Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

"Einführung in die Dialektik" (Seminar)

Dozent/in: Christoph Görlich

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C HS 2

Inhalt: Der Begriff der Dialektik ist (fast) so alt wie die Philosophie selbst und entsprechend heterogen ist das Feld der Bedeutungen, die unter ihn subsumiert wurden: Dialektik als rhetorische Kunst, als Methode korrekter logischer Ableitungen oder als philosophische Logik schlechthin. Einen signifikanten Sprung im Denken der Dialektik vollzog sich mit Hegel, der sie als »die Bewegung der Begriffe« selber zum zentralen Motiv des aufgeklärten Denkens machte. So gewichtig die Hegelsche Dialektik damit für das moderne Denken wurde, so wichtig ist es auch den Begriff wie er sich bei Hegel und dann später insbesondere bei Marx findet, sorgfältig zu rekonstruieren und dabei zu vermeiden, auf allfällige Verkürzungen – z.B. die beliebte Trias These-Antithese-Synthese – und Vorurteile – Dialektik als philosophische Blaupause des Totalitarismus etc. – hereinzufallen. Wohl nicht zuletzt aus diesem Grund und als Vorbereitung seiner eigenen Revision der Dialektik, die »Negative Dialektik« von 1963, hat der Philosoph Theodor W. Adorno 1958 in Frankfurt eine Vorlesung zur »Einführung in die Dialektik« gehalten, die über Tonbandaufzeichnungen sich erhalten hat und vor wenigen Jahren als Teil der »Nachgelassenen Schriften« im Suhrkamp-Verlag erschienen ist. Diese Vorlesungen bieten nicht nur eine konzise und zumal in inklusiver Form – d.h. sie sind einfach verständlich und für eine Zuhörerschaft ohne entsprechendes philosophisches Vorwissen geschrieben – gehaltene Einführung in das Thema und die Geschichte der Dialektik, sondern sie lassen sich auch als Einführung in den Kern der Philosophie Adornos verstehen. Diese Gelegenheit soll im Seminar ergriffen werden, d.h. wir wollen versuchen uns gemeinsam anhand der Vorlesungen Adornos ein Verständnis von Begriff, Anspruch, Geschichte, Problemen und Perspektiven der Dialektik zu erarbeiten. Wie erwähnt ist aufgrund des inklusiven Charakters der Vorlesung weitestgehend keinerlei philosophisches Vorwissen nötig – wo ein bisschen mehr Hintergrund, als ihn die Endnoten bieten, hilfreich ist, werde ich versuchen einzuspringen – und das Seminar für Interessierte aller Fächerrichtungen offen.

"Hier bei uns ist es anders." Vergleichende Methoden mit Raumbezug (Seminar)

Dozent/in: Ariane Sept

Termin:
Einzeltermin | Fr, 11.12.2020, 14:15 - Fr, 11.12.2020, 17:45 | C 16.129 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 12.12.2020, 10:00 - Sa, 12.12.2020, 14:00 | C 16.129 Seminarraum
Einzeltermin | So, 13.12.2020, 10:00 - So, 13.12.2020, 14:00 | C 16.129 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 15.01.2021, 14:15 - Fr, 15.01.2021, 17:45 | C 40.255 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 16.01.2021, 10:00 - Sa, 16.01.2021, 17:00 | C 16.129 Seminarraum

Inhalt: Im Alltag vergleichen wir ständig, ob Preise im Supermarkt oder uns selbst mit anderen. Auch unseren Wohnort vergleichen wir mit denen der anderen, einem möglichen in der Zukunft oder einem vergangenen. Vergleichende Methoden in der Wissenschaft meinen den systematischen Vergleich von Untersuchungseinheiten, um Generalisierbarkeit zu erzielen, Hypothesen zu prüfen oder zu generieren. Eine spezifische Form ist der Stadt- und Raumvergleich. Hier sollen durch Vergleichen von Städten, Landkreisen oder anderen räumlichen Einheiten Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Entwicklungen beschrieben und erklärt, Besonderheiten, Kausalitäten oder Entwicklungsmuster aufgedeckt oder Typen gebildet werden. Im Seminar werden wir neben theoretischen Grundlagen des Vergleichens beispielhaft solche Vergleiche zu verschiedenen Themen (z.B. räumliche Digitalisierung, Gentrifizierung, nachhaltige Stadtentwicklung, Seuchenschutz) betrachten. Anschließend erarbeiten die TN selbst räumliche Vergleiche.

"Sen-sa-tio-nell: Archäologen entdecken [...]!!!" Einführung in die Archäologie und ihre Methoden anhand bekannter Beispiele. (Seminar)

Dozent/in: Christian Brückner

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | C 12.006 Seminarraum

Inhalt: Die Archäologie wird in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem mit Aufsehen erregenden Entdeckungen verknüpft. Wagemutige Forscherinnen und Forscher scheinen allenthalben sensationelle Funde zu machen: ein unvermutetes Grab, idealerweise mit Mumie und kostbaren Beigaben; eindrucksvolle Ruinen einer untergegangen Zivilisation, von der bisher niemand wusste; der Dschungel oder ein Tempel "gibt sein Geheimnis preis", etc. Vor der Schlagzeile und hinter dem Mythos stehen jedoch lange Arbeitszeiträume und oft mühevolle Erkenntnisprozesse, ohne deren Gründlichkeit die Erfolgsmeldung wie eine Seifenblase platzt. Aber auch bei einem Jahrhundert-Fund ist nach dem medialen Hype eine wissenschaftliche Nachbereitung unabdingbar. In diesem Seminar werden prägnante Beispiele aus dem Bereich Archäologie vorgestellt. Hierbei werden sowohl spezifisch die archäologische(n) Methode(n), als auch der wissenschaftstheoretische und -historische Kontext behandelt. Darüber hinaus werden die Impulse für weitere Forschungen und die Wirkung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf die Gesellschaft betrachtet.

An Adventure in Statistics. Discovering Statistics Using R, Science Fiction, Graphic Novel, and Sex, Drugs, and Rock'n'Roll. (Seminar)

Dozent/in: Jan-Bennet Voltmer

Termin:
Einzeltermin | Fr, 13.11.2020, 14:15 - Fr, 13.11.2020, 19:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 14.11.2020, 10:15 - Sa, 14.11.2020, 17:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 27.11.2020, 14:15 - Fr, 27.11.2020, 19:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 28.11.2020, 10:15 - Sa, 28.11.2020, 17:45 | Online-Veranstaltung

Inhalt: *** The statistics and novel part of the seminar *** "Where would the hipsters of psychology, medicine, business studies and biology be without statistics? They’d be setting fire to their own pants at a party: happier, perhaps, but directionless and in danger of getting burned. So don’t run away or fear statistics. Strike up a conversation with it, be patient and kind and see what happens.” (Field, 2016) Working with data, both qualitative and quantitative, is one of the core competencies for scientists (and scientists-to-be). In the seminar, students will gain a deep understanding of basic descriptive and inferential statistics, covering topics from measures of central tendency (mode, median, and mean) to multiple linear regression with interaction effects. Students will practice the use of their statistical knowledge in one of the most wide-spread statistic softwares, the open source software "R". For that means, students will work through the ground-breaking statistics book "An Adventure in Statistics. The Reality Enigma" (Field, 2016), containing (1) a sci-fi lovestory, (2) graphic novel elements, and (3) a comprehensive statistics textbook. “At a simple level ‘an adventure in statistics’ is a story about Zach searching for Alice, and seeking the truth, but it’s also about the unlikely friendship he develops with a sarcastic cat, it’s about him facing his fear of science and numbers, it’s about him learning to believe in himself. It’s a story about love, about not forgetting who you are. It’s about searching for the heartbeats that hide in the gaps between you and the people you love. It’s about having faith in others. Of course, it’s also about fitting models, robust methods, classical and Bayesian estimation, significance testing and whole bunch of other tedious statistical things, but hopefully you’ll be so engrossed in the story that you won’t notice them. Or they might be a welcome relief from the terrible fiction. Time will tell.“ (Field, 2016) In small groups, students will prepare and conduct presentations on the book chapters. The presentations will cover both, the fictional story as well as the statistical knowledge. *** The data analysis part of the seminar (aka: why you no teaching Python?) *** "People have divided the Data Science field into camps based on the choice of the programming language they use. There is an R camp and a Python camp and history is a testimony to the fact that camps cannot live in harmony. Members of both the camps fervently believe that their choice of language is superior to the other. So, in a way, divergence doesn’t lie with the tools but with the people using those tools." (Pandey, 2019) "R is developed by academics and scientist. It is designed to answer statistical problems, machine learning, and data science. R is the right tool for data science because of its powerful communication libraries. [...] After you know your first programming language, learning the second one is simpler." Therefore, students will practice the programming language R using prepared syntax. Students work on small programming tasks on their own and in small groups to practice and deepen their statistics and R skills.

Beobachten, befragen und beschreiben (Seminar)

Dozent/in: Nadja Maurer

Termin:
14-täglich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 13.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 13.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Die qualitativen Methoden Beobachtung und Befragung gehören in den Werkzeugkasten der empirischen Sozialwissenschaften, vor allem der Ethnographie. Jede Beobachtung erfolgt aus einer bestimmten Perspektive; sie hängt ab von eigenen Standpunkten, Vorannahmen und Interpretationen und hat mithin immer blinde Flecken. Dieselbe soziale Situation kann mit unterschiedlichen Fokussen beobachtet und auch in unterschiedlichen Narrativen geschildert werden. Beobachtung und Befragen bedingen und ergänzen sich. Im Seminar ist grob eingeteilt in drei inhaltliche Blöcke; praktische empirische Übungen, Textlektüre und das Verfassen kurzer Berichte wechseln sich ab. Vermittelt wird, wie kulturelles Wissen, welches Menschen einen Rahmen für ihr Verhalten gibt und anhand dessen sie Erfahrungen und Situationen interpretieren, qualitativ erhoben, ausgewertet und beschreibend kontextualisiert werden kann.

Childhood victimization: epidemiological, criminological and sociological perspectives (Seminar)

Dozent/in: Lars Alberth

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Children are the group with the highest rates of victimization, e.g. abuse, neglect, bullying, and other criminal offenses. However, as they hold a marginalized position in society, response rates are rather low (the World Health Organization reports a detection rate for abuse & neglect of about 10% for European countries) and only limited epidemiological data is available. This course introduces theories and data on child abuse and neglect. Three frameworks will be provided and discussed: a) Epidemiology: the analysis of risk factors, extent, and severity of child abuse and neglect in Germany and other countries. b) Criminology: the explanation of victimization rates and its consequences for deviant behavior and adverse experiences of victims. c) Sociology: the interpretation of child abuse and neglect as a problem of social order and social inequality, e.g. age-based violence and its interpretations by institutions, organizations, and groups.

Das beste aus zwei Welten? Potentiale und Grenzen der Verbindung qualitativer Zugänge mit Methoden der Computational Social Science I (Seminar)

Dozent/in: Alexander Brand, Tanja Preböck

Termin:
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 16.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: In Hinblick auf die zunehmende Komplexität an Zugängen im Bereich der sozialwissenschaftlichen Forschung, braucht es ein grundlegendes Wissen über Anwendungsbereiche und Funktionsweise zentraler Methoden. Die Lehrveranstaltung zeigt verschiedene methodische Zugänge zu aktuellen sozialwissenschaftlichen Fragestellungen auf. Im ersten Seminarteil wird explizit auf qualitative Betrachtungsweise (z. B.: teilnehmende Beobachtung und qualitative Textanalyse) eingegangen. Im zweiten Seminarteil wird sich mit Methoden der Computational Social Science (z. B.: quantitative Textanalyse und sozialwissenschaftliche Netzwerkforschung) befasst. Der Betrachtungsfokus liegt dabei immer auf den Potentialen und Grenzen der in der jeweiligen Sitzung betrachteten Methode. In einer abschließenden Sitzung werden die besprochenen Inhalte noch einmal zusammengefasst.

Das gute Leben in der Stadt /Qualitative Methoden (Seminar)

Dozent/in: Christina Maiwald

Termin:
Einzeltermin | Di, 13.10.2020, 18:15 - Di, 13.10.2020, 21:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Di, 27.10.2020, 18:15 - Di, 27.10.2020, 21:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Di, 10.11.2020, 18:15 - Di, 10.11.2020, 21:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Di, 24.11.2020, 18:15 - Di, 24.11.2020, 21:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Di, 08.12.2020, 18:15 - Di, 08.12.2020, 21:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Di, 05.01.2021, 18:15 - Di, 05.01.2021, 21:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Di, 19.01.2021, 18:15 - Di, 19.01.2021, 21:45 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Im Rahmen der Veranstaltung werden sich die Studierenden über die Aspekte des „Guten Lebens in der Stadt“ und darüber dann, mit der Forscher*innen-Rolle, den ethischen Standards und insgesamt mit den Rahmenbedingungen von Forschungsprojekten reflexiv auseinandersetzen. Unterstützend wird ein Forscher*innen- und Lern-Tagebuch von jedem Teilnehmenden geführt. Die Moodl-Plattform unterstützt die Lehre mit Aktivitäten und Lektionen, um die Interaktion trotz online-Lehre zu fördern. Die theoretischen transdisziplinären Inhalte werden über Zoom-Konferenzen mit Inspirationen für remote teams (warm-ups, energizern und Übungen) aufgelockert. Die Studierenden werden einige qualitative Erhebungsmethoden kennenlernen und grob etwas über die entsprechende Datenauswertung erfahren. Das Seminar kombiniert Online-Lehre mit Pflichttermine für Exkursionen (Hamburg oder Lüneburg): 13.10.2020, 08.12.2020 und 19.01.2021, damit sich auch tatsächlich etwas Studierenden-Leben einstellen kann und persönliche Kontakte aufgebaut und gepflegt werden können. Zum Ende des Seminares werden die Studierenden für eigene kleine qualitative Forschungsprojekte gerüstet sein und auch schon geübt sein, einen Forschungsantrag zu schreiben.

Depicting history - understanding the past through visual sources (Seminar)

Dozent/in: Annett Röper-Steinhauer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Images permeate the world we live in as never before; they shape our private and public lives. Inspired by the scientific discussion about the significance of images and the explanatory power of artistic production that began in the last decades of the 20th century, historians have increasingly opened up to the “Iconic” or “Visual Turn” and now tap into the potential of images as historical sources. Particularly for younger historical disciplines such as the history of mentalities, material culture, the history of childhood or emotions as well as the exploration of a gender-related history, to mention only a few, visual sources, and by no means only paintings, attain an essential significance. As Aby Warburg noted, works of art are always, even when lacking an obvious historical connection, evidence of cultural history and bear interesting information relating to the time of their production. So, how can we successfully unearth the information hidden in the artwork? To this end, concrete methods are required that were developed during the last decades and that led to a historical “Bildkunde”, an image-analysis orientated towards historical questions. As is the case with written sources, images also need to undergo source criticism, and the applicability of the source must be ascertained. In order to contextualise the work, knowledge of the societal, political and philosophical realities of the time in question are needed, in turn calling for a consideration of written sources. Work with visual sources is thus by necessity interdisciplinary. Following introductions to different methods, the seminar will build on discussions and talks supported by the careful reading of sources and secondary literature. For a consolidation of the topic and in preparation of the exam (group presentation), students will prepare short contributions in class. The seminar will be conducted in English; readings will be in English and German.

Die Eroberung von Tenochtitlan und das Ende des Aztekenreiches. Aktuelle archäologische Spuren der Eroberung Mexikos. (Seminar)

Dozent/in: Christian Brückner

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 18:15 - 19:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | C 12.006 Seminarraum

Inhalt: Vor 500 Jahren zwangen ein paar Hundert Söldner unter der Führung von Hernán Cortés mit der tatkräftigen Hilfe indigener Verbündeter das aztekische Imperium in die Knie. Die prachtvolle Lagunenstadt Tenochtitlan, Zentrum des Machtbereichs der Azteken, wurde belagert und schließlich vollständig zerstört. Im Anschluss fielen die meisten religiösen Orte, Tempel, Skulpturen und Bilderhandschriften der Gewalt und dem missionarischen Eifer der Eroberer zum Opfer; ein Großteil der Bevölkerung starb durch eingeschleppte Krankheiten. Das wenige, was nicht vernichtet worden war, konnte insbesondere durch die archäologische Forschung vor dem vollständigen Vergessen gerettet werden. Seither trägt dieser Bereich der Wissenschaft maßgeblich dazu bei, diese Kultur in all ihren faszinierenden und gleichzeitig verstörenden Facetten zu rekonstruieren. Mit Blick auf die aktuell laufende länderübergreifende Aztekenausstellung (Stuttgart, Wien, Leiden) und neue wissenschaftliche Erkenntnisse möchte dieses Seminar zeigen, wie archäologische Forschung zu einer differenzierten Sicht auf die Azteken beiträgt. In diesem Seminar werden prägnante Beispiele aus der Archäologie in Mexiko und zu den Azteken vorgestellt. Hierbei werden sowohl spezifisch die archäologische(n) Methode(n), als auch der wissenschaftstheoretische und -historische Kontext behandelt. Darüber hinaus werden die Impulse für weitere Forschungen und die Wirkung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf unser Bild über die Azteken betrachtet.

