• Leuphana
  • Studium
  • Leuphana Start-up: MANGONUMBERFIVE – Modeindustrie neu denken

Leuphana Start-up: MANGONUMBERFIVE – Modeindustrie neu denken

21.06.2021 Tom Haverland, Lina Rehfeldt und Jascha Klatt wollen zu einer positiven Moderevolution beitragen. Dafür gründeten sie im vergangenen Jahr mit weiteren Student*innen der Leuphana das nachhaltige Modelabel MANGONUMBERFIVE. Ziel ist es, Mode neu zu denken.

Gründer_innen von MANGONUMBERFIVE ©© privat
„Wir sollten alle gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten,“ sagt Gründer Tom Haverland.

„Die Modewelt ist ein Paradebeispiel einer nicht-nachhaltigen Industrie, welcher wir entgegenwirken wollen“, sagt der Gründer Haverland. Das MANGONUMBERFIVE-Team betrachtet Mode besonders für junge Menschen als identitätsstiftend. Daher gelte es, Mode im Einklang mit der Natur zu produzieren. Durch das interdisziplinäre Studium am Leuphana College sind die Gründer*innen viel mit sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit konfrontiert worden. „Auch wenn Gründen bei uns tiefer verwurzelt ist, hat die Leuphana uns viel Hilfe und Inspiration geliefert.“ Das Start-up orientiert sich mit ihrer Mode an dem Cradle to Cradle-Prinzip, das von Michael Braungart, Professor für Ökodesign, begründet wurde. „Die Mission ist es bestehende Produkte neu zu denken.“ Ziel des Mode-Start-ups ist es, so zu produzieren, dass Abrieb und Verschleißprodukte entweder als Nährstoffe in die Natur zurückgeführt werden oder als technische Nährstoffe „ewig“ wiederverwendet werden können.

Um einen Cradle to Cradle Standard zu ermöglichen, verwendet MANGONUMBERFIVE für ihre Produkte ausschließlich Bio-Baumwolle. In der Produktion wird die Verwendung von Chemikalien und der Wasserverbrauch auf ein Minimum reduziert. Das Endprodukt muss biologisch-abbaubar sein: „Es war uns wichtig, ein Produkt zu haben, was nach der Nutzung wieder in die Natur zurückgeführt werden kann. Unsere Farben zum Beispiel bestehen aus biologisch-abbaubarem, Cradle to Cradle Platin-zertifiziertem Kunststoff,“ erzählt Haverland.

„Transparenz spielt in Konsumentscheidungen heutzutage eine große Rolle. Leider verbergen sich dahinter häufig leere Worte,“ findet Teammitglied Fabian Holst. Für die Gründer*innen funktioniert Nachhaltigkeit nicht ohne Transparenz. Die Modemarke kooperiert daher mit Retraced, eine Software, die auf einer Blockchain beruht. Retraced hilft dabei, die Nachhaltigkeitszertifikate zu validieren und den Produktweg nachzuvollziehen. „Käufer*innen können somit genau verstehen, welchen Weg das Produkt auf sich genommen hat und an welchem Ort der Lieferkette was gemacht wurde. Vom Einpflanzen der Baumwolle bis zum fertigen T-Shirt in den Händen der Konsument*innen.“

Neben den biologisch-abbaubaren Produkten und der Lieferkettentransparenz stützt sich das Team zudem speziell für die Designs der T-Shirts auf Kooperation mit Künstler*innen. In der Pandemie hat die Kreativbranche stark gelitten: „Wir wollen somit in unserem noch kleinen Umfang einen positiven Beitrag leisten und die kreative Selbstverwirklichung von Künstler*innen unterstützen. Wir sollten alle gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten,“ regt Haverland an.