Das Forschungsprofil der Leuphana
Transformation — Unser universitätsübergreifender Forschungsschwerpunkt
Die großen Wandel unserer Zeit bilden den Kern der Leuphana-Forschungsagenda. Fragen rund um Klimawandel, Globalisierung, Demokratie, neue Arbeits- und Organisationsmodelle, Bildungsqualität, digitale Medien und Künstliche Intelligenz werden fächerübergreifend erforscht:
- Wie lassen sich Transformationen identifizieren, beschreiben und analysieren?
- In welchem Verhältnis stehen transformative und disruptive Prozesse?
- Welche gesellschaftlichen Konflikte, welche Wert- und Zielvorstellungen begleiten diese Prozesse oder resultieren daraus?
Die Zukunft von Gesellschaften hängt entscheidend von ihrem Vermögen ab, Transformationen zu reflektieren und zu bewältigen. Die Forschenden loten daher aus, was Transformation ist und wie sie gelingen kann.
Bildungstransformation
Wie können die Qualität der Schulbildung und die Lehrkräfteausbildung verbessert werden, insbesondere im Kontext von digitaler Transformation, Pandemie oder Flucht und Migration? Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Komplexität und des fortlaufenden Strukturwandels von Schulen erforschen Wissenschaftler*innen der Leuphana empirisch die Bedingungen der Bildungsrealität unserer Gesellschaft. Bildungsforschende aus Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik, Psychologie und Soziologie adressieren aktuelle Probleme und Fragen, um transformative Prozesse anzustoßen und systemische Veränderungen im Bildungswesen voranzubringen.
Forschungsthemen
Forschungseinrichtungen
Digitale Transformation
Das Digitale durchdringt die Welt. Insbesondere die rasante Weiterentwicklung digitaler Medientechnologien macht die gegenwärtige Dauertransformation spürbar. Die Erforschung ihrer kulturerzeugenden Kraft bedarf eines interdisziplinären und internationalen Teams: Leuphana-Wissenschaftler*innen der Medientheorie, Kulturtheorie, Wirtschaftsinformatik, Organisationsforschung und Soziologie analysieren die Transformationspotenziale des Digitalen. Sie verfolgen kulturhistorische, wirtschaftswissenschaftliche und experimentell-performative Ansätze, um zu einer verantwortungsvollen Gestaltung des digitalen Wandels von Gesellschaft und Wirtschaft beizutragen.
Forschungsthemen
Forschungseinrichtung
Nachhaltige Transformation
Nachhaltigkeitswissenschaftler*innen entwickeln mit ihren Stakeholdern aus Forschung und Praxis Konzepte und Strategien für eine nachhaltige Entwicklung. Insbesondere an der Fakultät Nachhaltigkeit der Leuphana, als Pionierin ihres Fachs, und zunehmend fakultätsübergreifend untersuchen Forschende sozial-ökologische Transformationsprozesse aus natur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive und mit interdisziplinären Ansätzen. In Kooperationen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene erforschen sie nachhaltige Systeme und arbeiten an der Lösung realer Nachhaltigkeitsprobleme.
Forschungsthemen
- Auf dem Weg zu einer regenerativen Gesellschaft
- Nachhaltigkeit in Chemie, Materialien und Energieflüssen
- Nachhaltigkeit in Ökosystemen und Gesellschaft
- Nachhaltigkeitsmanagement
- Unternehmen als treibende Kräfte der Nachhaltigkeitstransformation
Forschungseinrichtungen
Politische Transformation
Gegenwärtige Krisen wie Kriege, Klimawandel und Pandemie haben globale Auswirkungen auf politische und rechtliche Systeme. Dies zeigt sich z. B. im Erfolg rechtspopulistischer Parteien. Forschende der Leuphana aus Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie aus der Sicherheits- und der Nachhaltigkeitsforschung untersuchen daher die Leistungsfähigkeit und Beständigkeit von Demokratie. Dazu fragen sie u.a. nach ihren Resilienzbedingungen, der Wirkung von politischem Handeln auf die Gesellschaft, der Gewährleistung von Sicherheit oder nach Wechselbeziehungen von Recht und gesellschaftlichem Wandel.
Forschungsthemen
- Demokratieforschung
- Demokratische Resilienz: Die Nachhaltigkeit der Demokratie im Zeitalter der globalen Polykrise
- Kooperative Sicherheit
- Nachhaltigkeit in Governance, Recht & Institutionen
- Recht im Kontext gesellschaftlicher Transformation
Forschungseinrichtungen
Soziokulturelle Transformation
Welche gesellschaftlichen Konflikte, unterschiedlichen Wertvorstellungen und veränderten Handlungsmöglichkeiten mit aktuellen Transformationsprozessen einhergehen, untersuchen Leuphana-Wissenschaftler*innen aus Kulturwissenschaften, Volkswirtschaftslehre, Psychologie und Soziologie. Sie erforschen die sich verändernden individuellen, interpersonellen, wirtschaftlichen, digital-technischen u. a. Bedingungen in einer globalisierten Welt. Aus sozio-kultureller, politisch-ökonomischer, rechtlicher und technisch-wissenschaftlicher Perspektive erarbeiten sie eine kritische Gegenwartsdiagnostik.
Forschungsthemen
- Kulturen der Kritik
- Kulturen des Konflikts
- Psychologie der Transformation
- Psychologie und soziale Transformation
- Volkswirtschaftslehre: Evidenzbasierte Politik (“Evidence-based Policy Research”)
Forschungseinrichtungen
Unternehmerisch-technische Transformation
Wie können nachhaltigere (digitale) Praktiken in Wirtschaft und Gesellschaft etabliert werden? Die Wissenschaftler*innen der Leuphana verstehen Entrepreneurship als Schlüsselkompetenz, mit der wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Wandel angestoßen und befördert werden kann. In inter- und transdisziplinären Kooperationen mit Unternehmer*innen, Entscheider*innen und weiteren Wissenschaftler*innen entwickeln sie Grundlagen für technologische und soziale Innovationsprozesse. Aus wirtschafts- und kulturwissenschaftlicher sowie psychologischer Perspektive untersuchen Organisationsforschende zudem Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Handeln.
Forschungsthemen
- Entrepreneurship
- Nachhaltiger Produktentwicklungsprozess
- Nachhaltigkeit in Management, Unternehmertum und Psychologie
- Organisieren in Krisenzeiten
- Organization Studies
Forschungseinrichtungen
Forschungsinformationen
Das Forschungsinformationssystem (FIS) der Leuphana bietet einen schnellen Zugang zu den Projekten, Profilen und Publikationen der an der Leuphana tätigen Wissenschaftler*innen. Mehr
Vizepräsident für Forschung
- Prof. Dr. Erich Hörl


