Funken
Mit einem eigenen Beitrag zur Utopie-Konferenz?
©Leuphana
Die Utopie-Konferenz öffnet in diesem Jahr erstmals Raum für die FUNKEN:
Für Installationen oder Interventionen, Walkshops, Open Spaces, Social Presencing Theater und andere Formate, die neue gesellschaftliche Möglichkeiten erfahrbar machen.
Die Räume öffnen.
Ressourcen teilen.
Neue Formen des Zusammenlebens ausloten.
Anders zuhören, anders streiten, anders kooperieren.
Nicht perfekte Lösungen interessieren uns.
Sondern gesellschaftliche Praktiken,
in denen Menschen einander Spielräume eröffnen.
Mitten in einer nicht-idealen Welt.
Welche Beziehungen ermöglichen Großzügigkeit?
Welche Formen des Teilens lassen Neues entstehen?
Wie entsteht Großzügigkeit trotz Verlust?
Wie wird Entgegenkommen politisch?
Beschreibungen zu den einzelnen FUNKEN der Utopie-Konferenz findet ihr unten auf dieser Seite.
Programm FUNKEN
Funken 1 | Mittwoch, 26. August
15:30 bis 17:00 Uhr
| Ort | Programm | Gäste |
Studio 1 | C40.154
| Großzügigkeit – eine Frage des Bewusstseins | S. Eickmeier |
Studio 3 | C40.153
| Den Utopiemuskel trainieren: Werkzeuge für Solidarität und Großzügigkeit in Zeiten des Umbruchs | Henna Elise Ventovirta |
FUNKEN 2 | Mittwoch, 26. August
17:15 bis 18:30 Uhr
| Ort | Programm | Gäste |
Studio 4 | C40.152
| Connection Game, Edition Vielfalt verbindet! – Aus Begegnung wird Verbindung | Carmen Weinert |
Studio 2 | C40.108
| Was macht ein gutes Leben aus? Und was hat das mit Großzügigkeit zu tun? | Miriam Holzapfel & Stefanie Segatz |
Funken 3 | Donnerstag, 27. August
11:30 bis 13:00 Uhr
| Ort | Programm | Gäste |
| ZG Wiese | Authentic Garden – Ein Erfahrungsraum zur Großzügigkeit | Lilia Weirich |
Funken 4 | Donnerstag, 27. August
16:00 bis 17:30 Uhr
| Ort | Programm | Gäste |
| Raum der Stille | Meditation und somatische Übungen - Großzügigkeit verkörpern | Katina Kuhn |
Funken 5 | Freitag, 28. August
11:30 bis 13:00 Uhr
| Ort | Programm | Gäste |
Studio 3 | C40.153
| Großzügige Zukünfte: Deine Mission statt Tech-Bro Algorithmen | Alexandra Morgenroth |
| Studio 1 | C40.154 | Eine bewegte Forschungsreise zwischen Resonanz, Co-Kreation und gelebtem Miteinander
| Daniela Lehmann und Dr. Anja Centeno García |
INSTALLATIONEN
| Ort | Programm | Gäste |
| Foyer | Der großzügige Geldautomat | Zentrum für zukünftige Realitäten | Rebecca Zecchiel |
| Foyer | Sehen verändert Zukunft - und hier beginnt Zukunft mit einer einfachen Idee | EinDollarBrile |
| Foyer | Capital error „Habgier Habitat“ | Karoline Glasow |
| Foyer | Enso.chat: miteinander reden, wahrnehmen, Kreise ziehen und sichtbar machen, was uns verbindet | Enso.chat | Marcos Almeida, Lars Göttert & Michael Gärtner |
| Foyer | Beratung und Lebensrealtitäten von geflüchteten Menschen in Zeiten zunehmender rechtlicher Hürden | Refugee Law Clinic | Liv Korte, Frieda Meckel, Jan Bote, Andrei Vorobev |
Die Funken im Detail
Großzügigkeit – eine Frage des Bewusstseins
Sandra Eickmeier, Rolf Birkholz und Gudrun Schnitzer
Was wäre, wenn Großzügigkeit nicht aus moralischem Soll, sondern aus einem anderen Bewusstseinsraum, einer tieferen Ebene unseres Seins entsteht? In diesem erfahrungsbasierten Workshop erkunden wir mit Übungen aus dem Social Presencing Theater, wie sich Mangel und Großzügigkeit im Körper und im sozialen Feld anfühlen – und welche Bedingungen Großzügigkeit ermöglichen oder verhindern. Persönliches Erleben und gemeinsame Reflexion treten dabei in einen lebendigen Dialog. Zudem skizzieren wir ein ökonomisches Paradigma, in dem Bewusstseinsentwicklung als zentraler Schlüssel für gesellschaftliche Transformation gesehen wird. Wir – Rolf Birkholz, Gudrun Schnitzer und Sandra Eickmeier – verbinden Kunst, Organisationsentwicklung und Wissenschaft und möchten Bewusstsein stärker in Alltag und Institutionen einbringen. 4–20 Teilnehmende.
