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LIAS Filmreihe: L’ Arbre de l’ Authenticité

Mittwoch, 1. Juli, 19 Uhr | SCALA Programmkino | Eintritt frei

01. Juli

Dieser Film gehört zur LIAS-Filmreihe in Kooperation mit dem SCALA Programmkino. Jeden Monat werden internationale Filme zu kultur- und sozialkritischen Themen von Einführungen und Diskussionen begleitet.

Datum: Mittwoch, 1. Juli 2026, 19 Uhr
Ort: SCALA Programmkino | Apothekenstr. 17 | 21335 Lüneburg

Regie: Sammy Baloji • DR Kongo/Belgien 2025 • 89 Min. • Französisches Original mit englischen Untertiteln
Freier Eintritt

Einführung mit LIAS Faculty Fellow Vera-Simone Schulz

Im Rahmen der LIAS Film Series zeigen wir L’Arbre de l’Authenticité des kongolesischen Künstlers und Filmemachers Sammy Baloji. Der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm wurde beim International Film Festival Rotterdam mit dem Spezialpreis der Jury geehrt und war für den internationalen Wettbewerb des DOK.fest München 2025 nominiert.

In einem essayistischen Dreiklang verbindet der Film historische Recherche, ökologische Reflexion und filmische Imagination. Ausgangspunkt ist das ehemalige belgische Forschungszentrum in Yangambi im Kongobecken, das seit den 1930er-Jahren meteorologische Daten erhob, die heute wichtige Erkenntnisse für die Klimaforschung liefern. Anhand der Biografien von Paul Panda Farnana (1888–1930), dem ersten kongolesischen Agronomen und Intellektuellen, sowie des belgischen Kolonialbeamten Abiron Beinaert (1903–1941) untersucht Baloji die Verflechtungen von kolonialer Wissensproduktion, Ressourcenausbeutung und ökologischer Transformation.

Im Schlussabschnitt des Filmstritt der etwa 300 Jahre alte Baum Lileko als Zeuge historischer und ökologischer Umbrüche auf. In poetischen Bildern und einer eindringlichen Klanglandschaft reflektiert der Film die langfristigen Folgen menschlicher Eingriffe in Natur und Gesellschaft und verweist auf die anhaltende Aktualität kolonialer Hinterlassenschaften im Kontext globaler Umweltkrisen.

L’Arbre de l’Authenticité lädt dazu ein, die Beziehungen zwischen Wissenschaftsgeschichte, Kolonialismus und Klimawandel neu zu denken und über Formen ökologischer Verantwortung in einer postkolonialen Gegenwart zu diskutieren.