Die Konstruktion des Conquista-Diskurses (Seminar)

Dozent/in: Cristina Blohm

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 13.10.2020 - 24.11.2020 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Es handelt sich um ein interdisziplinär angelegtes Seminar, das sich in exemplarischer Form auf die Vorlesungsinhalte bezieht, einzelne Themen und Methoden vertieft. Das Seminar führt insbesondere in die Theorie der Dekolonisierung und die des sozialen Konstruktivismus im interkulturellen Bereich ein macht sie am Fallbeispiel des Eroberungs-Diskurses erfahrbar. Im Seminar werden die in Bezug auf die für die Eroberung Amerikas konstruierte Conquista Doktrin und ihre Auswirkungen auf die heutige Situation der lateinamerikanischen Staaten insbesondere ihrer indigenen Bevölkerung aus interdisziplinärer Sicht kritisch analysiert, Tatsachen und ihre Instrumentalisierung offengelegt, sowie die Ergebnisse in Gruppenarbeit im Plenum präsentiert und diskutiert. Die Studierenden gehen dem Prozess der Konstruktion der Conquista, der Wahrnehmung und der Aneignung der Fremde und der / s Anderen vor dem Hintergrund des sozioökonomisch politisch religiösen Kontextes anhand der angeleiteten Lektüre und eingehenden Analyse von Dokumenten (päpstliche Bullen, Verträge, Chroniken und Codices, Fürstenspiegel und Propagandaschriften ) aus dem 15. -17. Jahrhundert nach und reflektieren die postkoloniale Wirklichkeit Lateinamerikas unter Anwendung der Dekolonisierungs Theorie.

Einführung in die Datenanalyse mit SPSS (Seminar 1) (Seminar)

Dozent/in: Julia Bastian

Termin:
Einzeltermin | Sa, 31.10.2020, 09:00 - Sa, 31.10.2020, 17:00 | C 4.308b Edulab | EDV-Raum mit Beamer z. Abspielen Statistikprogramm
Einzeltermin | So, 01.11.2020, 10:00 - So, 01.11.2020, 17:00 | C 4.308b Edulab | EDV-Raum mit Beamer z. Abspielen Statistikprogramm
Einzeltermin | Sa, 28.11.2020, 09:00 - Sa, 28.11.2020, 17:00 | C 11.007 (Edulab) | EDV-Raum mit Beamer z. Abspielen Statistikprogramm
Einzeltermin | So, 29.11.2020, 10:00 - So, 29.11.2020, 17:00 | C 11.007 (Edulab) | EDV-Raum mit Beamer z. Abspielen Statistikprogramm

Inhalt: Die Themen- und Übungsinhalte gehen von den Grundlagen statistischer Methoden wie Häufigkeiten, Mittelwerte und Standardabweichungen weiter zu inferenzstatistischen Verfahren wie t-Tests und Varianzanalysen. So werden die Studierenden nach dem Seminar für eigene quantitative Verfahren gerüstet sein.

Einführung in die Datenanalyse mit SPSS (Seminar 2) (Seminar)

Dozent/in: Julia Bastian

Termin:
Einzeltermin | Sa, 12.12.2020, 09:00 - Sa, 12.12.2020, 17:00 | C 4.308b Edulab | EDV-Raum mit Beamer z. Abspielen Statistikprogramm
Einzeltermin | So, 13.12.2020, 10:00 - So, 13.12.2020, 17:00 | C 4.308b Edulab | EDV-Raum mit Beamer z. Abspielen Statistikprogramm
Einzeltermin | Sa, 09.01.2021, 09:00 - Sa, 09.01.2021, 17:00 | C 4.308b Edulab | EDV-Raum mit Beamer z. Abspielen Statistikprogramm
Einzeltermin | So, 10.01.2021, 10:00 - So, 10.01.2021, 17:00 | C 4.308b Edulab | EDV-Raum mit Beamer z. Abspielen Statistikprogramm

Inhalt: Die Themen- und Übungsinhalte gehen von den Grundlagen statistischer Methoden wie Häufigkeiten, Mittelwerte und Standardabweichungen weiter zu inferenzstatistischen Verfahren wie t-Tests und Varianzanalysen. So werden die Studierenden nach dem Seminar für eigene quantitative Verfahren gerüstet sein.

Einführung in Methoden wissenschaftlichen Arbeitens (Seminar)

Dozent/in: Christoph Görlich

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 12.001 Seminarraum

Inhalt: In diesem Seminar soll eine Verständigung über die Grundlagen und v.a. das Grundverständnis wissenschaftlichen Arbeitens, wie es fächerübergreifend gültig ist bzw. sein sollte, bewirkt werden: - Wie recherchiere ich gut und richtig? - Wie zitiere ich richtig? (sehr wichtig ) - Wie lese ich wissenschaftliche Texte? - Was sind gute Recherchemöglichkeiten und -methoden? - Was ist empirische Forschung? - Was unterscheidet nicht-empirische Forschung von dieser? - Welche unterschiedlichen Textgattungen gibt es im Wissenschaftsbetrieb? - etc. etc. Neben dem Erlernen und Einüben von Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens geht es dabei auch ganz grundsätzlich darum gemeinsam ein Verständnis dessen was wissenschaftliches Arbeiten bedeuten kann, einzuüben. Wunschthemen sind herzlich willkommen und können ab der ersten Sitzung vorgeschlagen werden!

Geschichte im Bild - die Vergangenheit verstehen durch visuelle Quellen (Seminar)

Dozent/in: Annett Röper-Steinhauer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 08:15 - 09:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Unsere Welt wird wie nie zuvor von Bildern beherrscht; sie prägen das öffentliche und private Leben. Angeregt durch die in den letzten Jahrzehnten des 20. Jh. einsetzende wissenschaftliche Diskussion zur Bedeutung von Bildern und der Aussagekraft künstlerischer Produktionen, haben Historiker sich zunehmend dem “Iconic“ oder „Visual Turn“ geöffnet und erschließen das Potential von Bildern als historische Quellen. Gerade für die neueren historischen Disziplinen wie die Geschichte der Mentalitäten und der materiellen Kultur, die Geschichte der Kindheit, der Emotionen oder aber die Erforschung einer geschlechtsspezifischen Geschichte, um nur einige zu nennen, haben Bildquellen - und hier sind keinesfalls nur Gemälde gemeint - eine essentielle Bedeutung. Wie bereits Aby Warburg formulierte, sind Kunstwerke, und auch solche, die keinen augenfälligen historischen Bezug aufweisen, immer ein Zeugnis der Kulturgeschichte und bergen daher für den Historiker aufschlussreiche Auskünfte zur Epoche ihrer Entstehung. Wie aber gelingt es, die im Werk verborgenen Informationen freizulegen? Hierzu bedarf es konkreter Methoden, die in den letzten Jahrzehnten erarbeitet worden sind und zur Entwicklung einer historischen Bildkunde geführt haben. Wie schriftliche Quellen müssen auch Bilder einer Quellenkritik unterzogen und die Verwertbarkeit des Bildes als Quelle muss festgestellt werden. Um das Werk zu kontextualisieren, ist eine Kenntnis der gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Gegebenheiten der Zeit vonnöten, die wiederum eine Beschäftigung mit schriftlichen Quellen erfordert. Die Arbeit mit bildlichen Quellen ist somit zwangsläufig interdisziplinär angelegt. Das Seminar wird nach Einführungen in verschiedene wissenschaftliche Methoden vornehmlich auf Diskussionen und Gesprächen aufbauen, die durch die sorgfältige Lektüre von Quellentexten und Sekundärliteratur unterstützt werden sollen. Zur Vertiefung des Stoffes und als Vorbereitung auf die Prüfungsleistung (Gruppenpräsentation) werden die Studierenden kurze Beiträge im Seminar anfertigen.

Hermeneutik und Dekonstruktion (Seminar)

Dozent/in: Verena Häseler

Termin:
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 20.10.2020 - 03.11.2020 | Online-Veranstaltung | Bitte zeitgleich mit Frau Metje wg. Fahrgemeinschaft
Einzeltermin | Di, 17.11.2020, 16:15 - Di, 17.11.2020, 19:45 | Online-Veranstaltung
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 01.12.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Jeder Mensch praktiziert im Alltagsleben, ohne sich dessen bewusst zu sein, das, was man 'Verstehen' nennt. Diese Verstehensleistungen erstrecken sich von einfachsten Formen praktischer Handgriffe bis hin zum Verarbeiten und Knüpfen komplizierter theoretischer Zusammenhänge. An jede dieser Verstehensleistungen ist eine genuin menschliche Interpretationsleistung gebunden. Hermeneutik lässt sich in einem allgemeinen Sinn als Lehre des Verstehens und Auslegens begreifen. Im Seminar wollen wir uns gemeinsam unterschiedliche und sich historisch gewandelte Hermeneutik-Verständnisse erschließen: Die Anfänge der Hermeneutik in der Antike, Augustinus, Luthers Bibelexegese, Diltheys Grundlegung der Geisteswissenschaften, Heideggers Hermeneutik des Daseins, Ricoeurs reflexive Hermeneutik und Derridas Dekonstruktion. Verstehen, Missverstehen und Irritation sind dabei stets eng aneinander geknüpft. Hier treffen - insbesondere mit Blick auf interkulturelle Perspektiven - 'das Eigene' und 'das Fremde' in wechselseitiger Auslegung stets aufeinander. Darüberhinaus werden wir selbst anhand kurzer literarischer Texte oder Textauszügen hermeneutische Lektüren vollziehen.

How science works? (FSL) I (Seminar)

Dozent/in: Syed Hasan Raza

Termin:
14-täglich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 13.10.2020 - 08.12.2020 | C 12.105 Seminarraum
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 13.10.2020 - 08.12.2020 | C 12.105 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 12.01.2021, 12:15 - Di, 12.01.2021, 13:45 | C 12.105 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 12.01.2021, 16:15 - Di, 12.01.2021, 17:45 | C 12.105 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 26.01.2021, 12:15 - Di, 26.01.2021, 13:45 | C 12.105 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 26.01.2021, 16:15 - Di, 26.01.2021, 17:45 | C 12.105 Seminarraum

Inhalt: This course specifically targets students from science (natural/applied) and economics background. The idea is to understand the philosophy behind science and how it operates in our society. CONTENT: 1. What is science? 2. Difference between a fact, hypothesis, law, and theory? 3. What makes a “good” theory? 4. Development and verification of new theories a. Theory building: induction versus deduction 5. Experimentation a. Importance of external validity 6. Significance testing or effect sizes 7. Reproducibility and replication of results 8. Forms of decision support 9. Technology for decision support: numerical optimization, simulation, approximation, heuristics

How science works? (FSL) II (Seminar)

Dozent/in: Syed Hasan Raza

Termin:
14-täglich | Dienstag | 18:15 - 21:45 | 13.10.2020 - 08.12.2020 | C 12.105 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 12.01.2021, 18:15 - Di, 12.01.2021, 21:45 | C 12.105 Seminarraum
Einzeltermin | Di, 26.01.2021, 18:15 - Di, 26.01.2021, 21:45 | C 12.105 Seminarraum

Inhalt: This course specifically targets students from science (natural/applied) and economics background. The idea is to understand the philosophy behind science and how it operates in our society. CONTENT: 1. What is science? 2. Difference between a fact, hypothesis, law, and theory? 3. What makes a “good” theory? 4. Development and verification of new theories a. Theory building: induction versus deduction 5. Experimentation a. Importance of external validity 6. Significance testing or effect sizes 7. Reproducibility and replication of results 8. Forms of decision support 9. Technology for decision support: numerical optimization, simulation, approximation, heuristics

How to Learn About the World by Trying to Prove Yourself Wrong - An Introduction to Applied Critical Rationalism (Seminar)

Dozent/in: Marcus Kronfeldt

Termin:
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 16.10.2020 - 20.11.2020 | C 40.146 Seminarraum | maximal 12 Personen!
Einzeltermin | Fr, 27.11.2020, 10:15 - Fr, 27.11.2020, 11:45 | C 40.108 Seminarraum | maximal 12 Personen!
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 04.12.2020 - 08.01.2021 | C 40.146 Seminarraum | maximal 12 Personen!
Einzeltermin | Fr, 15.01.2021, 10:15 - Fr, 15.01.2021, 11:45 | C 40.108 Seminarraum | maximal 12 Personen!
Einzeltermin | Fr, 22.01.2021, 10:15 - Fr, 22.01.2021, 11:45 | C 40.108 Seminarraum | maximal 12 Personen!
Einzeltermin | Fr, 29.01.2021, 10:15 - Fr, 29.01.2021, 11:45 | C 40.146 Seminarraum | maximal 12 Personen!

Inhalt: The empirical approach to understanding reality is a central feature of scientific thinking and research. It is based on the assumption that reality is composed of objective, more or less observable facts, constituting a reliable foundation for real knowledge. But what effect does this empiricist point of view have on the understanding of knowledge and science? Moreover, is there a ‘manual’ for scientific work that can be derived from all this? To provide one possible answer to these questions, the seminar will first address some general epistemological baselines (reality vs perception; basic empirical approaches) and discuss central difficulties in the field (e.g. problem of induction). The second part of the seminar will feature an introduction to critical rationalism, mainly focusing on the “toolkit” for empirical research it provides. In this context, students will be able to familiarize themselves with the logic and general method of falsification, learn about its importance for the research process and develop the skills to apply it in the course of their own studies. Throughout the last few sessions, all students will get the chance to present their analyses of selected applications of critical rationalism, making use of the knowledge and skills they aquired. --- The seminar is mainly text-based and conducted in an interactive style. It revisits contents from the lecture, taking a closer look at some of the topics discussed.

Interaktion in Slow Motion: soziale Situationen videographisch aufzeichnen und erforschen (Seminar)

Dozent/in: Leopold Meinert

Termin:
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 13.10.2020 - 15.12.2020 | Online-Veranstaltung
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 05.01.2021 - 26.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Die Veranstaltung richtet sich an Studierende im ersten Semester im Modul: Wissenschaft nutzt Methoden. Sie bietet eine praktische Einführung in die soziologische Methode der Videographie: Das umfasst die Vermittlung der methodischen Grundlagen, sowie die Erhebung, Analyse und Interpretation eigener Videodaten. Aktuell ist die Videographie eine der einflussreichsten Methoden zur Erforschung menschlicher Interaktion. Videoaufzeichnungen sind mittlerweile ein hochgradig populäres Forschungsinstrument und die wissenschaftliche Nutzung von Videodaten ist über die Grenzen der Disziplinen hinweg weit verbreitet. Im Seminar geht es zunächst darum das grundlegende methodologische Konzept der Videographie zu verstehen und als solches einordnen zu können. Andererseits werden wir selbst empirisch arbeiten, Videodaten erheben und erste Analysen anfertigen. Die Videographie soll in ihrer praktischen Anwendung den Studierenden für zukünftige Projekte, als ein erstes wissenschaftliches Werkzeug an die Hand gegeben werden, das in verschiedenen Disziplinen und fachlichen Kontexten angewendet werden kann. Wir wenden die Videographie im Seminar selbst an und durchlaufen alle Phasen des videographischen Forschungsprozesses. In Kleingruppen werden Videodaten erhoben und anschließend Erfahrungen aus dem Feld diskutiert. Dabei werden praktische Fähigkeiten, von der Position der Kamera bis zur Auswahl der Sequenzen, vermittelt. Parallel soll die angewendete Methode, vor dem Hintergrund der Vorlesung, fortwährend kritisch reflektiert werden – ein zentrales Anliegen der Videographie innerhalb einer reflexiven Methodologie qualitativer Forschung. Die Veranstaltung wird als digitale Präsenzveranstaltung via Zoom gehalten und jeweils mit einer thematischen Einführung der Studierenden als Referat beginnen. Die verbleibende Zeit füllen die Fragen & Diskussionsbeiträge der Studierenden, basierend auf kurzen Textausschnitten, die zur Vorbereitung gelesen werden und später auf Grundlage der Erfahrungen im Feld und im Umgang mit den Daten und ihrer Interpretation. Der Kurs setzt sich zusammen aus: A) gemeinsamen Sitzungen, bei denen wir die theoretischen Grundlagen besprechen wie auch das praktische Vorgehen erläutern. B) Datenerhebung durch die Seminarteilnehmenden C) Datenaufbereitung und Auswertung, Transkription, Verfassen kleinerer Ergebnisberichte, Präsentation - Gemeinsame Datensitzungen - Vorstellung erster Ergebnisse

Krisenexperimente: Zum Entdecken von Alltagsnormen in Bildung, Wissenschaft und Kunst (Seminar)

Dozent/in: Frederik Metje

Termin:
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 20.10.2020 - 26.01.2021 | C 11.319 Seminarraum | Beginn: 2. Vorlesungswoche

Inhalt: Dieses Blockseminar widmet sich aus sozialphilosophischer Perspektive der ethnomethodologischen Methode des Krisenexperiments (Garfinkel). Hierbei zielen bestimmte Praktiken darauf unbefragte Normen zu erschüttern (eine soziale Krise zu provozieren) und sie auf diese Weise intelligible werden zu lassen. Das Seminar will zu den Wirkungsmechanismen von Alltagsnormen einen Einblick bieten und in Abgrenzung zu einem klassischen Experimentalismus in die Methode des Krisenexperiments einführen. Darauf aufbauend untersucht das Seminar verschiedene Deutungen sozialer Normbrüche an Beispielen der Aktionskunst und des politischen Aktivismus. Das Seminar widmet sich abschließend dem pädagogischen und sozialkritischen Potential solcher Krisenerfahrungen (Foucault). Schließlich bietet sich im Seminar die Möglichkeit, gerahmt von forschungsethischen Überlegungen, selbstständig ein Krisenexperiment zu entwickeln, es zu erproben und zu reflektieren.

