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Un/Decisive Entanglements: Eine fotografische Forschung zu Raum, Wiederholung und urbanem Wandel

02.06.2026 Wer sagt, dass Forschungsergebnisse immer zu einem wissenschaftlichen Aufsatz führen müssen? LIAS Alumnus Gary Hussey hat mit der Veröffentlichung der Projektwebsite un/Decisive Entanglements sein LIAS Fellowship in eine Online-Ausstellung und essayistische Reflexion über die materiellen und affektiven Nachwirkungen des Staatssozialismus im gegenwärtigen Budapest umgesetzt.

©Gary Hussey
Die Fotoserie von LIAS Alumnus Gary Hussey ist Teil des laufenden, forschungsbasierten Bildprojekts Monochromatic Intensities. Die elf Fotografien führen durch den U-Bahn- und Bahnhof Kőbánya-Kispest in Budapest, insbesondere eine überdachte Fußgängerbrücke aus der Zeit des Sozialismus.
©Gary Hussey
Die Fotoserie von LIAS Alumnus Gary Hussey ist Teil des laufenden, forschungsbasierten Bildprojekts Monochromatic Intensities. Die elf Fotografien führen durch den U-Bahn- und Bahnhof Kőbánya-Kispest in Budapest, insbesondere eine überdachte Fußgängerbrücke aus der Zeit des Sozialismus.
©Gary Hussey
Die Fotoserie von LIAS Alumnus Gary Hussey ist Teil des laufenden, forschungsbasierten Bildprojekts Monochromatic Intensities. Die elf Fotografien führen durch den U-Bahn- und Bahnhof Kőbánya-Kispest in Budapest, insbesondere eine überdachte Fußgängerbrücke aus der Zeit des Sozialismus.
©Gary Hussey
Die Fotoserie von LIAS Alumnus Gary Hussey ist Teil des laufenden, forschungsbasierten Bildprojekts Monochromatic Intensities. Die elf Fotografien führen durch den U-Bahn- und Bahnhof Kőbánya-Kispest in Budapest, insbesondere eine überdachte Fußgängerbrücke aus der Zeit des Sozialismus.
©Gary Hussey
Die Fotoserie von LIAS Alumnus Gary Hussey ist Teil des laufenden, forschungsbasierten Bildprojekts Monochromatic Intensities. Die elf Fotografien führen durch den U-Bahn- und Bahnhof Kőbánya-Kispest in Budapest, insbesondere eine überdachte Fußgängerbrücke aus der Zeit des Sozialismus.
©Gary Hussey
Die Fotoserie von LIAS Alumnus Gary Hussey ist Teil des laufenden, forschungsbasierten Bildprojekts Monochromatic Intensities. Die elf Fotografien führen durch den U-Bahn- und Bahnhof Kőbánya-Kispest in Budapest, insbesondere eine überdachte Fußgängerbrücke aus der Zeit des Sozialismus.
©Gary Hussey
Die Fotoserie von LIAS Alumnus Gary Hussey ist Teil des laufenden, forschungsbasierten Bildprojekts Monochromatic Intensities. Die elf Fotografien führen durch den U-Bahn- und Bahnhof Kőbánya-Kispest in Budapest, insbesondere eine überdachte Fußgängerbrücke aus der Zeit des Sozialismus.
©Gary Hussey
Die Fotoserie von LIAS Alumnus Gary Hussey ist Teil des laufenden, forschungsbasierten Bildprojekts Monochromatic Intensities. Die elf Fotografien führen durch den U-Bahn- und Bahnhof Kőbánya-Kispest in Budapest, insbesondere eine überdachte Fußgängerbrücke aus der Zeit des Sozialismus.

Im Zentrum stehen Fotografien der Verkehrsinfrastruktur rund um die Endstation Kőbánya-Kispest der M3-Linie, die alltägliche Räume des Übergangs, der Wiederholung und der sozialen Spannung sichtbar machen.

Das Projekt knüpft direkt an sein Forschungsprojekt »Spatialising Antagonism: The materialities of political (de)polarisation in contemporary Budapest, Hungary« an und entwickelt zwei zentrale konzeptuelle Perspektiven weiter. Erstens untersucht es Raum nicht als statische Kulisse, sondern als politisch produzierte und umkämpfte Materialität. »Ich wollte, dass die fotografierten Infrastrukturen als Orte erscheinen, an denen sich gesellschaftliche Transformationen – vom Staatssozialismus zum neoliberalen Kapitalismus – zwar ablagern aber durch alltägliche Praktiken, Bewegungen und Nutzungen fortlaufend neu konfiguriert werden«, so Gary Hussey zu seinem Projekt. Gleichzeitig dokumentiert er, wie die politische Ordnung reproduziert, unterbrochen oder irritiert wird durch Wiederholung des Alltags, wie sie eine U-Bahn-Station erzählen kann. »Politik«, so Hussey »findet nicht immer nur in spektakulären politischen Ereignissen statt.«

Die Fotoserie distanziert sich bewusst, vom dem »entscheidenden Moment«, der so häufig die Aufmerksamkeit in Sozialen Medien erhaschen will. Die Fotografien stellen eher eine offene Untersuchung von Prozesshaftigkeit, Immanenz und Verflechtung dar. Menschen, Schatten, Metallstrukturen, Reflexionen, Schmutz und Graffiti treten in ein nicht-hierarchisches Verhältnis zueinander und erzeugen eine Bildsprache, die eindeutige Lesarten verweigert. Gerade dadurch eröffnet die Arbeit einen Zugang zu den sinnlichen und materiellen Dimensionen des Politischen, die sich diskursiven Analysen häufig entziehen. Auch das ist Forschung.

Anfragen und Kontakt:

  • Dr. Christine Kramer