Der Minor Philosophie
„Was ist Philosophie?“ Diese Frage nach ihrer Selbstverständigung begleitet die Philosophie seit ihren Anfängen. Dabei ist das philosophische Denken von anderen Denkformen nicht nur inhaltlich, sondern bereits der Art des Fragens nach unterschieden. Es setzt ein bestimmtes Selbstverständnis nicht unbefragt voraus, sondern reflektiert als voraussetzungskritische Selbsterkenntnis immer auch seinen eigenen Sinn.
Als Grundlagenwissenschaft untersucht die Philosophie die Bedingungen von Erkenntnis und gibt den Einzelwissenschaften methodische und inhaltliche Impulse. Als kritische Praxis des freien Denkens leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Einschätzung geltender Regeln und Normen und aktueller gesellschaftlicher Probleme. Sie leistet systematische Beiträge zu ethischen Fragen, z.B. der Bioethik oder der Wirtschaftethik, zu Problemen der Politik oder zum Umgang mit Natur und beantwortet diese anhand ihrer Methodologie und vor dem Hintergrund ihrer Theorien und Traditionen.
Philosophie ist auch die Frage nach Lebensformen und so haben besonders die Denker_innen, die durch die Einheit von Theorie und Praxis beeindrucken, einen tiefgreifenden Einfluss auf das kulturelle Leben ausgeübt. Die Philosophie hat ihren Sitz im Leben des Menschen und fragt nach seinen Erfahrungs- und Handlungszusammenhängen, wie nach seiner Kultur und danach, was der Mensch hervorzubringen in der Lage ist, wie z.B. seine Technik oder seine Künste. Ihre Aufgabe ist die begriffliche Durchleuchtung der menschlichen Existenzweise und sie ermöglicht es, aktuelle Entwicklungen auch vor dem Hintergrund historischer Denkarten zu verstehen.
Bitte beachten Sie: Der Minor Philosophie ist zulassungsbeschränkt. Näheres hierzu finden Sie unter „Besonderheiten“.
Profil
Im Studium der Philosophie geht es nicht allein darum, einen abgrenzbaren Bereich des Wissens zu beherrschen, denn ein Philosoph ist kein Experte im herkömmlichen Sinne. Im Mittelpunkt steht weniger die bloße Gelehrsamkeit, als vielmehr das vertiefende Denken, das kritische Fragen und das analytische Verstehen. Der Minor Philosophie bietet Ihnen einen historischen und systematischen Überblick über die Geschichte der Philosophie und eine Vertiefung anhand einzelner Probleme. Sie erarbeiten sich einen fundierten Einblick in das Fach, lernen theoretische Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen und auf aktuelle Fragen anzuwenden. Die theoretische Arbeit befähigt Sie, Impulse weiterzugeben und Debatten im eigenen Fach besser einzuordnen. Sie lernen, in Forschung und in Alltagsdebatten mit angemessener kritischer Distanz und Kenntnis philosophische Positionen zu erkennen, zu analysieren und Stellung zu beziehen.
Pflichtmodule
Im Minor Philosophie belegen Sie folgende Module:
- 2. Semester: Einführung in die Philosophie
- 3. Semester: Philosophie des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart
- 4. Semester: Praktische Philosophie I und II
- 5. Semester: Theoretische Philosophie/Natur- und Nachhaltigkeitsphilosophie
Für eine weitergehende Beschäftigung mit den Studieninhalten des Minor empfehlen wir die in der Fußzeile verfügbare Übersicht zu den einzelnen Modulen bzw. die fachspezifische Anlage.
Besonderheiten
Anmerkung: Bei dem Minor Philosophie handelt es sich um einen zulassungsbeschränkten Minor.
Bekommen Sie bei der Bewerbung zum 1. Semester keinen Studienplatz im Minor Philosophie, dann haben Sie die Möglichkeit, sich erneut zum 2. Semester (Formular Mitteilung/Antrag über den Wechsel eines Minors) um einen Studienplatz zu bewerben (Bewerbungsfrist 15. Januar). Eine Vergabe von Studienplätzen zum 2. Semester erfolgt jedoch nur im Falle bis dahin eventuell frei gewordener Studienplätze. Nähere Informationen erhalten Sie auf Anfrage beim Infoportal.
Beruf und Karriere
Als Ergänzung aller Major-Studiengänge, besonders in Kombination mit dem Major Kulturwissenschaften, erwerben Sie im Minor Philosophie durch die theoretische Arbeit die Fähigkeit, Impulse zu entwickeln, weiterzugeben und Debatten im eigenen Arbeitsgebiet besser einzuordnen. Sie lernen, in Forschung und in Alltagsdebatten mit angemessener kritischer Distanz und Kenntnis philosophische Positionen zu erkennen, zu analysieren und Stellung zu beziehen.