Kritische Interventionen (Seminar)

Dozent/in: Julia Puth

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Nicht erst mit dem Positivismusstreit begannen Vertreter der kritischen Theorie Stellung zu wissenschaftstheoretischen Fragen zu beziehen; die kritische Intervention in diesem Feld ist gewissermaßen ein Grundmotiv dieser Denkschule. Ob in den Auseinandersetzungen mit Empirismus oder Positivismus oder der Kritik einer sich historisch als naturbeherrschend verselbständigten Vernunft nach dem Muster der Naturwissenschaften, immer wurden die Positionierungen auch von der Frage nach der Gegenstandsangemessenheit der Methode geleitet. Diese zu gewährleisten, so eine Einsicht der kritischen Theorie, erfordert nicht nur das radikale Hinterfragen der gesellschaftlichen Prägung und Funktion wissenschaftlichen Wissens, sondern auch die Bereitschaft, in der sozialen Realität bestehende Ungerechtigkeiten und Herrschaftsverhältnisse zum Prüfstein der eigenen theoretischen Bemühungen zu machen. Eine antagonistische Wirklichkeit erfordert, so ließe sich dieser Ansatz charakterisieren, eine Wissenschaftstheorie, die Kritik zu ihrem zentralen Anliegen erhebt. Im Seminar wird anhand ausgewählter Texte der kritischen Theorie die Metareflexion einzelner Vorlesungsinhalte erprobt.

Methoden interdisziplinärer Geschlechterforschung (Seminar)

Dozent/in: Barbara Bach-Hönig

Termin:
Einzeltermin | Fr, 30.10.2020, 14:15 - Fr, 30.10.2020, 17:30 | C 16.109 /110 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 31.10.2020, 09:00 - Sa, 31.10.2020, 17:30 | C 16.109 /110 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 11.12.2020, 14:15 - Fr, 11.12.2020, 17:30 | C 16.109 /110 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 12.12.2020, 09:00 - Sa, 12.12.2020, 17:30 | C 16.109 /110 Seminarraum

Inhalt: Das Seminar liefert anhand der Auseinandersetzung mit klassischen, modernen und aktuellen Texten interdisziplinärer Geschlechterforschung eine Einführung in die Diskussion um die möglichen Besonderheiten ihrer Methodologie, Methoden und Forschungstechniken. Im Einzelnen geht es um a) methodologische Grundlagen der Sozialwissenschaften aus Perspektive der Geschlechterforschung; b) den eigenständigen Beitrag interdisziplinärer Geschlechterforschung zu Forschungsmethoden, insbes. qualitativer Sozialforschung und c) forschungspraktischen Fragen des Verhältnisses von Theorie und Empirie in der empirischen Untersuchung von Geschlechterverhältnissen. Ein Schwerpunkt liegt auf einer Auseinandersetzung mit Fragen der Digitalisierung, digitaler Daten und internetbasierter Methoden im Bereich interdisziplinärer Geschlechterforschung Anmerkung zur Veranstaltungsform: "Hybridveranstaltung" bedeutet eine Kombination aus Präsenz- und Online-Einheiten. Am Semesteranfang werden von der Seminarleitung zwei Gruppen von Studierenden gebildet, die abwechselnd in Präsenz (ca. 50% des Seminars) und online per Videoübertragung (ca. 50% des Seminars) am Seminar teilnehmen. Die Seminarzeiten bleiben für alle gleich. Wenn Sie jetzt schon wissen, mit wem Sie in einer Gruppe gerne zusammen arbeiten möchten, können Sie mir das per Email an barbara.bach-hoenig(at)leuphana.de mitteilen. Ohne garantieren zu können, dass ich alle Wünsche umsetzen kann, werde ich jedenfalls versuchen diesen entgegen zu kommen.

Methoden vergleichender Wissenschaftsforschung (Seminar)

Dozent/in: Barbara Bach-Hönig

Termin:
Einzeltermin | Fr, 23.10.2020, 14:15 - Fr, 23.10.2020, 17:30 | C 40.153 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 24.10.2020, 09:00 - Sa, 24.10.2020, 17:30 | C 40.153 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 15.01.2021, 14:15 - Fr, 15.01.2021, 17:30 | C 14.001 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 16.01.2021, 09:00 - Sa, 16.01.2021, 17:30 | C 14.204 Seminarraum

Inhalt: Wissenschaft ist ein zentraler Teilbereich moderner Gesellschaften. Deren Arbeit und Produktivität, Selbstverständnis und öffentliche Diskurse werden durch Wissenschaft als Form institutionalisierter Rationalität und Reflexivität wesentlich mitbestimmt. Umgekehrt unterliegen Handeln und Institutionen der Wissenschaft ihrerseits sozialen Bedingungen und gesellschaftlichem Wandel. Das Seminar untersucht anhand der Auseinandersetzung mit klassischen, modernen und zeitgenössischen Texten zu Methoden interdisziplinärer Wissenschaftsforschung soziale und institutionelle Bedingungen der Wissensproduktion und ihr Verhältnis zum kognitiven Gehalt wissenschaftlichen Wissens. Ein Schwerpunkt des Seminars besteht in vergleichenden Methoden, sowohl qualitativ als auch quantitativ, und in der Anwendung internetbasierter Forschungstechniken in der empirischen Wissenschaftsforschung. Anmerkung zur Veranstaltungsform: "Hybridveranstaltung" bedeutet eine Kombination aus Präsenz- und Online-Einheiten. Am Semesteranfang werden von der Seminarleitung zwei Gruppen von Studierenden gebildet, die abwechselnd in Präsenz (ca. 50% des Seminars) und online per Videoübertragung (ca. 50% des Seminars) am Seminar teilnehmen. Die Seminarzeiten bleiben für alle gleich. Wenn Sie jetzt schon wissen, mit wem Sie in einer Gruppe gerne zusammen arbeiten möchten, können Sie mir das per Email an barbara.bach-hoenig(at)leuphana.de mitteilen. Ohne garantieren zu können, dass ich alle Wünsche umsetzen kann, werde ich jedenfalls versuchen diesen entgegen zu kommen.

Methoden, Theorien und Ergebnisse international vergleichender Kinder- und Jugendhilfeforschung (Seminar)

Dozent/in: Onno Husen

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 08:15 - 09:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Vergleiche sind alltäglich und eine viel genutzte Form der Wissensgenerierung. Was aber zeichnet wissenschaftliche Vergleiche aus? Und wie werden diese durchgeführt? Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf den Grundlagen und Forschungsmethoden internationaler Vergleiche. Die angebotene Veranstaltung gliedert sich in drei Teile: Im ersten Teil werden wir uns grundlegend mit der Methode des Vergleichens in der Wissenschaft auseinandersetzen. Im zweiten Teil werden wir uns mit den Methoden des internationalen Vergleichs in verschiedenen Disziplinen befassen. Und im dritten Teil das bis dahin erarbeitete Wissen auf internationale Vergleiche in der Kinder- und Jugendhilfeforschung beziehen. Ich freue mich auf motivierte Studierende, die sich engagiert in das Seminar einbringen.

Naturbeherrschung – ein folgenreiches Konzept (Seminar)

Dozent/in: Julia Puth

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Die Welt als Ganze methodisch zu erforschen, um die wissenschaftliche Erkenntnis nicht dem Zufall zu überlassen, das war die Forderung, die Francis Bacon zu Beginn der Neuzeit an zukünftige Wissenschaft stellte. Er verband damit ein Versprechen: Dass die Einsicht in die Gesetze der Natur es auch erlauben würden, sie für die Verbesserung der menschlichen Lebensbedingungen planvoll nutzbar zu machen. Der Gedanke der Naturbeherrschung, von Denkern wie Bacon oder René Descartes zum Programm erhoben, wurde zum Ziel und Antrieb bei der Herausbildung der modernen Wissenschaften und ermöglichte bis dahin ungeahnte technologische Fortschritte. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts kennen wir aber auch die Schattenseiten. Die Endlichkeit von Ressourcen und unumkehrbare Eingriffe in die Ökosysteme, führen uns vor Augen, dass das Konzept der Naturbeherrschung Grenzen hat. Die Konstellation von Natur als Forschungsobjekt auf der einen, und einem menschlichen Verstand, der sich mit wissenschaftlicher Objektivität in die Lage versetzt, sich aus seiner eigenen Natürlichkeit so weit zu lösen, dass er Natur intellektuell begreifen und beherrschen kann, auf der anderen Seite, war auch in sozialer Hinsicht folgenreich: Die Entgegensetzung von Intellekt und Natürlichkeit reproduzierte sich in wissenschaftlichen wie gesellschaftlichen Konzeptionen des Geschlechterverhältnisses aber auch in Rassetheorien, die die Legitimation lieferten, ganze Teile der Menschheit zu Objekten wissenschaftlicher Forschung aber auch gnadenloser Ausbeutung zu machen.

