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Mit der Verschränkung der drei grundlegenden Strukturelemente, der künstlerisch-ästhetischen Praxis, der Fachwissenschaft und der Fachdidaktik ist das Fach "Kunst und ihre Vermittlung" an der Leuphana Universität Lüneburg auf eine künstlerische Kunstvermittlung hin ausgerichtet, die in unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen angewendet werden kann. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und ästhetischen Praktiken sowie die Frage, wie Kunst in unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten vermittelt und gemeinsam erfahren werden kann. Die eigene künstlerische Praxis bietet dabei Raum für experimentelles Arbeiten mit unterschiedlichen Medien, Materialien und Formen und schafft zugleich eine Grundlage für die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Haltung. 

Durch die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiums und die Verbindung mit einem zweiten Fach entstehen vielfältige Perspektiven auf Kunst, Bildung und gesellschaftliche Fragen – von kultureller Teilhabe und Diversität bis hin zu Fragen der Demokratie und des Zusammenlebens. In Lehrveranstaltungen, Projekten und Kooperationen mit Kulturinstitutionen in Lüneburg wie beispielsweise der Halle für Kunst, können Studierende eigene künstlerische und vermittlerische Formate entwickeln und erproben. Das Studium eröffnet dabei unterschiedliche Lern- und Arbeitsorte innerhalb und außerhalb der Universität und verbindet wissenschaftliche Auseinandersetzung mit praktischer Erfahrung. Ziel ist es, Studierende dazu zu befähigen, Kunst nicht nur als Gegenstand des Unterrichts, sondern als offenen Raum für ästhetische Erfahrung, kritisches Denken, gesellschaftlichen Austausch und gemeinsames Lernen zu verstehen.

Studienbereiche

Ästhetisch-künstlerische Praxis

In den Modulen der ästhetisch-künstlerischen Praxis entwickeln und vertiefen die Studierenden ihre eigene künstlerische Arbeit. Sie erproben unterschiedliche Materialien, Medien und künstlerische Verfahren, untersuchen Wahrnehmung und Gestaltung und setzen sich praktisch mit eigenen und fremden Arbeiten auseinander. Dabei geht es um die Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Haltung ebenso wie um die Fähigkeit, Arbeitsprozesse zu reflektieren, Entscheidungen zu begründen und Ergebnisse im fachlichen Austausch zu diskutieren. 
Weitere Informationen zur Professur für Ästhetische Praxis. 

Kunstvermittlung

Die Module der Kunstvermittlung verbinden die Auseinandersetzung mit Kunst mit der Frage, wie künstlerische Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich und erfahrbar werden können. Die Studierenden beschäftigen sich mit Methoden und Konzepten der Vermittlung, entwickeln eigene Vermittlungsformate und erproben diese in unterschiedlichen Kontexten. Dabei reflektieren sie ihre Rolle als Vermittler*innen und setzen sich mit Fragen der Teilhabe, Kommunikation und kulturellen Bildung auseinander. 
Weitere Informationen zur Professur für Kunstdidaktik.

Kunst- und Bildwissenschaften

In den Modulen zu Kunst und Bildwissenschaften untersuchen die Studierenden Kunstwerke und Bilder aus kunsthistorischer, bildwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Perspektive. Sie lernen, visuelle Phänomene präzise zu analysieren, historische und gesellschaftliche Zusammenhänge herzustellen und unterschiedliche wissenschaftliche Methoden anzuwenden. Im Mittelpunkt stehen dabei die kritische Auseinandersetzung mit Bildern und ihren Bedeutungen sowie die Entwicklung eigener Fragestellungen und argumentativer Zugänge. 
Weitere Informationen zur Professur für Kunstwissenschaft.