Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Zwischen Kosmopolitismus, Judentum und Brasilkunde: Anatol Rosenfelds Essays (1937-1966).
    Maud Meyzaud (Herausgeber*in) , 2026

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  2. Geschwisterlichkeit.: Von ästhetischen Gegenentwürfen zur Brüderlichkeit und unmöglichen Gemeinschaften.
    Maud Meyzaud (Herausgeber*in) , Iris Därmann (Herausgeber*in) , Gudrun Rath (Herausgeber*in) , Felix Trautmann (Herausgeber*in) , 2026

    Publikation: Bücher und AnthologienZeitschriftenhefteForschung

  3. Special Issue: Flucht und Verflechtung. Zur Bildung eines ‚unsteten‘ Archivs der Literatur
    Maud Meyzaud (Herausgeber*in) , Nathan Taylor (Herausgeber*in) , 2024 , 170 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienZeitschriftenhefteForschung

  4. Formen des Gesprächs – Gespräch der Formen: Diderot, Schlegel, Musil und die Theorie des Romans
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 2022 1st ed.. Aufl. Paderborn , 519 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienBuchForschung

  5. Hundert Jahre „transzendentale Obdachlosigkeit“: Georg Lukács’ „Theorie des Romans“ neu gelesen
    Maud Meyzaud (Herausgeber*in) , Rüdiger Dannemann (Herausgeber*in) , Philipp Weber (Herausgeber*in) , 2019 Bielefeld , 261 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

Beiträge in Zeitschriften

  1. Flucht und lateinamerikanische Konvivenz.: Anatol Rosenfelds deutsch(-jüdisch)e Brasilkunde
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 07.02.2025 , in: Undercurrents - Forum für linke Literaturwissenschaft, 2025, 19 , S. 33-46 , 14 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschung

  2. Kosmopolitismus der Geflüchteten.: Zur transkulturellen Literaturkritik Anatol Rosenfelds in Brasilien
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 26.06.2024 , in: Sprache und Literatur, 53, 1 , S. 89-116 , 28 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  3. Editorial
    Maud Meyzaud (Autor*in) , Nathan Taylor (Autor*in) , 26.06.2024 , in: Sprache und Literatur, 53, 1 , S. 1-8 , 8 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenAndere (Vorworte. Editoral u.ä.)Forschung

  4. An Arab Predecessor to Western (Trans-)Secular Thought: The European Enlightenment’s Encounters with Ibn Ṭufayl and the Islamic Enlightenment
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 05.03.2024 , in: Political Theology, 25, 5 , S. 443-459 , 17 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  5. Rezension von "200 Jahre Nationalphilologien. Von der Romantik zur Globalisierung"
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 31.12.2023 , in: Zeitschrift für deutsche Philologie, 142, 4 , S. 637-640 , 5 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

Beiträge in Sammelwerken

  1. Haiti als Heimat der Heimatlosen. Anna Seghers‘ lateinamerikanische Utopie
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 01.01.2026 Berlin

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  2. „Michelet“: („Michelet par lui-même“)
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 01.07.2025 Stuttgart , S. 347-354 , 8 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  3. Die Kolonie im Jenseits.: Einige Anmerkungen zum Zusammenhang zwischen sozialistischen Siedlungen, Kolonialismus und Urkommunismus
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 01.01.2025 Tübingen

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

  4. "Leut": die Menge und die Armen als ästhetisches Formproblem (Büchner, Baudelaire)
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 14.05.2024 Paderborn , S. 31-45 , 15 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenKapitelForschungbegutachtet

  5. Sind wir mit der ‚fraternisierenden Solidarität‘ fertig?
    Maud Meyzaud (Autor*in) , 18.03.2024 , S. 77-89 , 13 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

Aktivitäten

  1. „Bildung eines Volkes. Zu Anna Seghers‘ Crisanta“.
    Maud Meyzaud (Sprecher*in)

    Aktivität: Gastvorträge und -vorlesungenLehre

  2. „Amphibian poets. Some remarks on Rosenfeld’s literary criticism around 1959, and on Gertrud Kolmar’s ‚Die Kröte‘ (1933)“.
    Maud Meyzaud (Sprecher*in)

