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Demokratie zwischen Krisenbewältigung und Nachhaltigkeit

Potenzialbereich „Demokratische Resilienz: Die Nachhaltigkeit der Demokratie im Zeitalter der globalen Polykrise“

Demokratien befinden sich in einer Polykrise aus Klimawandel, geopolitischen und ökonomischen Verwerfungen und Vertrauensverlust. Die Legitimität der liberalen Demokratie gerät zunehmend unter Druck. Unser Forschungsbereich untersucht, wie demokratische Systeme weltweit kurz- und langfristig mit diesen Herausforderungen umgehen können. Hierfür nehmen wir demokratische Transformationen in den Blick, denen es gelingt, Resilienz und Zukunftsfähigkeit zu verbinden.

©Leuphana/ KSA Democratic Resilience
Das Team des Potenzialbereichs „Demokratische Resilienz: Die Nachhaltigkeit der Demokratie im Zeitalter der globalen Polykrise“ untersucht gemeinsam die Resilienz- und Nachhaltigkeitsbedingungen gegenwärtiger demokratischer Systeme.

Unser Ziel

Demokratien ermöglichen ein Leben in Freiheit und kollektiver Selbstbestimmung. Unser Ziel ist es daher, theoretisch und empirisch fundiertes Transformationswissen zur Zukunftsfähigkeit demokratischer Systeme in der Ära der globalen Polykrise zu entwickeln. Wir erforschen, wie Demokratien selbst-transformative Kräfte entwickeln können, um nicht nur Krisen kurzfristig reaktiv zu bewältigen, sondern sich so zu erneuern, dass sie langfristige Entwicklungen aktiv, demokratisch, gerecht und effektiv adressieren können. Auf dem Weg zur nachhaltigen Demokratie möchten wir die Kapazitäten demokratischer Resilienz auf allen Ebenen dynamisch weiterentwickeln, sodass die politischen, ökologischen, ökonomischen, rechtlichen, psychologischen und gesellschaftlichen Bedingungen demokratischer Handlungsfähigkeit kurzfristig erhalten und langfristig gesichert und gestaltet werden können.

Die Herausforderung

Demokratien sind gleichzeitig von innen und außen herausgefordert: durch Klimakrise, hybride Bedrohungen im Sicherheits- und Informationsraum, Vertrauensverlust in demokratische Institutionen, aufsteigenden Autoritarismus und den teils disruptiven Wandel der globalen Ordnung. Die Polykrise fordert die Leistungsfähigkeit und Legitimität der Demokratie heraus und verstärkt dabei das Spannungsverhältnis zwischen Kurz- und Langfristorientierung: Kurzfristige Gewinne an Effektivität und Legitimität zur Stabilisierung der Demokratie können sich als Pyrrhussieg erweisen, wenn sie langfristig nicht tragfähig sind und zukünftige demokratische Handlungsspielräume belasten. Wie können demokratische Strukturen und Bedingungen aussehen, die stabilitätsorientierte Resilienz mit zukunftsorientierter Nachhaltigkeit zusammenbringen?

Unser Weg

Wir betreiben theoriegeleitete empirische Forschung, die Theorien, Methoden und Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen zusammenführt. Durch die interdisziplinäre Vernetzung von Politikwissenschaft, Ökonomie, Rechtswissenschaft, Nachhaltigkeitsforschung, Psychologie und Bildungsforschung sind wir in der Lage, die Möglichkeitsbedingungen einer resilienten und nachhaltigen Demokratie im globalen Maßstab umfassend vergleichend zu analysieren. Hierfür nehmen wir alle Ebenen in den Blick – von Individuen über Institutionen bis hin zu internationalen Beziehungen – und nutzen das volle Spektrum qualitativer und quantitativer sozialwissenschaftlicher sowie rechtswissenschaftlicher Methoden.

Das Forschungsteam

 

Beteiligte Wissenschaftler:innen

Am Potenzialbereich beteiligt sind zudem als Betreuer:innen von Promovierenden und als assoziierte Forschende Prof. Dr. Johanna Croon-Gestefeld, Prof. Dr. Sarah Engler, Prof. Dr. Julia Grauvogel, Prof. Dr. Ulf Hahnel, Prof. Dr. Lukas Hakelberg, Prof. Dr. Axel Halfmeier, Prof. Dr. Harald Hantke, Prof. Dr. Boris Hirsch, Prof. Dr. Michael Koß, Prof. Dr. Tobias Lenz, Prof. Dr. Mario Mechtel, Prof. Dr. Christian Pfeifer, Prof. Dr. Thomas Richter, Prof. Dr. Valentin Schatz, Prof. Dr. Birte Siem, Prof. Dr. Alexander Stark und Prof. Dr. Natascha Zaun.

Die Doktorand:innen des Potenzialbereichs und Teilnehmende im Embracing Transformation-Promotionsprogramm sind Ana Maria Acatrinei, Elif Laçin Aytaç, Lennart Bade, Maria Elena Dietz Romero, Samuel Gausi, Anja Schöll, Milan Schröder, Luca Lambers, Hannes Masurek, Elias Petzholdt und Paula Rubertus.

Kooperationen

Im Potenzialbereich Demokratische Resilienz sind Wissenschaftler:innen der Fakultäten Staatswissenschaften und Nachhaltigkeit aktiv. Sie arbeiten eng mit ihren Kolleg:innen aus dem Zentrum für Demokratieforschung (ZDEMO) und dem Leuphana Center for Cooperative Security (LCCS) zusammen.

Förderhinweis

Der Potenzialbereich ist Teil des Embracing Transformation-Programms, das durch die Förderinitiative Potenziale strategisch entfalten des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung gefördert wird.

©MWK
©VolkswagenStiftung
©zukunft.niedersachsen