Forschung & Publikationen

Forschung und Projekte

DFG-Projekt Medien der Assistenz: Das Projekt untersucht die Geschichte und Gegenwart medientechnisch bedingter Barrieren innerhalb digitaler Kulturen und ihrer Überwindung durch Soft- und Hardwareassistenten. Allgemeine Assistenzsysteme (von einfachen Hilfsprogrammen bis zu komplexen Sprachassistenten wie Apples Siri) werden dabei ebenso in den Blick genommen wie spezielle Unterstützungstechnologien für Menschen mit sensorischer, kognitiver oder motorischer Einschränkung (von Bildschirmlupen und Screenreadern bis zu alternativen Interface-Technologien). Die Ausgangsthese des Projektes lautet, dass die Geschichte solcher ›Medien der Assistenz‹ von einem nicht-anthropozentrischen Denkstil geprägt ist, der bis heute spezifische Formen digitaler ›Zugänglichkeit‹ hervorbringt. Mehr Infos

Medien der Bionik: Das Projekt untersucht den Einsatz digitaler Medien in der zeitgenössischen Bionik. Weil diese sich das Umsetzen von Anregungen aus der Biologie in Technik zum Ziel gesetzt hat, spielen Kulturtechniken der Modellierung und Simulation in ihrer Forschungspraxis eine entscheidende Rolle. Daher untersucht das Projekt die Geschichte und Gegenwart dieses Forschungsansatzes und fragt danach, welche Medien, Praktiken und Diskurse die Epistemologie der Bionik prägen.

Reichweitenangst. Batterien und Akkus als Medien des Digitalen Zeitalters: Elektrochemische Zellen gehören zu den technischen Möglichkeitsbedingungen des Digitalen Zeitalters. Als Medien der Flexibilisierung, Dezentralisierung und Mobilisierung elektrischer Netze haben Batterien und Akkus die raumzeitlichen Maßstäbe im 20. und 21. Jahrhundert verändert. Ausgehend von dem Phänomen der ›Reichweitenangst‹ beschäftigt sich das Projekt mit der Medialität und Materialität von Batterien und Akkus sowie ihrer Bedeutung für die Emergenz des Digitalen Zeitalters. Im Rahmen des Projektes findet vom 24. bis 26. Januar 2019 eine interdisziplinäre Tagung an der Leuphana Universität Lüneburg statt. Mehr Infos

Lebhafte Artefakte. Eine Mediengeschichte des Biological Computer Laboratory (Dissertationsprojekt, abgeschlossen): Das Projekt unternimmt eine medienhistorische Untersuchung der immateriellen und materiellen ›Maschinen‹, die zwischen den Jahren 1958 und 1976 am Biological Computer Laboratory (BCL) der University of Illinois in Urbana-Champaign entworfen und konstruiert wurden. Indem sie die methodischen Ansätze der Historischen Epistemologie und der Medienarchäologie miteinander verbindet, werden die Maschinen des BCL gleichermaßen als Effekte und Effektoren einer Wissensgeschichte der Kybernetik analysiert. Um diese komplexe Konstellation in den Blick zunehmen, wird der Begriff ›Lebhafte Artefakte‹ eingeführt und als analytisches Werkzeug eingesetzt.

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