Maren Haffke
©Julia Knop
Faculty Fellow 2026/27
Maren Haffke ist Medien- und Musikwissenschaftlerin und derzeit Juniorprofessorin für Sound Studies an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie hat unter anderem im Graduiertenkolleg »Das Dokumentarische. Exzess und Entzug« und in der Mercator Research Group »Räume anthropologischen Wissens« an der Ruhr-Universität Bochum geforscht. Ihr jüngstes Buch Umgebungsaufnahmen. Zur Epistemologie, Technik und Ästhetik akustischer Ökologien (2025) untersucht das Forschungsfeld der akustischen Ökologien aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive. Ihre Dissertation Archäologie der Tastatur. Musikalische Medien nach Friedrich Kittler und Wolfgang Scherer entwirft eine Medienarchäologie musikalischer Tasteninstrumente. Weitere Forschungsschwerpunkte sind u. a. Sonic Hauntologies und Medien der Sorge. Sie ist Mitglied der Redaktion der Zeitschrift für Medienwissenschaft.
Forschungsskizze
Wendegeister
Mein Projekt am LIAS untersucht im Rahmen einer »Sonic Hauntology« die Beziehungen zwischen ost- und westdeutschen Klangpraktiken rund um die Wiedervereinigung und in der Zeit danach: das Hören und Durchdenken der spektralen Klangeffekte der Konflikte des Kalten Krieges. Seit der Veröffentlichung von Jacques Derridas Spectres of Marx im Jahr 1993 sind Geister und hauntologische Fragestellungen zu festen Motiven in der Erforschung postsozialistischer Erfahrungen in Literatur und Film geworden. Aus der Perspektive der Sound Studies schlägt dieses Projekt eine deutsch-deutsche Hauntologie vor, die sich mit Phantomschmerzen, spektralen Resonanzen und Echos der Abwesenheit befasst.
Ausbildung
2016 Promotion Medienwissenschaft Ruhr-Universität, Bochum
2010 Magister Musikwissenschaft, Medienwissenschaft, Psychologie Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Jüngste akademische Position
Juniorprofessorin für Sound Studies, Leuphana Universität Lüneburg
Jüngste Veröffentlichungen
»“The Spaces of Sight and Sound” – Containment, Feedback, and Contingency in R. Murray Schafer’s Acoustic Ecology«, in: Sound Studies 11, 2 (2025), S. 210–233.
Umgebungsaufnahmen. Zur Epistemologie, Technik und Ästhetik akustischer Ökologien, Wien, Berlin: Turia + Kant, 2025.
mit Jasmin Degeling, »Sorgepraktiken der Online-Rechten: Jordan Petersons Therapeutik des Self-Authorings«, in: Julia Bee / Irina Gradinari / Katrin Koeppert (Hg.), digital:gender – de:mapping affect, Leipzig: Spector Books, 2025.