Paradigmen(wechsel) in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft [Gruppe I) (Seminar)

Dozent/in: Sebastian Wollin

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 20.10.2020 - 15.12.2020 | W Aula | Präsenzveranstaltungen
Einzeltermin | Sa, 31.10.2020, 10:00 - Sa, 31.10.2020, 20:00 | W Aula | Auftaktworkshop
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 05.01.2021 - 29.01.2021 | W Aula
Einzeltermin | Sa, 03.07.2021, 10:00 - Sa, 03.07.2021, 18:00 | W Aula | Präsenz
Einzeltermin | Di, 24.08.2021, 10:00 - Di, 24.08.2021, 20:00 | W Aula | Präsenz

Inhalt: In dem Seminar werden zunächst die Theorie wissenschaftlicher Paradigmen nach Thomas S. Kuhn sowie hierzu alternative Ansätze erschlossen (Thema I). Paradigmen und Paradigmenwechsel stellen Phänomene komplexer Systeme dar. Daher wird das Verständnis durch die Heranziehung der System- und Komplexitätstheorie weitergehend vertieft (Thema II). Anschließend wendet sich das Seminar ausgehend von der sich zuspitzenden Nachhaltigkeitsproblematik einer zukunftsorientierten Betrachtung von Wirtschaft und Gesellschaft zu und untersucht hier konkrete Paradigmen und mögliche Paradigmenwechsel auf den folgenden Themenfeldern: Wachstum, Wohlstand und Glück (Thema III), Gewinnmaximierung und Gemeinwohlökonomie (Thema IV), Gerechtigkeit, Verteilung und Möglichkeiten eines bedingungslosen Grundeinkommens (Thema V) sowie Ende oder Zukunft der Arbeit in einer automatisierten Wirtschaft (Thema VI).

Paradigmen(wechsel) in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft [Gruppe II] (Seminar)

Dozent/in: Sebastian Wollin

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 20.10.2020 - 15.12.2020 | W Aula | Präsenzveranstaltungen
Einzeltermin | So, 01.11.2020, 10:00 - So, 01.11.2020, 20:00 | W Aula | Auftaktworkshop
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 05.01.2021 - 29.01.2021 | W Aula
Einzeltermin | So, 04.07.2021, 10:00 - So, 04.07.2021, 18:00 | W Aula | Präsenz
Einzeltermin | Mi, 25.08.2021, 10:00 - Mi, 25.08.2021, 20:00 | W Aula | Präsenz

Inhalt: In dem Seminar werden zunächst die Theorie wissenschaftlicher Paradigmen nach Thomas S. Kuhn sowie hierzu alternative Ansätze erschlossen (Thema I). Paradigmen und Paradigmenwechsel stellen Phänomene komplexer Systeme dar. Daher wird das Verständnis durch die Heranziehung der System- und Komplexitätstheorie weitergehend vertieft (Thema II). Anschließend wendet sich das Seminar ausgehend von der sich zuspitzenden Nachhaltigkeitsproblematik einer zukunftsorientierten Betrachtung von Wirtschaft und Gesellschaft zu und untersucht hier konkrete Paradigmen und mögliche Paradigmenwechsel auf den folgenden Themenfeldern: Wachstum, Wohlstand und Glück (Thema III), Gewinnmaximierung und Gemeinwohlökonomie (Thema IV), Gerechtigkeit, Verteilung und Möglichkeiten eines bedingungslosen Grundeinkommens (Thema V) sowie Ende oder Zukunft der Arbeit in einer automatisierten Wirtschaft (Thema VI).

Populäre Musik als Raum politischer Kommunikation: Techniken, Strategien, Märkte (Seminar)

Dozent/in: Thorsten Philipp

Termin:
Einzeltermin | Sa, 17.10.2020, 14:00 - Sa, 17.10.2020, 18:00 | C 14.027 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 20.11.2020, 14:15 - Fr, 20.11.2020, 17:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 21.11.2020, 09:00 - Sa, 21.11.2020, 12:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 21.11.2020, 14:00 - Sa, 21.11.2020, 18:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 27.11.2020, 14:15 - Fr, 27.11.2020, 17:45 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 28.11.2020, 09:00 - Sa, 28.11.2020, 12:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 28.11.2020, 14:00 - Sa, 28.11.2020, 18:00 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Als Indikator gesellschaftlichen Wandels, als künstlerische Antwort auf Sozialkonflikte und als massenwirksame Ausprägung zeitgenössischer Unterhaltungskultur nimmt populäre Musik spätestens seit den 1960er Jahren eine Schlüsselrolle in der Verarbeitung politischer Realität ein: Klangregime, Produktionspraktiken, Text und Performance reagieren nicht nur auf Verschiebungen im gesellschaftlichen Machtgefüge; sie sind ebensosehr Seismograph aktueller Risiko- und Niedergangsempfindungen und spiegeln viele der Fragen, aus denen sich die kritische Beurteilung der Gegenwartslage speist: Was wissen wir? Wer trägt Verantwortung? Wer hilft? Wohin flüchten? Das Seminar operiert an der Schnittstelle politik-, musik- und medienwissenschaftlicher Perspektiven und diskutiert populäre Musik als Zeitdokument gesellschaftlicher Konflikterfahrungen, als (sub-)kulturellen Identitätsspeicher und als Resonanzraum politischer Kommunikation. Methodische Analyseverfahren aus den Kultur- und Politikwissenschaften werden auf ihre Funktionalität und ihre Grenzen befragt.

Scientific methods – different pathways to knowledge (Vorlesung)

Dozent/in: Henrik Wehrden

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Die Vorlesung bietet eine breiten konzeptionellen und historischen Überblick über wissenschaftliche Methoden. Beginnend mit den epistemologischen Grundlagen verschiedener methodischer Ansätze und Fächerkulturen wird die wachsende Diversität von Methoden erläutert. Gleichzeitig wird das inter- und transdisziplinäre Grundverständnis der Leuphana so erläutert, und anhand von soliden Grundprinzipien der Methodik wie z.B. Bias oder kritische Reflexion die Grundlage für die methodische Fokussierung im Major und Minor erläutert. Anhand von praktischen und interaktiven Aufgaben werden Methoden erfahrbar, und die Lernenden generieren so erste Daten aus sich selbst heraus. The lecture offers a broad conceptual and historical overview on scientific methods. Starting with the epistemological fundamentals of diverse methodological approaches and disciplines, the increasing diversity of methods is explained. At the same time, the inter- and transdisciplinary path at Leuphana is exemplified, and the fundamental principles of scientific methodology (such as bias or critical reflection) as well as the methodological focus of Major and Minor courses are illustrated. Methods are made tangible through practical and interactive tasks and the students generate first data by themselves.

Spiel(en) in transmedialen Welten (Seminar)

Dozent/in: Michael Dellwing

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung | online: siehe Hinweise

Inhalt: Weitgehend unbemerkt von der Soziologie hat sich das Spielen zu einem zentralen Element gegenwärtiger Erwachsenenkultur entwickelt. Im Zuge der Expansion der digitalen Unterhaltungsindustrie entstand ausgehend von Computerspielen ein globaler, milliardenschwerer Markt für Erwachsene, der sich auf nicht-digitale Spieleformen wie Brettspiele, Kartenspiele, Tabletops, Cosplay etc. ausdehnt. Die Soziologie hat das soziale Phänomen des Spielens traditionell primär als Mittel zur Sozialisation untersucht, als „Anderes“ der „ernsten Betätigung“ gesehen oder es als weitreichende sozialtheoretische Metapher in Anschlag gebracht. Ersteres verortet es vor allem in der Kindheit und Jugend, mittleres steht in ständiger Referenz zur protestantischen Ethik, und letzteres lässt das Spiel als geradezu zeitlose Urform des Sozialen auftreten. Das zeitgenössische Spielen ist tief in popkulturelle Narrativwelten eingebunden, die für die Spieler_innen identitätsrelevant sind. Das Spielen durchdringt dann alle Lebensbereiche und wird zu einem sozialen Ort, in dessen Rahmen Beziehungen und Bindungen geknüpft werden. Zweitens stellt es keine statischen Regelsysteme dar, sondern ist gerade in seinen komplexen Bezugnahmen veränderliches Aushandlungsprodukt stark involvierter Spieler_innen, mit Bezugnahmen weit jenseits der Regel. Spielen ist so keine Randaktivität (mehr). Die Durchdringung der Gegenwart mit Spielaktivitäten und die Anbindung dieser Aktivitäten an weitere, transmediale Umwelten lässt Spielen als bisher übersehenes Element im Raum des sozialen Zusammenhalts und der Durchlässigkeit der sozialen Welt auftreten, das andere, klassischere Mittel zur Herstellung derselben überrundet haben könnte. Das macht Spielen zu einem zentralen Thema für die Gegenwartsdiagnose.

