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Studierende im Porträt: Timon Scheuer – „Das geht hier für mich auf“

13.09.2021 Das neue Masterprogramm „Culture and Organization“ verbindet Kulturwissenschaften mit unternehmerischen Inhalten. Neben seinem Studium engagiert sich der 25-Jährige beim „Originalton Lüneburg e.V.“. Der studentische Verein will im Herbst den Salon Hansen in der Lüneburger Innenstadt als Kulturzentrum wiedereröffnen.

Timon Scheuer vor dem Zentralgebäude ©Leuphana/Marie Meyer
"Ich genieße das Campusleben, netzwerke gerne und mag es, mich aktiv am kulturellen Leben der Stadt zu beteiligen“, sagt Timon Scheuer.

Nach dem Abitur hat sich Timon Scheuer nur bei einer einzigen Uni beworben: der Leuphana. „Ein Studium in einer Metropole war für mich nicht ausschlaggebend und ich hatte bereits viel Positives über die Uni in Lüneburg gehört. Ich genieße das Campusleben, netzwerke gerne und mag es, mich aktiv am kulturellen Leben der Stadt zu beteiligen. Das geht hier für mich auf“, sagt der Student. Wegen der Corona-Pandemie hat er das erste Jahr seines Masters allein online studiert. Das innovative Studienprogramm „Kulturwissenschaften: Culture and Organisation“ widmet sich der Beziehung zwischen Kunst und Kultur und Organisation. Es liefert eine Einführung in Kulturtheorie und Soziologie in kritischer Auseinandersetzung mit heutigen Organisationen und Organisierung. Basierend auf diesen Grundlagen lernen Studierende, sich mit organisatorischen und unternehmerischen Praktiken in verschiedenen Bereichen und Branchen in Kunst und Kultur zu befassen. Timon Scheuer hatte bereits während seines Bachelorstudiums von dem neuen Master gehört. Der Student des B.A. Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Kulturorganisation arbeitete als studentische Hilfskraft am Institut für Soziologie und Kulturorganisation und verfolgte, wie das neue Programm entwickelt wurde: „Ich kannte aus dem Bachelor bereits viele der Lehrenden. Deshalb wollte ich gern an der Leuphana weiterstudieren und den Bereich Kulturorganisation vertiefen“, erinnert sich der Masterstudent.

Bereits während seines Bachelorstudiums engagierte sich Timon Scheuer bei der studentischen Initiative „Originalton“. Die Ehrenamtlichen setzen sich dort für ein modernes und vielfältiges Lüneburger Kulturleben ein. Studierende haben die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der Kulturorganisation zu sammeln. Im vergangenen Jahr hat Originalton den Salon Hansen übernommen und haucht dem angeschlagenen Club nun neues Leben ein. Im Herbst soll der Salon Hansen nach langer Corona-Pause wieder öffnen mit Poetry Slams, Konzerten oder Lesungen. „Deshalb engagiere ich mich bei Originalton und studiere Culture and Organization: Ich möchte Kreativen eine Bühne bieten“, erklärt Timon Scheuer. Er ist im zehnköpfigen Team unter anderem für administrative Aufgaben zuständig. Originalton ist mittlerweile ein studentischer Verein und hat so bessere Möglichkeiten, Fördergelder einzuwerben. Dafür muss Timon Scheuer auch mit mehr Bürokratie kämpfen, sich um die Gewerbeanmeldung kümmern und eine*n Steuerberater*in beauftragen.

Kultur reicht für ihn aber weiter als in die reine Kunst- und Kulturszene. Neben seinem Studium arbeitet er bei einem Abgeordneten der Hamburger Bürgerschaft: „Ich finde Kulturpolitik sehr spannend, deshalb habe ich im Bachelor den Minor Politikwissenschaft studiert. An der Leuphana hat man die Möglichkeit, sein eigenes Profil zu schärfen“, sagt der Student. Im Master „Kulturwissenschaften: Culture and Organization“ schätzt er die Verbindung zwischen theoretischem Wissen, Gesellschaftskritik und praktischer Anwendung. Zuletzt haben Studierende beispielsweise gemeinsam mit dem Kunstverein Lüneburg das Kulturmagazin „The Window“ herausgebracht. „Da die Uni nicht so groß ist, besteht auch ein guter Kontakt zu den Lehrenden und sie sind offen für den Austausch mit Studierenden“, berichtet Timon Scheuer. Der Master „Culture and Organization“ stellt kulturelle, wirtschaftliche, aber auch nachhaltige Aspekte der Kulturbranche in den Vordergrund. „Ganz konkret versuchen wir das gerade im Salon Hansen umzusetzen. Das reicht von Ökostrom über D-Jane-Workshops bis zu einem gendergerechten Programm“, berichtet der Student.

Im kommenden Jahr wird seine Kulturarbeit in Lüneburg ruhen. Timon Scheuer plant ein Auslandssemester in Posen. Gefördert wird er dabei von der Friedrich-Ebert-Stiftung, der er als Stipendiat seit Beginn des Masterstudiums angehört.