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Kollaborative Forschung für eine nachhaltige Demokratie

11.08.2026 Wie können Demokratien in Zeiten der globalen Polykrise nicht nur bestehen, sondern zukunftsfähig werden? An der Leuphana haben sich Forschende verschiedener Fakultäten und Forschungszentren zusammengetan, um gemeinsam die Resilienz- und Nachhaltigkeitsbedingungen gegenwärtiger demokratischer Systeme zu untersuchen. Auftakt der kollaborativen Arbeit im Potenzialbereich Demokratische Resilienz bildete das erste Forschungs-Retreat des Teams vom 25. bis 26. Juni 2026.

©Leuphana/ KSA Democratic Resilience
©Leuphana/ Jens Newig
©Leuphana/ Jens Newig

In Zeiten von Klimawandel, geopolitischen Verwerfungen, politischer Polarisierung und institutionellem Vertrauensverlust gewinnt die Frage nach der Resilienz von Demokratien zunehmend an Dringlichkeit. Was macht Demokratien widerstandsfähig? Wie können sie sich kurzfristig anpassen, ohne ihre Grundprinzipien aufzugeben, und sich langfristig weiterentwickeln, um wirklich zukunftsfähig zu werden? Und vor allem: Wie können wir für diese Fragen gemeinsam wissenschaftlich fundierte und gesellschaftlich relevante Antworten entwickeln, die der komplexen Realität gerecht werden? Diese Fragen wurden im ersten Forschungs-Retreat des Potenzialbereichs „Demokratische Resilienz: Die Nachhaltigkeit der Demokratie im Zeitalter der globalen Polykrise“ diskutiert.

Der Bereich setzt sich aus Forschenden verschiedener Karrierestufen aus den Fakultäten Staatswissenschaften und Nachhaltigkeit sowie dem Zentrum für Demokratieforschung (ZDEMO) zusammen. Demokratische Resilienz ist ein vielschichtiges, interdisziplinäres Feld, das individuelle Werte, soziale Strukturen, politische Institutionen und globale Dynamiken umfasst: „Deshalb ist es entscheidend, dass Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen, verschiedenen Karrierestufen und mit komplementären methodischen Ansätzen zusammenkommen, um die Forschung zu demokratischer Resilienz umfassend, systematisch und innovativ weiterzuentwickeln,“ erklärt Dr. Michael Rose, Postdoc im Potenzialbereich.

Mit einem abwechslungsreichen Programm beschäftigten sich die Forschenden zwei Tage lang intensiv mit den analytischen Stärken und Schwächen des Konzepts der demokratischen Resilienz und den aktuellen Forschungsvorhaben an der Leuphana. Es fanden eine Vielzahl von bereichernden Inputs und Diskussionen, angeregten Gesprächen zur Organisation und Entwicklung des Potenzialbereich und Reflektionen zur Einbettung der Projekte darin statt. 

Ein Baustein des Retreats war die Präsentation der Forschungsprojekte der Doktorand:innen in Form von Posterpräsentationen mit der „World Café“-Methode. Hier tauschten sich die jungen Wissenschaftler:innen mit erfahrenen Kolleg:innen aus. Lennart Bade, Doktorand des Potenzialbereichs, betont insbesondere die gleichberechtigte Mitarbeit: „Für uns Doktorand:innen war das Retreat nicht nur eine ideale Gelegenheit, um unsere Promotionsvorhaben vorzustellen und dabei Feedback von den Professor:innen zu bekommen, sondern auch, um unsere gemeinsame Forschung und zukünftige Projekte von Anfang an mitzugestalten.“

Viele wichtige Gespräche fanden nicht nur im Plenum und in den Kaffeepausen, sondern auch in thematischen Clustern statt, z.B. zu den Themen Bürger:innen und Wähler:innen, Eliten, Demokratietheorie und politische Bildung, Partizipation und Nachhaltigkeit sowie internationale Organisationen. Die Wissenschaftler:innen diskutierten nicht nur aktuelle Projekte, sondern planten auch zukünftige Kooperationen, wissenschaftliche Publikationen, Veranstaltungen und den Ausbau ihres interdisziplinären Forschungsnetzwerks.

Die Forschenden des Potenzialbereichs Demokratische Resilienz untersuchen Resilienzbedingungen von Modellen sozialer Ordnung durch Analysen auf individueller, gesellschaftlicher, systemischer und internationaler Ebene. Der Bereich wird von Prof. Dr. Jens Newig, Prof. Dr. Astrid Séville und Prof. Dr. Christian Welzel geleitet und ist Teil des Embracing Transformation-Programms der Leuphana, das durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die VolkswagenStiftung gefördert wird. 

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