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9 Jahre SCHub-Camp: 3 Orte, 28 Initiativen und 100 Prozent Impact

17.11.2021 Das SCHub-Camp der Leuphana wird im November 2021 neun Jahre alt. Der SCHub, kurz für „Social Change Hub“, ist eine Plattform, die sich dafür einsetzt, Akteur*innen des sozialen Wandels und insbesondere studentische Initiativen aus- und weiterzubilden. Seit 2012 richtet der SCHub jährlich ein alternatives und bedarfsorientiertes Coaching-Wochenende („Camp“) aus, an dem mit bis zu fünf Initiativen an organisatorischer und inhaltlicher Weiterentwicklung gearbeitet wird.

Workshop Foto ©Copyright (c) 1998 Hewlett-Packard Company
Social Change Hub ©Copyright (c) 1998 Hewlett-Packard Company
Gruppenfoto ©Copyright (c) 1998 Hewlett-Packard Company

„Das Camp stellt eine im universitären Alltag seltene Möglichkeit dar, um ohne Ablenkung und mit einem festgesetzten Zeitplan als studentische Initiative zusammen- und weiterzukommen“, sagt Alexa Böckel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Teamleitung  des SCHub. Das Ziel des Camps ist es, soziale und nachhaltige Projekte von Initiativen, Vereinen und Sozialunternehmungen, etwa dem Uni-Festival „Lunatic“, in Form von mehrtägigen Workshops zu unterstützen und die nachhaltige Transformation voranzutreiben. Im Vordergrund steht dabei der Gedanke, nicht in Konkurrenz miteinander zu treten, sondern sich gegenseitig auszutauschen und zu stärken – und das ohne große Kosten für die Teilnehmer*innen.

Markus Beckmann, SCHub-Mitarbeiter 2012, erinnert sich vor allem an die aktivierenden Fragen: „Stell dir vor, du bist alt und würdest auf deine Initiative/Projekt zurückblicken, welchen empathischen Tipp würdest du deinem jungen Alter-Ego mit auf den Weg geben? Im Camp würden wir den Initiativen dann zum Beispiel raten: Überleg dir als Mitglied jedes Semester, wie viel du zu deiner Initiative beitragen möchtest! Fragt als Initiative nach Hilfe von außen, wenn ihr festgefahrene Probleme habt, und macht euch klar, was ihr schon Großartiges geleistet habt!“

 „Im Verlauf der Jahre haben wir mit den Initiativen festgestellt“, sagt Böckel, „dass der Bedarf an einigen Kompetenzen und der Umgang mit bestimmten Herausforderungen sich über die Initiativen hinweg sehr ähnelt. Bestimmte Themen sind einfach bei fast allen studentischen Initiativen gleich: Wie bleiben wir innovativ und spannend für neue Mitglieder? Wie definieren wir unser Selbstverständnis und unsere Identität? Wie können wir sicherstellen, dass Verantwortung zwischen den Mitgliedern so verteilt wird, dass alle einen Beitrag leisten und sich stärker committen? Wie können wir unser Wissen an weitere Jahrgänge weitergeben?“ Der SCHub identifizierte im Laufe der Durchgänge, dass bei der Beantwortung dieser Fragen Teamstrukturen und -kompetenzen eine zentrale Rolle spielen. So sind sowohl feste Strukturen und eine gemeinsam klar definierte Mission sowie Zielsetzung wichtig für das Commitment der Mitglieder. Auch Kontinuität der Wissensweitergabe sowie Flexibilität und Gestaltungsspielraum, um neue Ideen aufzunehmen und umzusetzen, sind entscheidend. „Gerade Initiativen in Wachstumsprozessen, wie etwa die No Border Academy, die 2015 in unserem Camp war, profitieren von dieser Schärfung ihres Selbstverständnisses und ihrer Kommunikationsstrukturen“, erklärt Böckel.

Die im Schub-Camp gecoachten Projekte haben einen positiven Impact für die nachhaltige Gestaltung der Universität und darüber hinaus.  „Wenn sich Initiativen gegenseitig helfen und in ihrer Wirkung unterstützen, ergibt sich eben ein deutlicher Mehrwert gegenüber puren Fachvorträgen“, so SCHub-Mitglied Sarah Kociok. Denn bei der Weiterentwicklung der Projekte kommen den Studierenden auch ihre im Studium erlernten Fachfähigkeiten zugute.

Dieses Jahr war das größte Endprodukt ein Co-Creation Space, der sogenannte „Zebrastall“, der auf die Vernetzung verschiedener engagierter Einzelpersonen, Initiativen aber auch Vereine und Projekte abzielt -  ein kleines Camp, das sich regelmäßig auf dem Campus aufsuchen lässt. Diese Idee ist nur durch den intensiven Kontakt der diesjährigen Initiativen entstanden. „Denn durch die Co-Creation unterschiedlicher Akteur*innen lässt sich so ein Projekt eben doch besser angehen“, fasst Böckel zusammen. Dieser Space wird derzeitumgesetzt und wird auch für die breitere Universitätsgemeinschaft zur Verfügung stehen.

Aktive Projekte und Initiativen wie Lünebohne e.V., Viva con Agua Lüneburg, Rock your life, Zum Kollektiv, Enactus, Arbeiterkind, Plan B, O-Ton oder lunatic e.V. sind nur eine kleine Auswahl an Projekten, die in den Vorjahren beim SCHub CAMP dabei waren und anschließend erfolgreich fortgeführt wurden. Böckel blickt optimistisch nach vorn: „Mit diesem Erfolg hoffen wir auf viele weitere Camps mit leidenschaftlichen Diskussionen und inspirierenden Ideen!“