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Das Leuphana Transformation Lab: Ein Raum für interdisziplinäre Transformationsforschung

29.04.2026 Wie lassen sich soziale, ökologische und technologische Transformationen besser verstehen? Und wie kann Forschung dazu beitragen, Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten, um das Vermögen zum zukunftsorientierten Denken neu zu entfachen? Das Leuphana Transformation Lab entwickelt neue Ansätze für eine inter- und transdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Gegenwart.

©Leuphana/Tengo Tabatadze
Die Ko-Direktor:innen Prof. Dr. Erich Hörl und Prof. Dr. Berta Martín-López, die akademische Koordinatorin Dr. Anke Gruendel und die Postdoktorandin Dr. Henrike Kohpeiß.

Im Oktober 2025 ist das universitätsweite Strukturentwicklungsprogramm „Embracing Transformation“ erfolgreich gestartet. Damit stärkt die Leuphana ihre nationale und internationale Position als Forschungsuniversität und schärft ihr Profil im Umgang mit den Herausforderungen der Gegenwartsgesellschaft. Im Zentrum steht die analytische, begriffliche und methodische Auseinandersetzung mit Transformation. 

Im Rahmen von „Embracing Transformation“ hat die Leuphana mit dem Transformation Lab eine zentrale, fakultätsübergreifende Einrichtung geschaffen, die Transformationsprozesse in ihren sozialen, ökologischen und technologischen Dimensionen erforscht. Ziel ist der Aufbau einer eigenständigen Denkschule, die Transformation als vielschichtigen Begriff versteht und auf inter- sowie transdisziplinärer, reflexiver Forschung basiert. Dabei stärkt das Lab die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft und baut Forschung sowie internationale Kooperationen lokal verankert und global vernetzt aus.

Durch die Bündelung der Aktivitäten aus den Potenzialbereichen der Universität und der Psychologie als Hub Science fördert das Lab die universitätsweite Vernetzung und schafft Synergien zwischen Fachbereichen, Initiativen und bestehenden Strukturen. Gleichzeitig baut es internationale Verbindungen zu anderen Labs und Forschenden aus, die an Transformationsprozessen arbeiten. Ein zentraler Bestandteil ist das Promotionsprogramm „Embracing Transformation“, das im Lab verortet ist. Mehr als 40 Doktorand:innen aus aller Welt erhalten die Möglichkeit, sich in der Transformationsforschung zu profilieren und Teil eines globalen Diskurses zu werden.

Das Lab forscht in unterschiedlichen Themenfeldern der Transformation, die durch gemeinsame Begriffs- und Konzeptualisierungsarbeit gebündelt werden. Fragen nach den Wissensformen von Transformation, dem Verhältnis von Disruption und Transformation sowie den räumlichen und zeitlichen Aspekten von Transformation stehen im Fokus. Das Lab entwickelt und erprobt neue Forschungsmethoden sowie Kommunikationsformate, die auch künstlerisch-designerische Prozesse einbeziehen, um innovative Formen der Wissensproduktion zu ermöglichen und Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten. Auf diese Weise integriert es die Ergebnisse von Forschenden und Praxispartner:innen zu einem facettenreichen Transformationswissen für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

Den Auftakt bildet die Veranstaltungsreihe „Transformation Dialogues“, in der gemeinsam mit internationalen Gästen zentrale Fragen des Transformationsbegriffs diskutiert werden. Die erste Veranstaltung findet am 6. Mai 2026 von 16 bis 18 Uhr im Zentralgebäude der Leuphana statt.

Das Transformation Lab setzt wichtige Impulse für eine innovative und verantwortungsbewusste Transformationsforschung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden gezielt in Lehre, Weiterbildung sowie in gesellschaftliche und wirtschaftliche Praxis überführt.

Das Leuphana Transformation Lab ist die zentrale Infrastruktur des universitätsübergreifenden Programms „Embracing Transformation“. Gefördert wird das Programm durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und die VolkswagenStiftung in der Förderlinie „Potenziale strategisch entfalten“.

Kontakt

  • Prof. Dr. Erich Hörl
  • Prof. Dr. Berta Martín-López
  • Dr. Anke Gruendel
  • Dr. Henrike Kohpeiß