Aufbau von Management- und Beratungskapazitäten
Im Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen zunehmend global agierender Wirtschaftsakteure und der Notwendigkeit staatlicher Regulierung sind drei große Themenfelder diskussionsbestimmend. Dabei handelt es sich um die Bereiche Bürokratiekosten, Neues Steuerungsmodell (NSM) und erweiterte Handlungsspielräume im Rahmen des Subsidiaritätsprinzips.
Um ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum im Konvergenzgebiet Lüneburg zu erreichen, die bestehenden Entwicklungsdefizite zu überwinden und die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken, ist es von überragender Bedeutung, auch die Leistungsfähigkeit von Management- und Beratungsstrukturen zu steigern. Damit die Ziele der Strukturförderung nicht konterkariert werden, gilt es, die Kostensenkungspotenziale bürokratischer Regelungen gemeinsam mit den betroffenen Unternehmen in einem ersten Schritt systematisch zu ermitteln und in einem zweiten durch sinnvolle Deregulierungsvorschläge zu konkretisieren.
Darüber hinaus kommt den Reformbestrebungen im Konvergenzgebiet eine besondere Bedeutung zu. Die Umsetzung des NSM und die managerialistische Bewegung im Verwaltungsbereich zeigen noch erhebliche Performanzdefizite. Hier klaffen bisher gravierende Effizienz-, Strategie-, Management-, Attraktivitäts- und Legitimitätslücken. Diese sind beispielsweise gemeinsam mit Körperschaften des öffentlichen Rechts zu schließen, zumal derzeit die flächendeckende Umsetzung und Erprobung neuer Steuerungs- und Partizipationsmodelle im Sinne von Plan-D-Projekten erfolgt. Dabei sollen auch erweiterte Handlungsspielräume genutzt werden. Die dafür notwendigen Reformbestrebungen können oftmals nicht aus der Organisation heraus erfolgen, da einerseits eine gewisse Gefangenheit im Tagesgeschäft besteht und andererseits auch die methodischen Kenntnisse nicht gegeben sind.
An der Universität sind bisher durch unterschiedliche Projekte Grundlagen im Bereich von Management und Beratung gelegt worden, die es nun in Richtung Aus- und Existenzgründung zu vertiefen gilt. In zwei bis drei anwendungsorientierten Teilprojekten sollen diese nun im Konvergenzgebiet Lüneburg eine bürokratiekostensenkende und somit wirtschaftsfördernde Entwicklung einleiten. Durch diese Transferprojekte wird die Strukturförderung in ihrem Wirkungsumfang und ihrer Wirkungstiefe maßgeblich erweitert.
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