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Antonia Rohwetter

Portrait
21335 Lüneburg, Universitätsallee 1, C40.414
Fon +49.4131.677-4063, antonia.rohwetter@leuphana.de

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Lehrveranstaltungen

In aktuellen künstlerischen und theoretischen Diskursen spielt der Begriff der Fürsorge eine zentrale Rolle. Praktiken der Sorge werden dabei häufig als mögliche Gegenstrategien zu spätkapitalistischen Verhältnissen verstanden, die von Ausbeutung, Erschöpfung, sozialer Isolation und struktureller Ungleichheit geprägt sind. Doch wenn Fürsorge Leben erhält, läuft sie nicht auch Gefahr zur Stabilisierung bestehender Ordnungen beizutragen? Wie lässt sich das widerständige Potential von care in den Künsten und darüber hinaus beschreiben?
In diesem Seminar setzen wir uns anhand künstlerischer Positionen und theoretischer Texte kritisch mit dem Begriff der Fürsorge im Feld der Künste auseinander. Dafür wenden wir uns u.a. Filmemacherinnen und Aktivist*innen der späten 1960er- und 1970er-Jahren zu, die in West-Berlin mit antiautoritären, selbstorganisierten Kinderläden die Bedingungen verändern wollten, unter denen wir Sorge tragen.
Im Rahmen des Seminars richten wir gemeinsam eine Reihe von Veranstaltungen aus, zu denen wir Künstler*innen, Aktivist*innen und Theoretiker*innen einladen, um ausgehend von diesem historischen Beispiel nach widerständigen und militanten Fürsorge-Praktiken in und außerhalb der Künste zu fragen. Die Vorbereitung von Anmoderationen und Diskussionsbeiträgen für die öffentlichen Veranstaltungen sind Teil des Seminares.
Nächster Termin:
Donnerstag, 19.11.2026 um 14:15 Uhr