Webseiten: www.nowbodies.com, www.bundesbank.de/en/sandra-eickmeier
Den Utopiemuskel trainieren: Werkzeuge für Solidarität und Großzügigkeit in Zeiten des Umbruchs
Henna-Elise Ventovirta für das Kipppunkt Kollektiv
Wie können wir solidarisch und großzügig handeln, wenn
Krisen, Unsicherheit und gesellschaftliche Polarisierung zunehmen? Und
wie bleiben wir dabei unseren Werten treu? In diesem interaktiven
Workshop erkunden wir ausgewählte Methoden aus dem Praxisleitfaden „Die
Welt im Umbruch – Wie können wir mit politischer Bildung Solidarität
stärken?“. Gemeinsam probieren wir Werkzeuge aus, die emotionale
Reflexion, solidarische Perspektivwechsel, demokratische Beteiligung und
utopisches Denken fördern.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie solche Ansätze in unseren jeweiligen
Lebensrealitäten, Gemeinschaften und Arbeitsfeldern wirksam werden
können. Der Workshop bietet Raum zum Ausprobieren, Austauschen und
Weiterdenken. Wir verstehen Solidarität und Großzügigkeit als
Fähigkeiten, die sich gemeinsam üben und stärken lassen. Gerade in
Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche brauchen wir neue Werkzeuge, um
handlungsfähig zu bleiben und Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Wir sind das Kipppunkt Kollektiv, eine zivilgesellschaftliche Initiative
für Bildungsarbeit zu Klimagerechtigkeit in Zeiten gesellschaftlicher
Umbrüche. Seit 2018 begleiten wir Menschen und Gruppen auf der Suche
nach solidarischen Antworten auf die Krisen unserer Zeit.
Connection Game, Edition Vielfalt verbindet! – Aus Begegnung wird Verbindung
Carmen Weinert
Das Connection Game bringt Menschen spielerisch miteinander ins Gespräch. Inspirierende Fragen und echte Begegnungen schaffen Raum für Austausch, Gedanken und Verbindungen.
Wir (Carmen Weinert & die Internationale Gesellschaft für Diversity Management e.V.) laden euch dazu ein, euch in kleinen Gesprächsrunden kennen zu lernen, Ansichten und Erlebnisse miteinander zu teilen und einander Zeit, Aufmerksamkeit und ehrliches Interesse zu schenken. Denn manchmal genügt eine einzige Frage, um innezuhalten, einander zuzuhören und zu entdecken, wie aus unterschiedlichen Perspektiven neue Einblicke und aus einer Begegnung ein Stück Verbindung entstehen kann.
Was macht ein gutes Leben aus? Und was hat das mit Großzügigkeit zu tun?
Stefanie Segatz
In unserem fuxundkauz-Denkshop erkunden wir diese Fragen gemeinsam – spielerisch und offen. Wir laden Euch ein, Gedanken auszuprobieren, Perspektiven zu wechseln, einander zuzuhören und gemeinsam weiter zu denken. Dabei geht es nicht darum, die eine richtige Antwort zu finden. Vielmehr erkunden wir, was ein gutes Leben für uns persönlich und für uns als Gesellschaft bedeuten kann, und welche Rolle Großzügigkeit in diesem Kontext spielen könnte. Philosophieren wird dabei zur Praxis, in dem aus gemeinsamem Denken neue Spielräume für das gute Leben entstehen.
Authentic Garden – Ein Erfahrungsraum zur Großzügigkeit
Lilia Weirich
Wie können wir in Zeiten von Krisen wirklich füreinander da sein? Der Authentic Garden lädt dazu ein, Großzügigkeit neu zu entdecken – als Haltung, die bei uns selbst beginnt. Denn nur wer sich selbst mit Mitgefühl, Ehrlichkeit und Präsenz begegnet, kann nachhaltig gemeinwohlorientiert handeln. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Rollen spielt und eine Persona entwickelt. Doch wenn wir ständig so tun, als ginge es uns gut, tragen wir Masken und stabilisieren ungewollt ein System, das Erschöpfung und Entfremdung hervorbringt. In diesem Erfahrungsraum schaffen wir durch Kunst, Selbstreflexion und achtsame Begegnung einen Ort, an dem Authentizität willkommen ist. Gemeinsam üben wir, loszulassen, zu entspannen und ganz im Moment anzukommen – großzügig mit uns selbst und dadurch offen für echte Verbindung mit anderen.