Spiel(en) in transmedialen Welten (II) (Seminar)

Dozent/in: Michael Dellwing

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 18:15 - 19:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Weitgehend unbemerkt von der Soziologie hat sich das Spielen zu einem zentralen Element gegenwärtiger Erwachsenenkultur entwickelt. Im Zuge der Expansion der digitalen Unterhaltungsindustrie entstand ausgehend von Computerspielen ein globaler, milliardenschwerer Markt für Erwachsene, der sich auf nicht-digitale Spieleformen wie Brettspiele, Kartenspiele, Tabletops, Cosplay etc. ausdehnt. Die Soziologie hat das soziale Phänomen des Spielens traditionell primär als Mittel zur Sozialisation untersucht, als „Anderes“ der „ernsten Betätigung“ gesehen oder es als weitreichende sozialtheoretische Metapher in Anschlag gebracht. Ersteres verortet es vor allem in der Kindheit und Jugend, mittleres steht in ständiger Referenz zur protestantischen Ethik, und letzteres lässt das Spiel als geradezu zeitlose Urform des Sozialen auftreten. Das zeitgenössische Spielen ist tief in popkulturelle Narrativwelten eingebunden, die für die Spieler_innen identitätsrelevant sind. Das Spielen durchdringt dann alle Lebensbereiche und wird zu einem sozialen Ort, in dessen Rahmen Beziehungen und Bindungen geknüpft werden. Zweitens stellt es keine statischen Regelsysteme dar, sondern ist gerade in seinen komplexen Bezugnahmen veränderliches Aushandlungsprodukt stark involvierter Spieler_innen, mit Bezugnahmen weit jenseits der Regel. Spielen ist so keine Randaktivität (mehr). Die Durchdringung der Gegenwart mit Spielaktivitäten und die Anbindung dieser Aktivitäten an weitere, transmediale Umwelten lässt Spielen als bisher übersehenes Element im Raum des sozialen Zusammenhalts und der Durchlässigkeit der sozialen Welt auftreten, das andere, klassischere Mittel zur Herstellung derselben überrundet haben könnte. Das macht Spielen zu einem zentralen Thema für die Gegenwartsdiagnose.

System Dynamics (Seminar)

Dozent/in: Andreas Möller

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 08:15 - 09:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: In Coronazeiten hat die hier zur Diskussion stehende Form der Modellierung einen regelrechten Aufschwung erfahren, denn mit Hilfe der kontinuierlichen Simulation wird der zeitliche Ablauf des Infektionsgeschehens abgeschätzt. Bereits anhand sehr einfacher Modelle werden wir zum Beispiel sehen, warum man aktuell oft von einem exponentiellen Wachstum spricht und warum das solche Sorgen bereitet. Tatsächlich haben Student*innen des Seminars immer wieder auch Grippemodelle erstellt, derzeit würden wir sagen: Corona-Modelle. Es handelt sich um ein Seminar, das sich in exemplarischer Form auf die Vorlesungsinhalte bezieht und einzelne Themenkomplexe vertieft. Anfang der 1970er Jahre befand sich Jay Forrester in einem Flugzeug und skizzierte ein Welt-Modell mit Hilfe der von ihm vorgeschlagenen Modellierungsmethode System Dynamics. Er kam von einem Treffen mit dem Club of Rome zurück , und es ging um die Modellierung der „Grenzen des Wachstums“. Das Modell zeigte deutlich, dass es „weiter so“ nicht geht. Die von ihm modellierten Grenzen des Wachstums sind aktueller denn je. Jay Forrester würde eine nachhaltige Entwicklung wohl als eine Art Gleitpfad sehen, mit nicht allzu großer Dynamik. Wir wollen uns im Seminar mit der Dynamik von Systemen befassen. Insbesondere werden folgende Themen bzw. Fragestellungen behandelt: 1. System Dynamics als Beispiel der Nutzung von disziplinenübergreifenden Methoden: von der praktischen Nutzung für nachvollziehbare Problemstellungen (Allmende-Problem, Corona o.ä.) hin zum Verstehen komplexer, dynamischer Prozesse. 2. Umgang des Menschen mit dynamischen Systemen, Defizite. 3. Zugang zu den Problemlagen und ihrer Modellierung. 4. Aufbau und Simulation anhand verschiedener praktischer Beispiele (Skript und Software (windows-basiert!) werden zur Verfügung gestellt)

Visualizing Social Networks (Seminar)

Dozent/in: Christian Ritter

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 40.255 Seminarraum

Inhalt: Digital platforms, such as Instagram, Facebook, Twitter, Snapchat, and TikTok, are an integral part of our everyday life, shaping the ways we experience social relationships, news, and entertainment. The back-ends of digital platforms constantly store data about the digital traces of their users. In this practice-oriented course, students will be given an opportunity to learn how to collect social network data from digital platforms and design social network graphs. Social network analysis is widely described as the study of the structural properties of networks. Visualizations of social networks provide crucial insights into the cultural dynamics of online communication. Developing mini-research projects within small groups, students will primarily collect data from Twitter’s Application Programming Interface (API) and explore response strategies to the outbreak of the COVID-19 virus. Project participants can acquire transferable, hands-on research skills for analyzing social networks. They will also learn how to manage the scope of research projects, hold effective group meetings, present research outcomes, and write concise research reports.

Vom Ort zum Sozialraum: Methoden der Sozialraumanalyse (Seminar)

Dozent/in: Vanessa Lambers

Termin:
Einzeltermin | Fr, 23.10.2020, 15:30 - Fr, 23.10.2020, 18:30 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 24.10.2020, 09:00 - Sa, 24.10.2020, 17:30 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 13.11.2020, 15:30 - Fr, 13.11.2020, 18:30 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 14.11.2020, 09:00 - Sa, 14.11.2020, 17:30 | Online-Veranstaltung

Inhalt: In dem Seminar "Vom Ort zum Sozialraum: Methoden der Sozialraumanalyse" sollen zunächst raumtheoretische Lektüre-Grundlagen, vor allem aus der Raum- und Stadtsoziologie gelesen und diskutiert werden. Ein wichtiger Ankerpunkt ist hierbei die kultur- und sozialwissenschaftliche Wende hin zum Raum, der "spatial turn". Der Begriff "Sozialraum" soll untersucht und diskutiert werden. Anschließend werden Methoden der Sozialraumanalyse kennengelernt, selbständig angewandt, ausgewertet und anschließend reflektiert/diskutiert.

Von Mississippi Crossroads bis Seattle ― Einführung in den Sozialkonstruktivismus am Beispiel der Geschichte des Rock 'n' Roll (Seminar)

Dozent/in: Kurt A. Saavedra

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein text- und audiobasiertes Seminar, das sich in exemplarischer Form auf die Vorlesungsinhalte bezieht und einzelne Themenkomplexe vertieft. Insbesondere wird auf die wichtigsten Merkmale des Sozialkonstruktivismus am Beispiel der Geschichte des Rock 'n' Roll Bezug genommen. Mit Analysen von Liedern und dazugehörigen Texten werden die zu erlernenden Aspekte des Sozialkonstruktivismus in jeder Seminarsitzung veranschaulicht und vertieft. Um die dafür notwendigen theoretischen Grundlagen zu vermitteln, geht eine Einführung in die philosophischen Werke von Ludwig Wittgenstein und Michael Foucault sowie die wissenschaftlichen Theorien von Thomas Kuhn und Imre Lakatos voraus. Im Seminar werden insbesondere Aspekte der Genderforschung untersucht wie die Entwicklung von Männer- und Frauenrollen oder die Einstellung zur Homosexualität im Rahmen der Geschichte des Rock 'n' Roll.

Wahrheit und Text: Wie wir die Fundamente von Gesellschaft methodisch entdecken (Seminar)

Dozent/in: Benjamin Heidrich

Termin:
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Gesellschaft ist unmöglich! Diese provokative These steht im Zentrum von "Hegemony and Socialist Strategy" – dem 1985 erschienenen Hauptwerk der PolitikwissenschaftlerInnen Ernesto Laclau und Chantal Mouffe. Die darin skizzierte und bis heute in der Weiterentwicklung begriffene Diskurs- und Hegemonietheorie beschäftigt sich mit der Frage, wie gesellschaftliche Strukturen entstehen, ohne dabei jemals den Status der Endgültigkeit zu erreichen. Dabei gehen die AutorInnen davon aus, dass alle sozialen Gemeinschaften stets vorläufige Ergebnisse vorübergehend entschiedener Deutungskämpfe um die „richtige“ bzw. „wahre“ Form von Gesellschaft sind. Das Seminar stellt verschiedene Möglichkeiten vor, ebendiese Deutungskämpfe und "Wahrheiten" auf einer textlichen Ebene empirisch zu entdecken. Hierzu werden im ersten Teil des Semesters zunächst theoretische Grundbegriffe Laclaus und Mouffes diskutiert, welche für die methodische Arbeit unerlässlich sind. Im Anschluss daran werden methodologische Aspekte sowie die Fragen der Fallauswahl und Datenerhebung adressiert. Daraufhin erfolgt die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit einer Reihe von Textanalyseverfahren, welche vor dem Hintergrund der Diskurs- und Hegemonietheorie entwickelt wurden bzw. damit kompatibel sind. Die Verfahren stammen dabei aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, was die breite Anschlussfähigkeit der Theorie - weit über die Politikwissenschaft hinaus - unterstreicht.

Wirkung des Anthropozentrismus auf die Zucht von Haus - und Nutztieren sowie Pflanzen (Seminar)

Dozent/in: Mercedes Corrales Carvajal

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 18:15 - 19:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | C 12.001 Seminarraum

Inhalt: In der Entwicklung der Ethik und der Wissenschaft der westlichen Welt ist der Einfluss des Anthropozentrismus unverkennbar. Andere Lebewesen wie Nutzpflanzen – und Tiere sowie Haustiere werden den Bedürfnissen des Menschen untergeordnet und dadurch die Biodiversität und das Gleichgewicht von Ökosystemen stark gestört. In dem Seminar beschäftigen wir uns mit der Frage, in wieweit sich der Anthropozentrismus auf das Verhalten der Wissenschaftler und der Unternehmer in Bezug auf die Zucht von Nutztieren und Pflanzen sowie Haustiere auswirkt. Die Studierenden untersuchen mit Hilfe von Literaturtexten und Informationen aus dem Seminar: a) das Konzept Anthropozentrismus in der Zucht von Nutztieren und Pflanzen sowie Haustiere; b) Ethik und deren Beziehung zur Politik und gesellschaftlichen Organisation; c) Das Konzept Tierzucht, Saat und Pflanzengut d) Prägung des Anthropozentrismus in der Ethik und Wissenschaft durch die griechische und mittelalterliche christliche Ethik in der westlichen Welt; e) Einfluss der Darwin’schen Evolutionslehre und der Verhaltensforschung von Tieren auf die Tierethik; f) Mendelsche Regeln und die moderne Zucht von Tieren und Pflanzen g) Wirkung des Anthropozentrismus auf das Verhalten der Wissenschaftler und Unternehmer in Bezug auf die Zucht von Nutztieren und Pflanzen; h) Tierschutz und Saatgutverkehrsgesetz in Deutschland; i) Auswirkungen neuer gentechnischer und zellbiologischer (Klonierung) Methoden auf die Tierzucht, vor allem der CRISPR/Cas Technologie, mit der eine Neuprogrammierung des Erbguts ermöglicht wird. Das Thema wird nach wissenschaftlichen Denkweisen und Vorgehensweisen zur systematischen Erkenntnisgewinnung vorgestellt und kritisch diskutiert. Die Studierenden lernen andere Meinungen zu respektieren und in einem positiven Arbeitsklima in Gruppen zu arbeiten. Sie setzen durch ihre Gruppenforschung Theorie in Praxis um.

Wissenschaftliche Methoden— Unterschiedliche Wege zum Wissen (Vorlesung)

Dozent/in: Henrik Wehrden

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Die Vorlesung bietet eine breiten konzeptionellen und historischen Überblick über wissenschaftliche Methoden. Beginnend mit den epistemologischen Grundlagen verschiedener methodischer Ansätze und Fächerkulturen wird die wachsende Diversität von Methoden erläutert. Gleichzeitig wird das inter- und transdisziplinäre Grundverständnis der Leuphana so erläutert, und anhand von soliden Grundprinzipien der Methodik wie z.B. Bias oder kritische Reflexion die Grundlage für die methodische Fokussierung im Major und Minor erläutert. Anhand von praktischen und interaktiven Aufgaben werden Methoden erfahrbar, und die Lernenden generieren so erste Daten aus sich selbst heraus.

Wohin mit dem Abfall? (Seminar)

Dozent/in: Mercedes Corrales Carvajal

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | C 12.013 Seminarraum

Inhalt: Wir produzieren täglich große Mengen an Abfall. Nach der Statistik des Bundesumweltamts 2016 betrug das deutsche Brutto-Abfallaufkommen 411,5 Millionen Tonnen. Moderne Lebensmittelverpackungen sorgen für Frischhaltung, Hygiene und bequeme Zubereitung. Textilien, Möbel und Elektrogeräte werden oft entsorgt, obwohl man sie reparieren könnte. Müll wurde so für die Industrie zu einer neuen Ressource. Nach dem Motto "Abfall kann wiederverwendet werden" und "CO2 Reduktion durch Recycling" floriert die Produktion von neuen Gütern. Die Entsorgung dieser Mengen ist zu einem großen Problem geworden und macht eine effiziente Trennung und Vermeidung von Abfall unverzichtbar. In dem Seminar beschäftigen wir uns mit dieser Problematik. Wir wollen wissen, welche konkrete Maßnahme ergriffen werden können, um das Problem zu verringern. Das Seminar ist eine Kombination zwischen Theorie und Praxis. Die Studierenden untersuchen mit Hilfe von Literaturtexten und Informationen aus dem Seminar folgenden Themen: a) Produktion, Konsum und Entsorgung, b) Abfallsystem in Deutschland, c) Gesetzgebung in Bezug auf Verpackung und Hygiene, d) Kreislaufwirtschaftsgesetz, e) Wirkung von Abfall auf Natur und Umwelt, f) Notwendigkeit der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Produzenten, Abfallentsorgungsbetriebe und Endverbraucher in der Abfallentsorgung h) Abfallreduktion. Abfallvermeidung. In dem Seminar wird die Theorie in der Praxis umgesetzt. In der Gruppenarbeit wird inter- und transdisziplinär gearbeitet.

Wozu das ganze Theater? Forschungsmethoden – erprobt am Lüneburger Theater I (Seminar)

Dozent/in: Andreas Heinen

Termin:
14-täglich | Dienstag | 12:15 - 15:45 | 13.10.2020 - 29.01.2021 | C 40.501 Seminarraum

Inhalt: Im Rahmen des Seminars werden verschiedene qualitative und quantitative Forschungsmethode, die in der Vorlesung thematisiert werden, in der Praxis angewendet. Forschungsobjekt ist das Theater Lüneburg, das als Kooperationspartner für eine Besucherstudie, Experteninterviews, Experimente und teilnehmende Beobachtung zur Verfügung steht. Als Forschungsfrage steht eine Image-Analyse des Theater im Zentrum. Zur Vorbereitung werden einige grundlegende Theorien und erste Analyseinstrumente aus den Bereichen Marketing, Dramaturgie und Audience Development vorgestellt, gemeinsam werden die erhobenen Daten ausgewertet und interpretiert. Die Studierenden können am realen Objekt den Zusammenhang von Theorie und Empirie sowie die Tücken eines Forschungsprojektes hautnah erleben.

Wozu das ganze Theater? Forschungsmethoden – erprobt am Lüneburger Theater II (Seminar)

Dozent/in: Andreas Heinen

Termin:
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | C 40.501 Seminarraum

Inhalt: Im Rahmen des Seminars werden verschiedene qualitative und quantitative Forschungsmethode, die in der Vorlesung thematisiert werden, in der Praxis angewendet. Forschungsobjekt ist das Theater Lüneburg, das als Kooperationspartner für eine Besucherstudie, Experteninterviews, Experimente und teilnehmende Beobachtung zur Verfügung steht. Als Forschungsfrage steht eine Image-Analyse des Theater im Zentrum. Zur Vorbereitung werden einige grundlegende Theorien und erste Analyseinstrumente aus den Bereichen Marketing, Dramaturgie und Audience Development vorgestellt, gemeinsam werden die erhobenen Daten ausgewertet und interpretiert. Die Studierenden können am realen Objekt den Zusammenhang von Theorie und Empirie sowie die Tücken eines Forschungsprojektes hautnah erleben.

Zwischen Beckenbauer und Maradona ― Einführung in den Sozialkonstruktivismus am Beispiel der Geschichte des Fußballs (Seminar)

Dozent/in: Kurt A. Saavedra

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 18:15 - 19:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein text- und videobasiertes Seminar, das sich in exemplarischer Form auf die Vorlesungsinhalte bezieht und einzelne Themenkomplexe vertieft. Insbesondere wird auf die wichtigsten Merkmale des Sozialkonstruktivismus am Beispiel der Geschichte des Fußballs Bezug genommen. Mit Analysen von Videos und dazugehörigen Hintergrundinformationen werden die zu erlernenden Aspekte des Sozialkonstruktivismus in jeder Seminarsitzung veranschaulicht und vertieft. Um die dafür notwendigen theoretischen Grundlagen zu vermitteln, geht eine Einführung in die philosophischen Werke von Ludwig Wittgenstein und Michael Foucault sowie die wissenschaftlichen Theorien von Thomas Kuhn und Imre Lakatos voraus. Im Seminar werden insbesondere Aspekte der Genderforschung untersucht wie die Entwicklung von Männer- und Frauenrollen oder die Einstellung zur Homosexualität im Rahmen der Geschichte des Fußballs.