Werdegang

Michael Rose ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Key Subject Area "Demokratische Resilienz: Die Nachhaltigkeit der Demokratie im Zeitalter der globalen Polykrise" (Programm "Embracing Transformation") am Zentrum für Demokratieforschung und Institut für Politikwissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg.

Diplom (2012, Otto-Friedrich-Universität Bamberg) und Promotion (2016, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) im Fach Politikwissenschaft.

Er ist Mitherausgeber (Associate Editor) des Journal of Environmental Policy & Planning und Mitbegründer und Co-Vorsitzender der Earth System Governance Taskforce on Knowledge Cumulation. 

Akademische Stationen

  • Seit 2025: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (PostDoc) in der Key Subject Area "Democratic Resilience: Democracy’s Sustainability in the Global Polycrisis Era" (Programm "Embracing Transformation") am Zentrum für Demokratieforschung und Institut für Politikwissenschaft, Fakultät Staatswissenschaften, Leuphana Universität Lüneburg
  • Wintersemester 2024/25: Verwaltung der Professur für Governance und Nachhaltigkeit an der Leuphana Universität Lüneburg
  • Seit 2023: Associate Editor des Journal of Environmental Policy & Planning
  • 2018-2025: wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) in der Forschungsgruppe Governance, Partizipation & Nachhaltige Entwicklung (Prof. Newig), Fakultät Nachhaltigkeit, Leuphana Universität Lüneburg
  • 2016-2018: wissenschaftlicher Koordinator des Zentrums für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent), Bergische Universität Wuppertal
  • 2015-2018: wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt 'Wohlstands-Transformation Wuppertal – Ein urbanes Transformationslabor für nachhaltiges Wirtschaften' am Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent), Bergische Universität Wuppertal
  • 2014, 2016 & 2017: Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft II, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • 2012-2015: Promotionsstipendiat im Graduiertenkolleg ‘Linkage in Democracy (LinkDe) – politische Repräsentation in heterogenen Gesellschaften‘, Institut für Sozialwissenschaften, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • 2005-2012: Student der Diplom-Politikwissenschaft (Dipl.-Pol. Univ.), Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Lehrgebiete

  • Vergleichende Politikwissenschaft und Policyanalyse
  • Nachhaltigkeitsgovernance
  • Inter- und transdisziplinäre Forschung

Forschungsgebiete

  • Demokratieforschung
  • Nachhaltigkeitsforschung
  • Nachhaltigkeitsstaat & Nachhaltigkeitsinstitutionen
  • Nachhaltigkeitsgovernance
  • vergleichende Politikwissenschaft
  • institutionelle Proxy-Repräsentation zukünftiger Generationen
  • Institutionen für zukünftige Generationen
  • intergenerationelle Gerechtigkeit
  • Wissenskumulation
  • Reallabore und Methoden der transformativen Forschung

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Knowledge Cumulation in Environmental Governance Research
    Michael Rose (Herausgeber*in) , Jens Newig (Herausgeber*in) , Sina Leipold (Herausgeber*in) , 2026

    Publikation: Bücher und AnthologienZeitschriftenhefteForschung

  2. Zukünftige Generationen in der heutigen Demokratie: Theorie und Praxis der Proxy-Repräsentation
    Michael Rose (Autor*in) , 2018 Wiesbaden , 584 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienMonografienForschungbegutachtet

Beiträge in Zeitschriften

  1. Rethinking scientific progress in the social sciences: disruptive or cumulative?
    Jens Newig (Autor*in) , Michael Rose (Autor*in) , Zühre Aksoy (Autor*in) , Simon Beaudoin (Autor*in) , Thomas Bolognesi (Autor*in) , Oliver Fritsch (Autor*in) , Dries Hegger (Autor*in) , Benjamin Hofmann (Autor*in) , Nicolas W. Jager (Autor*in) , Elke Kellner (Autor*in) , Sina Leipold (Autor*in) , Åsa Persson (Autor*in) , Hens Runhaar (Autor*in) , Robert Webb (Autor*in) , 01.05.2026 , in: Research Policy, 55, 4 , 11 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  2. How to Assess Knowledge Cumulation in Environmental Governance Research? Conceptual and Empirical Explorations
    Jens Newig (Autor*in) , Michael Rose (Autor*in) , 01.08.2025 , in: Environmental Policy and Governance, 35, 4 , S. 662-681 , 20 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  3. From the environmental state to the sustainability state? Conceptualization, indicators, and examples
    Michael Rose (Autor*in) , 03.03.2025 , in: Sustainability: Science, Practice and Policy, 21, 1 , 16 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  4. Can we represent future generations in myopic democracies?: Analyzing the design, feasibility and viability of institutional guardians of future generations
    Michael Rose (Autor*in) , in: Policy Studies , 21 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  5. Does participatory governance help address long-term environmental problems?: Conceptualization and evidence from 23 democracies
    Michael Rose (Autor*in) , Jens Newig (Autor*in) , Nicolas Wilhelm Jager (Autor*in) , in: Policy Studies , S. 1-25 , 25 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

