. Thomas Kück

Religions and denominations


In diesem Seminar werden drei Schwerpunkte behandelt: Zunächst soll phänomenologisch eine grundlegende Kenntnis großer Weltreligionen erarbeitet werden: Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Islam. Dann wird interreligiös der Frage nachgegangen, wie sich das Christentum zu diesen Religionen verhält. Dabei soll in historisch-ökumenischer Perspektive auch auf die verschiedenen Konfessionen im Christentum eingegangen werden: Katholisch, protestantisch und orthodox. Schließlich wird religionstheoretisch thematisiert, was eine Religion zur Weltreligion macht. Was sind ihre Merkmale und worin unterscheidet sie sich von anderen Religionen?

Ziel: Kenntnisse über große Religionen und Konfessionen, Interreligiosität und Religionstheorie in Bezug auf die eigene Existenz.

Theological topics in religious vocational education (LBS)


In diesem Kolloquium wird in Theorie und Praxis gearbeitet. Theoretisch geht es darum, ausgewählte theologische Inhalte auf Kompetenz- und Lernziele nach den Vorgaben der Curricula und Rahmenrichtlinien zu übertragen. Dabei werden Modelle des Religionsunterrichtes ebenso erarbeitet wie dessen jeweilige Fachdidaktik. Praktisch sollen Unterrichtsentwürfe erstellt und begründet werden, in denen die erarbeiteten Theorieanteile ihren Ausdruck finden.

Praxisteil (in AGs ausgehend von Unterrichtsentwürfen der Studierenden)

- Anwendung der Theorie auf konkrete Bibeltexte und Themen

- Begründung der didaktischen Umsetzung

- Prüfungsvorbereitung

Ziel: Praktische Erfahrung in der Arbeit mit Unterrichtsentwürfen und theoretische Kenntnis ihrer Begründungszusammenhänge.

Reading Leibniz. Critical reflections on the best of all possible worlds.


„Besser geht’s nicht“ oder „Leibniz war kein Butterkeks“ (Michael Schmidt-Salomon) sind Zitate über den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz. Er war einer der großen Philosophen der frühen Aufklärungszeit. Einer, der auf allen Gebieten der damaligen Wissenschaft auf der Höhe der Zeit war. Einige meinen sogar, er sei der letzte Universalgelehrte überhaupt gewesen.

In einem seiner Bücher schreibt er, diese Welt sei die beste aller möglichen Welten. Besser geht’s nicht! Dafür wurde er ebenso berühmt wie verspottet. Wie kam er dazu, so etwas zu behaupten? Es gab doch schon zu seiner Zeit genug Leid und Elend, die alles andere als bestens waren. Dennoch: Mit diesem Satz hat er Geschichte geschrieben und bleibende Bedeutung gewonnen.

Und heute? Wie beurteilen Studierende die Behauptung von der besten aller möglichen Welten? Lässt sich dieser Satz überhaupt noch aussprechen nach den harten Entbehrungen der Corona-Semester, mit der schlimmen Kriegslage in Europa und der drohenden Klima-Krise weltweit?

Darum soll es in diesem Seminar gehen: Texte von Leibniz lesen und ihn in seiner Zeit zu verstehen suchen, weiteres Material erschließen und vor allem eigene Fragen stellen, um Leibniz kritisch zu begegnen und das eigene Weltverständnis zu schärfen.

Ziel: Gottfried Wilhelm Leibniz lesen und kennenlernen, seinen historischen Kontext erforschen, vergleichende Texte heranziehen und seine bleibende Bedeutung für ein eigenes Weltverständnis kritisch erarbeiten.

Methodisch lernen die Studierenden, Literatur zu recherchieren, wissenschaftliche Texte zu lesen und zu erschließen, Referate auszuarbeiten und zu präsentieren sowie an Diskussionen konstruktiv teilzunehmen. Die selbständige Bereitschaft zur eigenen Vorbereitung der Seminarstunden anhand von vorgeschlagenem Material und zur Übernahme von Referaten wird erwartet.

Postcolonialism and Ethics


Mit der Rückgabe der sog. Benin-Bronzen haben einige Museen in Deutschland Maßstäbe gesetzt: Gegenstände geraubter Kunst aus der Zeit des Kolonialismus werden an den Ort ihrer Herkunft restituiert. Aber nicht alle Museen folgen dieser Haltung. Die Frage ist umstritten.

Neben der historischen Aufarbeitung des Kolonialismus rückt deren ethische Bedeutung in den Blickpunkt: „Wer hat das Recht, den anderen auszustellen?“ So fragt Chimananda Ngozi Adichie bei der Eröffnung des Humboldt-Forums in Berlin im September 2021. Anhand namhafter ethischer Entwürfe soll dieser Frage nachgegangen werden. Was ist Ethik und wie kann eine begründete ethische Haltung in dieser Frage weiterführen?

So ist diese Debatte nicht nur ein Historikerstreit. Sie berührt wesentliche Fragen über den Umgang mit unserer Vergangenheit und die Haltung, die wir dazu einnehmen.

Ziel: Die Debatte wird anhand von Texten recherchiert. Im Umgang mit diesen Texten werden ethische Methoden erarbeitet, die zu einer gesicherten Beurteilung führen. Positionen werden argumentativ vertreten. Für eine schriftliche Seminararbeit werden Kriterien vorgestellt und erprobt.

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