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Werdegang

10/2024-10/2025: Vertretung der W3 Professur für Philosophie und Ästhetik am Institut für Kunstwissenschaften der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

02/2025-06/2025: Forschungsaufenthalt an der NYU, New York, USA

seit 09/2022: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg, Professur für Medienkultur und Medienphilosophie, Prof. Dr. Erich Hörl

07/ 2022: Promotion mit der Arbeit: "Radikale Kontingenz aushalten – Die Dialektik der ästhetischen Langeweile in der Gegenwartskunst", (Betreuung: Juliane Rebentisch, Andreas Reckwitz) an der Hochschule für Gestaltung Offenbach A.M.

04/2019 -09/2022: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Bildenden Künste München, Lehrstuhl für Philosophie / Ästhetische Theorie, Prof. Dr. Maria Muhle

05/2016-04/2019: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach a. M., Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetik, Prof. Dr. Juliane Rebentisch 

04/2012-02/2017: Wissenschaftliche Koordinatorin der Gastprofessur und des gleichnamigen Sorbonne-Partnerschaftsprogramms "Pensées Françaises Contemporaines" an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Lehrstuhl Europa-Studien, Prof. Dr. Timm Beichelt

2012: Auslandsaufenthalt an der University of California, Berkeley, USA im DE Critical-Theory-Program

2004 – 2013: Studium der Ästhetik, Literatur, Philosophie und Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. Langeweile Aushalten: Kontingenzerfahrung in der Gegenwartskunst
    Anne Gräfe (Autor*in) , 2024 Berlin , 226 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienMonografienForschung

  2. Un/Ordnungen Denken: Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften
    Anne Gräfe (Herausgeber*in) , Johannes Menzel (Herausgeber*in) , 2017 Berlin , 408 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

  3. Oder/Denken: Stimmen aus dem Chor. Eine kritische Denkschrift
    Anne Gräfe (Herausgeber*in) , 2011 Frankfurt Oder , 391 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienTransfer

Beiträge in Zeitschriften

  1. Making Petrified Relations Dance: Aesthetics, Terror, and the Emergence of a Critical Collective Subject
    Anne Gräfe (Autor*in) , 01.05.2026 , in: Mythos Journal für Ästhetik, 2026, 2 , S. 100 , 111 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  2. Über die allmähliche Verfertigung des Selbst beim Schreiben: Marica Bodrožićs literarische Arbeiten als autopoietische Praxis
    Anne Gräfe (Autor*in) , 01.11.2025 , in: Kulturwissenschaftliche Zeitschrift, 2025, 2 , S. 47-67 , 20 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  3. Der philosophische Knotenpunkt der ästhetischen Langeweile
    Anne Gräfe (Autor*in) , 11.02.2025 , in: Zeitschrift Kunst Medien Bildung, 2025 , S. 46-54 , 8 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  4. Kritik als Urteilskraft - wenn Trolle postkritisch nachahmen
    Anne Gräfe (Autor*in) , Ellen Wagner (Autor*in) , 01.09.2021 , in: Behemoth : a Journal on Civilization, 14, 2 , S. 48-60 , 13 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeTransferbegutachtet

Beiträge in Sammelwerken

  1. »Die Landschaft dauert länger als das Individuum«: ein neuartiges, kritisch-kollektives Subjekt der Disruption mit und nach Heiner Müller
    Anne Gräfe (Autor*in) , 28.05.2026 , S. 347-368 , 21 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  2. Das revolutionäre Potential im Wiederholungszwang der Nostalgie
    Anne Gräfe (Autor*in) , 01.01.2026 Bielefeld , S. 101-113 , 13 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  3. Übung im Denken: Der Moment des »Dazwischen« in Manon de Boers An Experiment in Leisure
    Anne Gräfe (Autor*in) , 01.05.2024 Bielefeld , S. 137-152 , 16 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  4. ›Politik‹ und ›die Künste‹
    Maria Muhle (Autor*in) , Anne Gräfe (Autor*in) , 12.12.2022 Bielefeld , S. 579-596 , 18 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenLexikonbeiträgeForschung

  5. Das Lego-Ornament der Masse
    Anne Gräfe (Autor*in) , 01.07.2022 Berlin , S. 91-103 , 13 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenTransfer

Lehrveranstaltungen

Das 20. und 21. Jahrhundert erscheinen als Zeitalter der Krise: ökonomische, ökologische, politische, technologische und psychische Erschütterungen markieren eine Gegenwart, in der Stabilität und Sinn zunehmend prekär werden. Doch „Krise“ ist nicht nur ein historisches oder gesellschaftliches Phänomen, sondern auch eine philosophische Kategorie – ein Moment der Entscheidung, der Offenlegung und der Möglichkeit. Von der antiken krisis als Scheidepunkt über die Moderne als Epoche der permanenten Krise bis hin zur zeitgenössischen Erfahrung struktureller Erschöpfung stellt sich die Frage, was an der Krise produktiv, destruktiv oder unvermeidlich ist.
Das Seminar nähert sich dem Begriff der Krise interdisziplinär, aber mit philosophischem Schwerpunkt. Zu fragen ist, wie sich der Begriff der Krise in Philosophie und Gesellschaftstheorie entwickelt hat und inwiefern Krise eine Grundfigur des modernen Denkens zu sein scheint? Das Seminar verfolgt daher die Entwicklung des Krisenmotivs in Philosophie, Sozialtheorie, Psychoanalyse und Kulturkritik und fragt nach der Dialektik von Zerfall und Neubeginn. Dabei wird deutlich, dass Krisen nicht nur äußere Erschütterungen gesellschaftlicher Systeme sind, sondern immer auch das Selbst- und Weltverhältnis des Menschen betreffen. Denn Krisen verändern das Verständnis des Subjekts in Bezug auf Grenzen aber auch auf die eigene Handlungsmacht. Aus diesem Grund richtet sich der Fokus nach eingehender Analyse des Krisenbegriffs daher auf das Subjekt als Ort und Symptom der Krise: auf Erschöpfung, Fragmentierung – und die Suche nach neuen Formen der Selbst- und Weltbeziehung, nach möglichen Momenten der Erkenntnis, der Transformation oder der Verantwortung.
Nächster Termin:
Lehrveranstaltungen für dieses Semester beendet.
Das Seminar vermittelt grundlegende Ansätze der frühen Medientheorie und verknüpft diese mit theoretischen Erweiterungen durch zentrale Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Es verfolgt die Entwicklungslinie von der Kulturindustrie über Semiotik und Diskurstheorie bis hin zu feministischen und wahrnehmungstheoretischen Perspektiven. Der historisch gewachsene Kanon (Benjamin, Adorno/Horkheimer, Barthes, Foucault) wird durch Autorinnen wie Hannah Arendt, Susan Sontag, Laura Mulvey und Miriam Hansen kritisch erweitert und aktualisiert.

Durch diese Lektüren werden Medien zu kulturellen, politischen und ästhetischen Formen der Vermittlung. Das Seminar befähigt dazu, diese mit geeigneten theoretischen Werkzeugen zu analysieren.
Nächster Termin:
Lehrveranstaltungen für dieses Semester beendet.