Die Website lautet https://emotion-inmotion.com/
Meditation und somatische Übungen - Großzügigkeit verkörpern
Katina Kuhn
Großzügigkeit beginnt vielleicht dort, wo wir Spielraum gewinnen – im Denken, im Fühlen und im eigenen Körper. In diesem Workshop erkunden wir mit Yoga, Meditation und somatischen Übungen, was es heißt, sich zu öffnen, ohne die eigenen Grenzen aufzugeben. Wir erforschen Enge und Weite, Festhalten und Loslassen, Nähe und Distanz und richten die Aufmerksamkeit auf die feinen Übergänge dazwischen. Was lässt uns beweglich bleiben, wenn die Welt enger wird? Und was entsteht, wenn wir uns selbst, anderen und dem Ungewissen mit etwas mehr Weite begegnen? Alle sind willkommen, auch ohne Vorkenntnisse!
Großzügige Zukünfte: Deine Mission statt Tech-Bro Algorithmen
Alexandra Morgenroth
Es gibt immer schon jemanden, der unsere Zukunft für uns vorgedacht und in seine Abhängigkeiten gebracht hat — sei es durch Lobbying, durch Lock-in-Effekte in der Nutzung von Netzwerken und Anwendungen, oder auf andere Weise. Wir übernehmen diese Entwürfe oft als selbstverständlich, richten unser Denken und Handeln danach aus, ohne zu hinterfragen, ob das eigentlich die Zukunft ist, die wir uns wünschen.
Großzügigkeit gegenüber unserer Zukunft hieße hingegen: aus der Fülle an möglichen Zukünften heraus zu denken. Anzuerkennen, dass es nicht die eine Zukunft gibt, der wir alle folgen müssen — sondern dass viele eigene Zukünfte möglich sind, die aber erst entstehen können, wenn wir ihnen Raum geben, sie zu denken und in die Realität zu übersetzen. Das beginnt nicht im Großen, sondern bei uns selbst: in der Großzügigkeit, eigene Zukunftsideen überhaupt erst zuzulassen, statt fremden hinterherzulaufen.
Genau dazu lädt die Mini-Missionswerkstatt ein. In 60 Minuten beantworten wir die Frage: Welche Zukunftsentwürfe sind uns wichtig, wenn wir den Druck des Alltags und die Entwürfe anderer für einen Moment beiseitelegen? Und welche Möglichkeiten haben wir mit unseren individuellen Fähigkeiten, diese Zukünfte Realität werden zu lassen? Durch interaktive Übungen aus unserem regulären Missionswerkstatt-Format laden wir die Teilnehmenden dazu ein, Denkbarrieren zu überwinden und für die eigenen Zukunftsideen wirksam zu werden.
Denn wir glauben: Eine großzügige Gesellschaft beginnt mit Menschen, die sich selbst die Großzügigkeit erlauben, eigene Zukünfte zu entwerfen und dafür ins Handeln zu kommen — und die merken, dass sie damit nicht allein sind.
Großzügigkeit verkörpern Eine bewegte Forschungsreise zwischen Resonanz, Co-Kreation und gelebtem Miteinander
Anja Centeno García und Daniela Lehmann
Großzügigkeit wird oft als moralische Haltung oder gesellschaftliches Ideal verhandelt. Doch wie fühlt sich Großzügigkeit im konkreten Miteinander an?
In unserem Workshop erkunden wir Großzügigkeit als verkörperte Praxis. Unsere Reise führt vom Körper ins Wort und lässt Funken für den Alltag entstehen. In Bewegung erforschen wir, wie Geben, Nehmen, Vertrauen, Anlehnen und Loslassen erfahrbar werden. Gemeinsam fragen wir, welche Bedingungen großzügiges Miteinander ermöglichen und welche Impulse sich daraus für Gemeinschaft und Gesellschaft ableiten lassen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Im Mittelpunkt stehen Neugier, Wahrnehmung und die Bereitschaft zur gemeinsamen Exploration.
Daniela Lehmann https://zentralwerk.de/ und https://tanznetzdresden.de/
Dr. Anja Centeno García www.anjacenteno.de