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Werdegang

Studium in St. Louis und Hamburg, Beschäftigungen in Toronto und Melbourne. Seit 2005 Universitätsprofessor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literarische Kulturen an der Leuphana Universität Lüneburg.

Lehrgebiete

Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Literarische Kulturen, Medienkultur.

Forschungsgebiete

Kodierung von Gewalt in Literatur und Film; Literatur und Trauma; Die Shoah im Film und in der Literatur; Gattungstheorie und Geschichte des Essays; Literaturtheoretische und ästhetische Fragestellungen im Umfeld von kritischer Theorie, Dekonstruktion und kritischer Hermeneutik.

Projekte

  1. Verknüpfte Exile: Praktiken des Sammelns, der lntertextualität und des Erinnerns in der deutschsprachigen Literatur (19.-21 . Jahrhundert)
    Sven Kramer (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Esther Kilchmann (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Doerte Bischoff (Wissenschaftliche Projektleiter*in)

    Projekt: Forschung

  2. Zukunftsdiskurse - Öffentlichkeit zwischen Fakt und Fiktion. Wissensproduktion in Wissenschaft, Literatur, Medien, Kunst
    Sven Kramer (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Steffi Hobuß (Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Simone Jung (Projektmitarbeiter*in)

    Projekt: Forschung

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Deutschsprachige Erzählliteratur seit 1989: Zwölf Werke in Einzeldarstellungen
    Sven Kramer (Herausgeber*in) , 2025 1.. Aufl. Berlin , 292 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  2. Öffentlichkeiten zwischen Fakt und Fiktion: Zur Herstellung von Wissen in Wissenschaft, Medien, Literatur und Kunst
    Steffi Hobuß (Herausgeber*in) , Sven Kramer (Herausgeber*in) , Simone Jung (Herausgeber*in) , 2023 Berlin , 260 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienTransfer

  3. Walter Benjamin: zur Einführung
    Sven Kramer (Autor*in) , 2021 5. ergänzte. Aufl. Hamburg , 160 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienMonografienForschungbegutachtet

  4. "Über diesem Abgrund": Studien zur Literatur der Shoah
    Sven Kramer (Autor*in) , 2020 1.. Aufl. Würzburg , 209 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienMonografienTransferbegutachtet

  5. Hermann Schweppenhäuser: Sprache, Literatur und Kunst
    Thomas Friedrich (Herausgeber*in) , Sven Kramer (Herausgeber*in) , Gerhard Schweppenhäuser (Herausgeber*in) , 2019 1. Aufl. Berlin , 418 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienTransfer

Beiträge in Zeitschriften

  1. La teoría crítica duele cuando toca el nervio. Entrevista a Christoph Türcke
    Sven Kramer (Autor*in) , Gerhard Schweppenhaeuser (Autor*in) , Dirk Stederoth (Autor*in) , 31.12.2023 , in: Constelaciones. Revista de Teoría Crítica, 15 , S. 640-662 , 23 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschung

Lehrveranstaltungen

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Auseinandersetzung mit aktuellen Inszenierungen. Dazu besuchen die Seminarteilnehmer:innen voraussichtlich drei Produktion. Die für diese spezifischen Charakteristika sollen bestimmt und theoretisch vertieft diskutiert werden. Dazu werden Begriffe der Aufführungsanalyse erarbeitet und herangezogen. Soweit möglich, wird auch das Gespräch mit Theaterpraktiker:innen gesucht. Die Seminarteilnehmer:innen wählen die vom Seminar zu besuchenden Theaterproduktionen (z. B. in Hamburg, Hannover, Lüneburg) am Beginn des Semesters aus. Angestrebt wird der Einblick in ein möglichst breites Spektrum aktueller künstlerischer Theaterpraktiken und ein Verständnis für die Performativität der Aufführungen.
Nächster Termin:
Montag, 12.10.2026 um 16:15 Uhr
Seit der formativen Phase des bürgerlichen Zeitalters im 18. Jahrhundert bis zu seiner heutigen Gestalt kommt den miteinander verknüpften Ideen der Aufklärung und des Fortschritts zentrale Bedeutung zu. So wurde vor allem die moralische Weiterentwicklung der Menschheit postuliert und anvisiert. Im 20. Jahrhundert kamen an beiden Begriffen auf verschiedenen Ebenen Zweifel auf. Sie betrafen die Rolle der Vernunft ebenso wie die Konsequenzen, die aus einschneidenden historischen Entwicklungen zu ziehen wären. Wo stehen wir heute? Im Lichte der Entwicklung beider Ideen – der Aufklärung und des Fortschritts – bleibt zu fragen, woran wir festhalten und was wir zurücklassen wollen. Das Seminar wird diese Frage anhand von philosophischen, politischen und literarischen Quellen perspektivieren. – Das zweite Seminar des Moduls widmet sich unter der Leitung von Maud Meyzaud dem in diesen Zusammenhängen ebenfalls zentralen Begriff der Kritik.
Nächster Termin:
Montag, 12.10.2026 um 14:15 Uhr
Aufklärung setzt den Gebrauch der Vernunft voraus und orientiert sich an der Erkenntnis der Wirklichkeit. In Demokratien vollzieht sich die politische Meinungsbildung und Auseinandersetzung überwiegend sprachlich. Neben der Argumentation kommt dabei jedoch auch die Persuasion – die Überredung – zur Geltung. Das Seminar fragt auf der einen Seite, welcher Sprachgebrauch für an der Aufklärung orientierte Akteur:innen angemessen wäre oder vermieden werden sollten (Sprachkritik). Vor allem aber möchte es – auf der anderen Seite – Faktoren untersuchen, die den Sprachgebrauch in politischen Umgebungen häufig begleiten und prägen (Sprachwissenschaft, Sprachtheorie). Dabei interessieren zum Beispiel der Bezug auf Wahrheit, Halbwahrheit und Lüge, auf Faktualität und Fiktionalität, auf narrative Muster (Ursprungs- oder Verschwörungserzählungen) sowie euphemisierende Ausdrucksweisen oder Sprachen des Hasses.
Nächster Termin:
Dienstag, 13.10.2026 um 14:15 Uhr
Literatur über die Shoah bzw. den Holocaust gibt es schon seit den 1940er Jahren. Seither hat sie zahlreiche Wandlungen durchgemacht. Die Vorlesung wird verschiedene Phasen der Geschichte dieser Literatur vor allem an deutschsprachigen Beispielen vergegenwärtigen und bestimmte Probleme, mit denen gerade diese Literatur konfrontiert ist, thematisieren.
Nächster Termin:
Mittwoch, 14.10.2026 um 12:15 Uhr
Steffi Hobuß, Sven Kramer, Roberto Nigro, Emer O'Sullivan, Ulrike Steierwald, Heiko Stubenrauch
Promovierende des Forschungskollegs für Philosophie, Literatur und Geschichte präsentieren ihre Projekte und erläutern sie in der folgenden Diskussion mit den Teilnehmenden des Kollegs. Darüber hinaus diskutiert das Kolleg relevante Forschungsliteratur und richtet Workshops mit geladenen Gästen aus.
Nächster Termin:
Mittwoch, 14.10.2026 um 14:00 Uhr
Die Bezeichnung ›Realismus‹ gehört zu den wichtigsten Orientierungsvokabeln in den ästhetischen Debatten seit dem 19. Jahrhundert. Dabei umfasst der Terminus ganz unterschiedliche Anwendungen. So wird er entweder als Stil- oder als Epochenbegriff, oder aber in programmatischer Absicht benutzt. Auf eine Definition hat sich die Forschung bislang noch nicht einigen können. Klar ist jedoch, dass mit ihm das Verhältnis des Kunstwerks zur außerkünstlerischen Realität zur Debatte steht. Kann sich die Kunst die Realität inkorporieren? Oder muss die Wirklichkeitsnähe der Werke als Realismus-Effekt begriffen werden? Die technisch generierten Bilder des Films werfen gegenüber dem literarischen Dokumentarismus gerade in Bezug auf ihre Realitätshaltigkeit andere Fragen auf. Deshalb wird das Seminar auf den Unterschied zwischen beiden Künsten eingehen. Darüber hinaus sollen markante Positionen der Realismusdiskussion seit dem 19. Jahrhundert exemplarisch vergegenwärtigt werden.
Nächster Termin:
Dienstag, 13.10.2026 um 10:15 Uhr