Course Schedule

Veranstaltungen von Dr. phil Sandra Neugärtner


Lehrveranstaltungen

Kunstkritik: Theorie, Strategien, Praxis (Seminar)

Dozent/in: Sandra Neugärtner

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 02.04.2024 - 22.07.2024 | C 7.320 Seminarraum
Einzeltermin | Do, 02.05.2024, 20:00 - Do, 02.05.2024, 21:30 | Online-Veranstaltung | Ersatztermin für 29.4. via Zoom
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 06.05.2024 - 05.07.2024 | C 7.320 Seminarraum

Inhalt: Im Geiste von Bruno Latours und Steve Woolgars Studie über „wissenschaftliche Praxis“ soll unsere Methode in der Kunstkritik in diesem Seminar zwischen einer heterodoxen Ethnographie und einer einfachen Diskursanalyse angesiedelt sein, wobei wir Texte über Artefakte und Praktiken der Kunst als einen Apparat auffassen wollen, der den „Körper“ der Kunst installiert. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung wird systematisch an die Entwicklung der jeweiligen künstlerischen Praxis zurückgebunden; Konzepte und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften sowie die Formen ihrer Kritik werden so aus dem Kunstverständnis heraus entwickelt. Grundlage des Seminars ist ein Verständnis von Kunst- und Kulturwissenschaften auf der Basis eines gesellschaftsbezogenen Kunst- und Kulturbegriffs mit globaler und transkultureller Perspektivierung. Neben der bildenden Kunst werden auch visuelle Kultur, Design, Architektur, Technik, Literatur, Film und Medien als Untersuchungsgegenstände behandelt.

Das Medium und die Medien: Kunstpraxis unter technologischen Bedingungen (Seminar)

Dozent/in: Sandra Neugärtner

Termin:
wöchentlich | Montag | 16:15 - 17:45 | 02.04.2024 - 05.07.2024 | C 40.255 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 30.04.2024, 19:00 - Di, 30.04.2024, 20:00 | intern | Zoom Besprechung

Inhalt: In der Medienwissenschaft ist es geradezu zur Selbstverständlichkeit geworden, fast ausschließlich heutige Medien zu erforschen. Nun rufen aber einige der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des Wissens Fragen nach früheren, etwa „modernen“ Konstellationen der Medialität auf. Wir blicken auf den Umbruch der kulturellen Produktion im Kontext der technisierten Gesellschaft. Die neuen Formen der künstlerischen Praxis der Moderne, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts herausbildeten, waren durch völlig neue Konzepte wie Serialität, Reproduktion und Zirkulation gekennzeichnet. Wie konnten sich durch erweiterte Begriffe von Zeit und Raum neue Dimensionen in der Kunst entfalten? Wie entwickelte sich die sogenannte ‚Medienkunst‘, die es zwar nicht erst gibt, seit technische Medien sich ins Kunstgeschehen einschalten, für die die Modernebedingungen zugleich aber konstitutiv waren? Dieses Seminar entfaltet sich an der Schnittstelle von Kunst- und Medienwissenschaft. Wir lesen und diskutieren kunst-/medien-/kulturwissenschaftliche Schlüsseltexte und untersuchen, wie sich der Charakter der Kunst und deren Wahrnehmung veränderte, mit einem besonderen Fokus auf den Aufstieg des Reproduktionsmediums zum Massenmedium.

Einführung in die Kunstgeschichte als Kulturwissenschaft (Vorlesung)

Dozent/in: Max Koß, Susanne Leeb, Sandra Neugärtner, Lynn Rother, Vera Schulz, Beate Söntgen, Jordan Troeller, Ulf Wuggenig

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 04.04.2024 - 02.05.2024 | C 40.256 Seminarraum
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 16.05.2024 - 04.07.2024 | C 40.256 Seminarraum

Inhalt: Die Vorlesung vermittelt Grundlagen einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Kunstgeschichte der Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Studierende werden vertraut gemacht mit Kunstwerken und Fragen, Themenfeldern und Diskussionen, die die Kunst seit der Moderne bis heute bestimmen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Kunst an gesellschaftlichen Problemlagen beteiligt ist. Einerseits greift Kunst in gesellschaftliche Zusammenhänge ein oder verhält sich dazu. Wir verstehen Kunstwerke als materiell-intellektuelle Artikulationen und Einlassungen in eine zeithistorische wie künstlerische Problemstellung. Anderseits wird sie von einer jeweiligen historischen Situiertheit und einem sozialen Kontext mitbestimmt. In der Vorlesung tragen wir daher in der Diskussion einzelner Arbeiten nicht nur ihrer spezifischen Materialtiät, Ikonographie, möglichen Aussagen und der (Post-)Medialität Rechnung, sondern immer auch den Kontexten, in denen Kunstwerke stehen. Insofern sind die institutionellen Rahmenbedingungen ebenfalls Teil von Kunst und visueller Kultur. Diese Herangehensweise hat Einfluss auf die kunsthistorische Methodik. Der gesellschaftliche (institutionelle, soziale, geschlechtsspezifische, politische) Umgang mit Kunst und visueller Kultur wird ebenso thematisiert, wie die Fragen, die ein Kunstwerk oder ein Artefakt der visuellen Kultur aufwerfen. Die Vorlesung ist entsprechend eher nach Themen und Fragestellungen gegliedert, u.a. Genderfragen, ökonomische Rahmenbedingungen und Mechanismen des Kunstmarktes, Ausbildungsformen der Kunst, Raub und Restitution, Ökologie, Kunst und Arbeit u.v.a. Insgesamt richtet sich die Vorlesung aus an einer transkulturellen Kunstwissenschaft, die der Tatsache Rechnung trägt, dass gerade Kunst und visuelle Kultur auch Dokumente und Künstler*innen und Kulturproduzent*innen auch Akteure einer reichhaltigen Verflechtungsgeschichte sind, die sowohl emanzipatorisch (etwa der Internationalismus der 1920er Jahre, Migrationsgeschichten) als auch gewaltförmig sein kann (Kolonialismus, Weltkriege etc.).