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Global Classroom an der Graduate School: Daten sind überall

06.12.2021 Unsere Welt wird datafiziert. Das Komplementärseminar „Challenges and Opportunities of Datafication: Interdisciplinary Perspectives“ unter wissenschaftlicher Leitung der Organisationsforscherin Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich beschäftigt sich mit den Herausforderungen der digitalen Transformation und geht didaktisch dabei einen ungewöhnlichen Weg.

Hannah Trittin-Ulbrich vor dem Zentralgebäude ©Leuphana/Marie Meyer
„Der Global Classroom versteht sich aber nicht nur als universitäres Konzept, sondern öffnet die Lehre auch für die Zivilgesellschaft.“

Im Komplementärstudium an der Leuphana Graduate School lernen Studierende aus verschiedenen Master-Studienprogrammen miteinander und erweitern ihren fachlichen Blick. Der Global Classroom öffnet die Perspektive noch mehr. Im vergangenen Jahr startete das hochschuldidaktische Projekt gemeinsam mit der Copenhagen Business School. Studierende mit verschiedenen kulturellen Hintergründen kamen digital zusammen und diskutierten über die Auswirkungen der zunehmenden Datafizierung. Das Seminar „Challenges and Opportunities of Datafication: Interdisciplinary Perspectives“ vermittelt Studierenden die fortgeschrittenen theoretischen und analytischen Fähigkeiten, die erforderlich sind, um die sozialen Auswirkungen der digitalen Transformationen, ihre Herausforderungen und Chancen zu formulieren, zu entwickeln und zu verstehen.

„Die Planungen für den Global Classroom starteten bereits vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Wir wussten damals gar nicht, wie bedeutend die digitale Lehre noch in den kommenden zwei Jahren werden würde“, sagt Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich, Juniorprofessorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsethik. In diesem Jahr geht das Projekt in die zweite Runde. Diesmal ohne die Copenhagen Business School, da die dänische Universität wieder voll in Präsenz lehrt, das Seminar an der Leuphana aber als Hybrid-Veranstaltung geplant wurde. „Der Global Classroom versteht sich aber nicht nur als universitäres Konzept, sondern öffnet die Lehre auch für die Zivilgesellschaft. Alle unsere Inhalte, die Lektüre, und die Arbeitsaufträge sind Open Access online abrufbar und werden in englischer Sprache bereitgestellt. Um mithilfe der Lehrmaterialien sein Wissen zum Thema Datafizierung zu erweitern, muss man nicht an einer Universität eingeschrieben sein“, sagt Hannah Trittin-Ulbrich.

Die Inhalte des Kurses wurden von verschiedenen Wissenschafter*innen aus dem In- und Ausland entwickelt. „Wir können so auf ein breites Expert*innen-Wissen zurückgreifen“, sagt Hannah Trittin-Ulbrich. Die Juniorprofessorin hält beispielsweise eine virtuelle Vorlesung zu den ethischen Aspekten der zunehmenden Datafizierung: „Es stellen sich ethische und soziale Fragen, etwa: Wie gehen wir als Forscher*innen mit Daten um? Was bedeutet es, wenn wir unsere Gesellschaft digital vermessen? Wie vermeiden wir Diskriminierung bei Datenerhebung? Hinzu kommt der hohe Energieverbrauch von Servern. Die Digitalisierung hat auch ökologische Auswirkungen“, sagt Hannah Trittin-Ulbrich.

Die Studierenden bereiten die Inhalte mit Hilfe der digitalen Vorlesung und den begleitenden Quellen und Arbeitsaufträgen zu Hause vor. Das Selbststudium wird von einem Tutorium begleitet, in dem das Erlernte gemeinsam reflektiert und anhand von Fallbeispielen und Gruppendiskussionen angewandt vertieft wird“, erklärt Hannah Trittin-Ulbrich. Das Seminar wird im Modul „Connecting Science, Responsibility and Society" wird im dritten Mastersemester angeboten.

Die Entwicklung des Global Classroom Projektes „Challenges and Opportunities of Datafication: Interdisciplinary Perspectives“ wurde vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen gefördert.

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  • Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich