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LIAS Filmreihe: The Substance

Mit Senior Fellow Gertrud Koch

02. Dez.

Datum: Mittwoch, 2. Dezember, 19 Uhr
Ort: SCALA Programmkino | Apothekenstr. 17 | 21335 Lüneburg

Regie: Coralie Fargeat • UK, USA, Frankreich 2024 • 141 min • Englisches Original ohne Untertitel

Eintritt frei
Einführung mit LIAS Senior Fellow Gertrud Koch

In „The Substance“ geht es um die Frage nach der besseren Version seiner selbst und um den Preis, den das Streben nach ewiger Jugend und körperlicher Perfektion verlangt. In ihrem vielfach ausgezeichneten Film The Substance (2024) verbindet die französische Regisseurin Coralie Fargeat Science-Fiction, Satire und Body Horror zu einer radikalen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Schönheitsnormen, Altersdiskriminierung und der Objektivierung weiblicher Körper. Im Zentrum steht Elisabeth Sparkle (Demi Moore), eine ehemalige Schauspielikone, die an ihrem 50. Geburtstag ihre Fernsehkarriere verliert. Als ihr eine mysteriöse Substanz die Möglichkeit eröffnet, eine jüngere, vermeintlich perfektere Version ihrer selbst hervorzubringen, beginnt ein verstörendes Spiel mit Identität, Körperlichkeit und Selbstwahrnehmung. Sue (Margaret Qualley), Elisabeths jüngeres Alter Ego, eröffnet ihr zunächst neue Möglichkeiten – doch die strengen Regeln des Verfahrens geraten zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Mit drastischen Bildern, grotesken Körpertransformationen und schwarzem Humor untersucht Fargeat, wie mediale Repräsentationen und ökonomische Verwertungslogiken weibliche Körper disziplinieren und gesellschaftliche Anerkennung an Jugend, Attraktivität und permanente Selbstoptimierung knüpfen. Dabei richtet der Film den Blick nicht allein auf den äußeren Druck, sondern auch auf dessen Verinnerlichung: Elisabeths Verhältnis zu Sue wird zum Schauplatz eines zerstörerischen Konflikts mit sich selbst. The Substance ist damit weit mehr als ein Horrorfilm. Als feministische Gesellschaftssatire legt er die Mechanismen eines Schönheitskults offen, der seine eigenen Ideale hervorbringt und zugleich jene zerstört, die ihnen entsprechen sollen. Ein ebenso provokantes wie visuell überwältigendes Kinoerlebnis über Körperpolitik, Selbstentfremdung und den Preis gesellschaftlicher Sichtbarkeit.

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