    Aktivität: Vorträge in anderen VeranstaltungenForschung

  3. „Die haitianische Revolution als utopischer Ort. Anna Seghers in Lateinameri-ka“
    Maud Meyzaud (Sprecher*in)

    Aktivität: Gastvorträge und -vorlesungenForschung

  4. Gutachterin für Österreichische Akademie der Wissenschaften
    Maud Meyzaud (Gutachter/-in)

    Aktivität: wissenschaftliche GutachtertätigkeitenForschung

  5. „Arme Gemeinschaft (Rousseau)“.
    Maud Meyzaud (Sprecher*in)

    Aktivität: Gastvorträge und -vorlesungenLehre

Auszeichnungen

  1. Postdoc-Stipendium „Wissenschaftliches Fellowship“ in Leuphana Institute for Advanced Studies in Culture and Society (LIAS)
    Maud Meyzaud (Empfänger/-in) ,

    Auszeichnung: Leuphana interne Preise, Stipendien, Auszeichnungen, ErnennungenForschung

  2. Senior Fellowship am Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila)
    Maud Meyzaud (Empfänger/-in) ,

    Auszeichnung: Externe Preise, Stipendien, Auszeichnungen, ErnennungenForschung

  3. Herzog Ernst-Fellowship
    Maud Meyzaud (Empfänger/-in) ,

    Auszeichnung: Externe Preise, Stipendien, Auszeichnungen, ErnennungenForschung

  4. Qualifizierung zu Maître de conférence-Dozenturen in der Sektion Études Germaniques
    Maud Meyzaud (Empfänger/-in) ,

    Auszeichnung: Externe Preise, Stipendien, Auszeichnungen, ErnennungenLehre

  5. Preis der Stadt Konstanz zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
    Maud Meyzaud (Empfänger/-in) ,

    Auszeichnung: Externe Preise, Stipendien, Auszeichnungen, ErnennungenForschung

Lehrveranstaltungen

Im Seminar werden wir uns anhand von Schriften Anna Seghers‘ mit verschiedenen Aspekten einer kulturwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft auseinandersetzen. Seghers zählt zu den prägenden, jedoch eine Zeit lang nach der Wiedervereinigung vernachlässigten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk wird seit einigen Jahren im Zuge der entstehenden Gesamtausgabe beim Aufbau-Verlag und des Seghers-Handbuchs (2020) wieder intensiver erforscht. Als engagierte sozialistische Schriftstellerin hat sie, ähnlich mit Bertolt Brecht (den sie gut kannte), die gesellschaftlichen, sozialen und politischen Umbrüche ihrer Zeit festgehalten. Anhand von Romanen und Erzählungen, kurzen Prosatexten und Aufsätzen Seghers‘ werden wir verschiedene literaturwissenschaftliche Methoden, Theorien und konkrete Analysezugänge kennenlernen und diskutieren.

Jede Sitzung besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil (Vorlesung, 30 Minuten) werden verschiedene literaturwissenschaftliche Grundkenntnisse vermittelt und Methoden vorgestellt (u. a. hermeneutische, sozialgeschichtliche, wissenspoetologische und medientheoretische Ansätze). Im zweiten Teil werden diese Ansätze anhand eines konkreten Textbeispiels gemeinsam diskutiert.

