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Nachhaltig wirtschaften – gesellschaftlich wirken

Potenzialbereich „Unternehmen als treibende Kräfte von Nachhaltigkeitstransformationen: Positiven Nachhaltigkeitseinfluss in Märkten und für die Gesellschaft schaffen“

Unternehmen sind nicht nur Verursacher von Umwelt- und Sozialproblemen – sie sind auch Schlüsselakteure bei ihrer Lösung. In unserem Forschungsbereich untersuchen wir, wie Organisationen über ihre eigenen Grenzen hinaus Markt- und Gesellschaftstransformationen vorantreiben und gestalten können. Unser Arbeitsspektrum umfasst Themen wie die Einbettung von Unternehmen in umfassendere gesellschaftliche und regulatorische Systeme, die Entwicklung von unternehmerischen Strategien und Partnerschaften, um Nachhaltigkeitsherausforderungen zu bewältigen, sowie die Umsetzung von Denkweisen und Handlungen von Manager:innen und Mitarbeitenden in alltägliche Praktiken.

Foto eines Windrades am Hamburger Hafen ©Leuphana Media Studio
Im Potenzialbereich „Unternehmen als treibende Kräfte von Nachhaltigkeitstransformationen“ engagieren wir uns dafür, das wissenschaftliche und praktische Verständnis dafür zu vertiefen, wie kognitive Mechanismen und Verhaltensweisen von Individuen innerhalb von Organisationen, individuelle oder kollektive Veränderungskraft, (strategisches) Management sowie digitale Innovationen die Transformation von Märkten und Gesellschaften am effektivsten hin zu Nachhaltigkeit vorantreiben.

Unser Ziel

Wir untersuchen, wie Unternehmen ihr organisatorisches und strategisches Potenzial nutzen, um nachhaltige Veränderungen in Märkten und damit auch in der Gesellschaft anzustoßen. Unser Ziel ist es, praxisorientierte Ansätze zu entwickeln, die Unternehmen dabei unterstützen, verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert zu handeln. Zu diesem Zweck untersuchen wir, wie unternehmerisches Denken und Handeln den Wandel hin zu nachhaltigen Geschäftsmodellen und Praktiken beschleunigen und vertiefen.

Die Herausforderung

 Nachhaltige Transformationen erfordern tiefgreifende Veränderungen in Unternehmenskulturen, Entscheidungsprozessen und Geschäftsmodellen. Viele Organisationen stehen vor der Herausforderung, Gewinnziele mit ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortungen in Einklang zu bringen. Diese Herausforderung nimmt zu, da geopolitische Spannungen zunehmen, demokratische Institutionen unter Druck geraten und künstliche Intelligenz die Governance-Fähigkeiten verändert. Die reine Abhängigkeit von staatlich verordneten Regelungen reicht allein möglicherweise nicht aus, um den Fortschritt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit langfristig aufrechtzuerhalten. In diesem Kontext wird ein klarer und überzeugender wirtschaftlicher Nutzen für Nachhaltigkeit entscheidend, um die gesellschaftliche Verpflichtung gegenüber einer nachhaltigen Entwicklung lebendig zu halten. Gleichzeitig bringen digitale Technologien eine eigene Komplexität mit sich: Sie bergen Potenziale, aber auch Risiken. Wir untersuchen, wie Unternehmen ihre Verantwortung erfüllen und zugleich Innovationen fördern können – auch wenn externe Druckfaktoren schwanken.

Unser Ansatz

Wir positionieren uns an der Schnittstelle von Nachhaltigkeitsmanagement, Management- und Unternehmungsforschung, organisationaler und ökonomischer Psychologie sowie Studien zur digitalen Transformation. Unser Forschungsprogramm umfasst mehrere miteinander verbundene Themen: Was Nachhaltigkeitstransformation in unternehmerischen Kontexten bedeutet; wie Digitalisierung Nachhaltigkeitsbemühungen sowohl ermöglicht als auch erschwert; wie Unternehmen nachhaltigkeitsorientiertes Konsumverhalten beeinflussen können; wie Nachhaltigkeitsmentalitäten entstehen und Veränderungstreiber stärken; und wie wir diese Erkenntnisse in konkrete Interventionen und Lösungen übersetzen. Zusammen mit Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft untersuchen wir, wie Pioniere und etablierte Unternehmen ihre Rolle als Veränderungstreiber stärken und den Weg für eine nachhaltige Wirtschaft ebnen – von der Entwicklung von Nachhaltigkeitsmentalitäten bis hin zur Nutzung digitaler Werkzeuge.

Das Forschungsteam

 

Beteiligte Wissenschaftler:innen

Am Potenzialbereich beteiligt sind zudem als Betreuer:innen von Promovierenden und als assoziierte Forschende Prof. Dr. Steffen Farny, Prof. Dr. Stefanie Habersang, Prof. Dr. Ulf Hahnel, Prof. Dr. Elke Schüssler und Prof. Dr. Roman Trötschel.

Die Doktorand:innen des Potenzialbereichs und Teilnehmende im Embracing Transformation-Promotionsprogramm sind Alejandra Bazoberry, Judith Castellanos, Samuel Eyison, Sofie Halfmann, Maureen Schulze, Laura Hetzler, Ester Prah Koti, Viviane Kowsche und Gyde Wollesen.

Kooperationen

Im Potenzialbereich Unternehmen als treibende Kräfte von Nachhaltigkeitstransformationen sind Wissenschaftler:innen der Fakultäten Management & Technologie und Nachhaltigkeit aktiv. Sie arbeiten eng mit ihren Kolleg:innen aus dem Centre for Sustainability Management (CSM) und der Leuphana Innovation Community Nachhaltige Produktion zusammen.

Förderhinweis

Der Potenzialbereich ist Teil des Embracing Transformation-Programms, das durch die Förderinitiative Potenziale strategisch entfalten des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung gefördert wird.

Logo des MWK ©MWK
Logo der VolkswagenStiftung ©VolkswagenStiftung
Logo von zukunft.niedersachsen ©zukunft.niedersachsen