Atelier: Die Bildung der Bildung
Gute Orte schaffen.
©Foto: Kristian Breitenbach
Design: Leuphana
Atelier vom 26.-28. August 2026
Utopie-Konferenz | Großzügigkeit, eine Utopie?
Tickets für die Utopie-Konferenz
Wöchentlich erscheint hier ein Countdown zum Atelier „DIE BILDUNG der BILDUNG“:
noch 8 Wochen bis zur Utopie-Konferenz
Erst mal Antworten auf die erste Frage, wer spielt auf:
Der langjährige Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen Stefan Ruppaner, die SoulTeachers Antje Schierhorn und Claudia Schwegmann (Hanstedt), die Wissenschaftler André Frank Zimpel („Neurodiversitätspapst“, Uni Hamburg), Olaf Burow (Zukunftswerkstätten, Uni Kassel) und Marc Kleinknecht (Universitätsschule, Uni Lüneburg), die SchulleiterInnen Antje Pochte (Salzwedel) und Bianca Freudenberg-Rehage (Sylt) und last not least Björn Lengwenus (Schulleiter Alter Teichweg, HH), der vorschlägt 2027 drei Wochen nach den Sommerferien den Schulbetrieb auszusetzen und darüber nachzudenken, was machen wir da eigentlich und was wäre denn „Bildung“.
Außerdem LehrerInnen, die angefangen haben Wände einzureißen oder die zwei Wochen in den Sommerferien Räume neu gestaltet haben und danach sagen, „wir haben aus Scheiße Gold gemacht“. Und andere, die vom Lernvirus einer ansteckenden Gesundheit infiziert sind und ihn weitertragen.
Letztlich geht es darum: Wie wird aus Leiden Leidenschaft?
Und in welchen Stimmungen, in welche Atmosphären hat der Wandel eine Chance?
Ändert sich derzeit die Stimmung in den Schulen und der „Bildungsszene“? Und vielleicht sogar in der Gesellschaft? Nach einer Zeit von Aufbrüchen, ausgelöst von der kalten Pisa-Dusche vor 25 Jahren, bekam in Schulen die Alltagsstrategie irgendwie Durchkommen Oberhand. Bei Jugendlichen am stärksten. Durchkommen wurde für viele das Hauptfach, verbunden der Vorsicht sich bei der sich ausbreitenden Lernbulimie bloß nicht zu verschlucken oder zu versauern. Was für eine reduzierte Haltung.
Auch viele Lehrpersonen haben dieses Hauptfach nolens/volens unterrichtet. Vor allem wenn sie an die Lehrplanwirtschaft glauben, diese letzte noch nicht pleite gegangene Planwirtschaft. In deren Trümmern gedeiht der Alltagskapitalismus: Jeder ein Betriebswirtschaftler seiner selbst - und dabei das Leben ins Internet und das Lernen auf ChatGPT auslagern. Wie arm.
Wenn die Zeichen nicht täuschen, kommt eine Gegenströmung auf.
Eine, die an die Bremer Stadtmusikanten erinnert:
Etwas Besseres als den Tod finden wir überall.
Also Esel, Hund, Katze und Hahn (alle natürlich auch weiblich!) kommt Ende August nach Lüneburg zur Utopie-Konferenz!
Werdet Musikanten!
Von nun an wird es auf dem Weg dorthin hier wöchentlich einen Text geben. Eine Art Wegzehrung und auch die Aufforderung Proviant hinzu zu fügen!
Denn so viel ist klar: In Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gärt es. So wie es in der Gesellschaft überhaupt gärt. Man fragt sich nach jeder Wahlprognose verschärft, kommt mehr Essig oder Wein raus? Wie vergoren ist das Land?*
Wir setzen auf den Wein (na ja, auch auf guten Essig).
Wir fangen Neues an und sind keineswegs Anfänger. Viele kommen aus dem Archiv der Zukunft andere von Schule im Aufbruch oder sie machen künftig bei derSchmetterlingsakademie (Wutöschingen) mit.
*Der Satz geht auf Georg Christoph Lichtenberg zurück, erster deutscher Experimentalphysiker und famoser Aphoristiker. Während der französischen Revolution notierte er: Wie ich höre, in Frankreich gärt es. Fragt sich nur ob Essig oder Wein dabei herauskommt.
Zur Einstimmung auf die Utopie-Konferenz im Sommer 2026: