Wissenschaft trifft politische Praxis

05.05.2026

Niedersachsenpanel präsentiert erste Ergebnisse im Leibnizhaus Hannover

Was bewegt die Menschen in Niedersachsen? Wie stehen sie zu Klimaschutz, Demokratie und künstlicher Intelligenz? Antworten auf diese Fragen liefert das Niedersachsenpanel – und präsentierte sie erstmals einer breiten Öffentlichkeit aus Politik und Gesellschaft: Am 5. Mai 2026 hatten die Projektverantwortlichen zum Workshop „Wissenschaft trifft politische Praxis“ ins Leibnizhaus Hannover eingeladen.

Das Niedersachsenpanel ist ein langfristig angelegtes, interdisziplinäres Forschungsinstrument, das Einstellungen und Verhaltensweisen der Bevölkerung in Niedersachsen systematisch erfasst. Seit dem Start im Juli 2025 haben sich mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer registriert. Das Panel ist Teil des Wissenschaftsraums „Verhaltensökonomik und gesellschaftliche Transformation“, gefördert im Rahmen des Programms zukunft.niedersachsen der VolkswagenStiftung und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Die Eingangsbefragung (August 2025 bis März 2026) hat bereits aufschlussreiche Ergebnisse zu zentralen gesellschaftlichen Themen geliefert: politische Einstellungen und Demokratiezufriedenheit, Haltungen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit sowie die Nutzung und Wahrnehmung von künstlicher Intelligenz. Diese Befunde wurden beim Workshop erstmals Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft vorgestellt und sind auf breite Resonanz gestoßen.

„Das Niedersachsenpanel soll nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern diese auch für eine evidenzbasierte Politikgestaltung nutzbar machen“, betont Prof. Dr. Mario Mechtel, Projektleiter und Professor für empirische Mikroökonomik an der Leuphana Universität Lüneburg. „Der Dialog mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ist dabei ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit.“

Neben der Vorstellung erster Studienergebnisse wurde gemeinsam diskutiert, welche weiteren Themen für das Niedersachsenpanel zukünftig interessant sein könnten und wie wissenschaftliche Erkenntnisse für eine zukunftsorientierte Politik genutzt werden können. 

„Die große Resonanz auf unsere ersten Ergebnisse zeigt, wie hoch das Interesse an wissenschaftlich fundierten Einblicken in gesellschaftliche Entwicklungen in Niedersachsen ist“, sagt Dr. Janina Kraus, Projektkoordinatorin. „Besonders erfreulich ist, dass im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft bereits zahlreiche Synergien identifiziert wurden. Genau dieser Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis ist entscheidend, um gemeinsame Perspektiven für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.“

Eine Registrierung beim Niedersachsenpanel ist weiterhin alle mit Erstwohnsitz in Niedersachsen unter www.niedersachsenpanel.de möglich.