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Leuphana schärft ihr Profil mit neuer Fakultät Staatswissenschaften

11.03.2022 Lüneburg. Mit ihrer neuen Fakultät Staatswissenschaften setzt die Leuphana Universität Lüneburg in Forschung und Lehre einen neuen Schwerpunkt und schärft ihr Profil als geistes- und sozialwissenschaftlich orientierte Universität. Die Fakultät vereint die Fächer Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre und schafft so ein in Deutschland neuartiges Profil für die Auseinandersetzung mit Fragen an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. 26 Professuren werden in der neuen Fakultät angesiedelt sein. Zum 1. April 2022 nimmt sie ihre Arbeit auf.

„Die neue Fakultät wird in ihrer Forschung die großen Transformationen unserer Zeit thematisieren und dazu die vorhandenen Forschungsschwerpunkte zur Zukunft der Demokratie, zur Evidenzbasierung politischer Entscheidungen und zum Recht im Kontext gesellschaftlicher Transformation fortentwickeln“, erläutert Universitätspräsident Sascha Spoun. Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Verwerfungen in Politik und Gesellschaft sei es wichtig, das Verhältnis von Staat, Demokratie und Marktwirtschaft disziplinenübergreifend in den Blick zu nehmen und in Forschung und Lehre zur Geltung zu bringen.

Die Vertreter der beteiligten Fächer haben schon in der Vergangenheit viele Schnittstellen zwischen ihren Disziplinen ausgemacht und wollen nun mit der Fakultätsgründung die interdisziplinäre Bearbeitung von Themen verstärken. Die Rolle des Staates als maßgeblichem Akteur für die Bewältigung unserer Gegenwartskrisen soll dabei im Zentrum stehen. Forschung und Lehre sollen in ganz besonderer Weise verbunden werden, um das Phänomen Staat in seiner ganzen Komplexität bearbeiten zu können.

Auf der Forschungsagenda der neuen Fakultät stehen neben demokratietheoretischen Fragen die wirtschaftswissenschaftliche Analyse politischer Entscheidungen ebenso wie der Entscheidungen von Unternehmen und Institutionen. Die rechtswissenschaftliche Perspektive wird sich insbesondere auf die Europäisierung und Internationalisierung der Rechtsordnung richten und auf die Frage, welche Rolle das Recht im Zeitalter einer gesellschaftlichen Transformation spielt.

Neben gemeinsamen Forschungsprojekten sollen künftig auch gemeinsame Studienprogramme und wissenschaftliche Veranstaltungen die Zusammenarbeit der Disziplinen in der neuen Fakultät prägen. Auch die Nutzung zahlreicher internationaler Kooperationen ist geplant. Unter anderem werden gemeinsame Master-Programme mit europäischen Partnerhochschulen eingerichtet, unter ihnen die University of Glasgow. Die Politikwissenschaft plant ein Doppelbachelor-Programm mit der Université Paris-Est.

Im Zuge der Fakultätsgründung werden nicht weniger als 11 Professuren neu besetzt. Drei dieser Professuren entfallen auf die Politikwissenschaft, sieben auf die Rechtswissenschaft und eine auf die Volkswirtschaftslehre. Die entsprechenden Ausschreibungen laufen bereits. Das Interesse bei Bewerberinnen und Bewerbern ist sehr groß.

Weitere Informationen:

www.leuphana.de/einrichtungen/fakultaet/staatswissenschaften.html