Auszeichnungen

  1. Intergenerational Justice Prize 2015-16 (3rd rank)
    Michael Rose (Empfänger/-in) ,

    Auszeichnung: Externe Preise, Stipendien, Auszeichnungen, ErnennungenForschung

  2. Promotionsstipendium 2012-2015
    Michael Rose (Empfänger/-in) ,

    Auszeichnung: Externe Preise, Stipendien, Auszeichnungen, ErnennungenForschung

Lehrveranstaltungen

An der politischen Entscheidungsfindung und Umsetzung wirken längst nicht nur Bürger:innen (via Wahlen und Abstimmungen), Parlamente und Regierungen mit, sondern auch zahllose zivilgesellschaftliche Akteure (Verbände, Gewerkschaften, Think Tanks, Wissenschaftsgremien, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), etc.) und multinationale privatwirtschaftliche Unternehmen. Zugleich werden sowohl die Entscheidungsfindung als auch die Umsetzung getroffener Entscheidungen zunehmend über mehrere politische Ebenen (international bis lokal) verteilt und koordiniert. So entstand über Jahrzehnte hinweg ein oft „Governance“ genanntes komplexes Geflecht aus permanenten oder ad-hoc gebildeten Strukturen und Prozessen für die Koordination und Steuerung gesellschaftlicher Sachverhalte, teils spezialisiert auf einzelne Politikfelder.

Solch ein Governance-Ansatz, der alle politischen Ebenen und verschiedenste relevante Akteursgruppen in den Blick nimmt, ist für die Steuerung unserer Gesellschaften in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung unerlässlich. Nachhaltigkeit ist ein globales, dynamisches Leitbild, dessen Gestaltung und Umsetzung ohne die Mitwirkung aller politischen Ebenen und Sektoren (Staat, Gesellschaft, Wirtschaft) als aussichtslos erscheint. Die globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen sind riesig, ebenso wie politischen Herausforderungen, diesen gerecht zu werden. Mit dem aktuell zu beobachtenden Rückzug ins Nationale lassen sich Nachhaltigkeitsprobleme nicht lösen. Ein Scheitern der globalen Nachhaltigkeitsagenda ist daher immer auch ein Scheitern der Nachhaltigkeitsgovernance im internationalen Mehrebenensystem.

In unserem Seminar wollen wir verstehen und evaluieren, wie, warum und mit welchen Ergebnissen Nachhaltigkeitsgovernance im internationalen Mehrebenensystem (nicht) funktioniert. Um alle auf einen ähnlichen Stand zu bringen, besprechen wir zunächst zentrale Konzepte (insb. Governance, Politik und Nachhaltigkeit) und lernen in Grundzügen, wie Politiken auf den verschiedenen politischen Ebenen (international, EU, national, subnational, lokal) entwickelt und entschieden werden und wie die Ebenen dabei miteinander interagieren. Anschließend fokussieren wir unsere Seminarsitzungen auf das Thema Nachhaltigkeitsgovernance und erarbeiten uns, wie die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) strukturell auf den verschiedenen Ebenen umgesetzt werden. Aus das internationale Klimaregime werden wir in diesem Zusammenhang näher betrachten.

Gerade am Anfang werden einzelne Sitzungen eher einen Vorlesungscharakter haben; mit fortschreitendem Seminarverlauf wird aber immer mehr Verantwortung für Sitzungsgestaltung bei den Studierenden liegen, beispielsweise mit kleinen Präsentationen, Gruppenarbeiten, Gruppen- und Plenumsdiskussionen. Angestrebt wird auch die Integration eines klimagovernancebezogenen Rollenspiels sowie eines eingeladenen Praxisinputs mit Diskussion in das Seminar.
Nächster Termin:
Montag, 04.05.2026 um 14:15 Uhr