Das Seminar bildet zusammen mit dem Seminar „Einführung in die kulturwissenschaftliche Literaturwissenschaft I“ von Kevin Drews das Einführungsmodul zur Vertiefung „Literarische Kulturen“.
Nächster Termin:
Dienstag, 28.04.2026 um 16:15 Uhr
Das Seminar widmet sich der Lektüre von Genettes zentraler erzähltheoretischen Abhandlung "Die Erzählung" (Orig.: Discours du récit), die nicht zufällig im Original den Untertitel "ein Methodenversuch" (essai de méthode) trägt. Genettes Text wird Schritt für Schritt und Woche für Woche, zeitweise mit Hilfe der von Genette selbst zugrunde gelegten Auszügen aus Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" (Orig.: À la recherche du temps perdu), gelegentlich mit weiteren in "Die Erzählung" thematisierten literarischen Textauszügen und Theoriebeiträgen, erschlossen. In diesem "Versuch" kommt es dem klassischen Autor der Literaturtheorie Genette darauf an, ein wechselseitiges, belebtes, kritisches Verhältnis zwischen literarischem Text (dem Material) und Theorie (den Annahmen, die methodisch erprobt werden, den 'Werkzeugen', die erfunden werden müssen, um die literaturwissenschaftliche Analyse von Erzählliteratur am Gegenstand zu konkretisieren) herzustellen. Die "Methode" – der Weg - erweist sich als ein stets fragiles Balanceakt zwischem einem universellen Geltungsanspruch und der Hinwendung zum je singulären, einzigartigen literarischen Text.
Nächster Termin:
Donnerstag, 30.04.2026 um 10:15 Uhr
Der erste Teil der Trilogie von Daniel Defoe, The Life and Strange Surprizing Adventures of Robinson Crusoe; of York; Mariner, erscheint 1719. Über die Wege von mehreren Auflagen und Raubkopien rasch verbreitet bedeutet dieser literarische Text nicht nur den Auftakt einer einflussreichen Tradition des Romans in England, denn bald entstehen europaweit sogenannte Robinsonaden: Der Erfolg ist so groß, dass ein ganzes Subgenre entstanden ist, kurz: ein Roman der Frühaufklärung wird zum Mythos.

In diesem Seminar fragen wir uns, inwieweit Defoes Roman einen früheren Text überschreibt und was das Umschreiben dieses Romans von Seiten von südafrikanischen und karibischen Autoren mit dem Mythos Robinson Crusoe anstellt: Sowohl die Vor- als auch die Nachgeschichte des Robinson Crusoe lassen sich als palimpsestartige Überlagerungen beschreiben.

Defoe selbst schreibt zu einem Zeitpunkt, an dem seit Jahrzehnten die philosophische Erzählung eines islamisch-andalusischen Gelehrten aus dem 12. Jahrhundert Furor macht: Ibn Tufails Ḥayy ibn Yaqẓān, 1671 zum ersten Mal seit Jahrhunderten ins Lateinische und von da aus mehrmals ins Englische übersetzt, erzählt von einem vermeintlichen Naturmenschen, der auf einer Insel von einer Gazelle großgezogen wird und selbstständig lernt, bis er Philosoph und Mystiker wird. In philologischer Hinsicht spricht einiges dafür, dass Defoe diesen Text in einer der verfügbaren Übersetzungen gekannt hat. Robinson Crusoe mit der Linse von Ḥayy ibn Yaqẓān erweist sich jedenfalls als eine bereichernde Erfahrung dahingehend, dass gerade die Parallelen zwischen beiden Erzählungen möglich machen, große Unterschiede hervorzuheben, die vom konzeptionell zentralen Setting der einsamen Insel bis hin zur Begegnung mit einem anderen Menschen bzw. mit dem Anderen reichen.

Als ‚Mythos‘ verfügt Defoes Roman ebenfalls über eine umfassende und komplexe Nachgeschichte, die in dem Moment interessant wird, in dem (feministische und) postkoloniale Umdichtungen des Romans auf den Plan treten. Michel Tournier hat schon 1967 mit Vendredi ou les limbes du Pacifique den jungen Kariben Friday in den Vordergrund gestellt und ein Stück weit die koloniale Rahmung von Defoes Vorlage dekonstruiert. Entscheidende Impulse werden dann in den 1980er Jahren vom südafrikanischen Schriftsteller J.M. Coetzee mit Foe (1986) und später mit dem Schriftsteller Patrick Chamoiseau aus Martinique L’empreinte à Crusoe (2012; Üb.: Die Spur des Anderen) kommen. Der Mythos Robinson Crusoe vermengt sich mit der Geschichte des Apartheids und kehrt im frühen 21. Jahrhundert in die Karibik zurück, wo die Insel ihr Recht geltend macht, Besitz von ihrem Bewohner zu ergreifen.
Nächster Termin:
Dienstag, 28.04.2026 um 14:15 Uhr