Puschkin und Putin. Zur Rolle der Kultur im heutigen Russland
11. Nov.
Zaal Andronikashvili und Matthias Schwartz diskutieren anhand von Beispielen aus der klassischen Literatur und der aktuellen Populärkultur die unterschiedlichen Dynamiken und Perspektiven, die Russlands Kultur in Zeiten des Krieges prägen. Die Diskussion wird von Maud Meyzaud moderiert.
Datum: 11. Nov 2026, 19.30–21 Uhr
Ort: Heinrich-Heine-Haus | Am Ochsenmarkt 1a | 21335 Lüneburg
Veranstaltung in deutscher Sprache
Zaal Andronikashvili | Matthias Schwartz, Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin | Maud Meyzaud, LIAS Co-Direktorin (Moderation)
Seit Russlands vollumfänglicher Invasion in die Ukraine 2022 wird auch in der deutschen Öffentlichkeit verstärkt über die imperialen Dimensionen russischer Kultur und insbesondere der Literatur diskutiert. Wie instrumentalisiert der Staat die Künste für seine imperialen Ambitionen? Welche Verantwortung tragen aber auch Intellektuelle und Künstler*innen selbst? Welche Traditionslinien imperialer Wissens- und Ordnungskategorien lassen sich beispielsweise mit Blick auf den Kaukasus bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen? Wie wurden diese kulturellen Hierarchien zwischen Zentrum und Peripherie innerhalb der Sowjetunion im Zeichen nationaler Vielfalt und Gleichheit organisiert? Welche kolonialen Erbschaften spielen für den Krieg heute noch eine zentrale Rolle?