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Neues Forschungszentrum untersucht die Bedeutung von Sprache für fachliche Bildungsprozesse

17.05.2021 An der Leuphana Universität Lüneburg gibt es eine neue, deutschlandweit einmalige Forschungseinrichtung, die sich mit dem Verhältnis von Sprache und Bildung beschäftigt. Das Forschungszentrum ERLE (Empirical Research on Language and Education) vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen. Sie verfolgen das Ziel, interdisziplinäre Grundlagenforschung im Bereich der sprachlichen Bildung zu betreiben. Forschende aus der Deutsch- und Mathematikdidaktik, der empirischen Bildungsforschung und der Psychologie arbeiten dafür zurzeit an der Entwicklung eines strukturierten empirischen Forschungsprogramms.

Inhaltlich fokussiert ERLE auf Grundlagenforschung im Bereich Sprache und Bildung im schulischen Kontext. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen untersuchen, wie sprachliche Merkmale das fachliche Lernen in verschiedenen Unterrichtsfächern beeinflussen. Im Zentrum des Interesses stehen dabei die Lernenden und die Frage, welche Bedeutung sprachliche Merkmale für den fachlichen Lernerfolg haben.

Erste Studien gehen der Frage nach, welche Schwierigkeiten für Lernende aus bestimmten fachsprachlichen oder sprachlichen Merkmalen in Erklärtexten entstehen können. Angehende Lehrkräfte sollen solche Merkmale in den Fächern Deutsch und Mathematik identifizieren und einordnen. Auch bereits laufende Drittmittelprojekte sind in dem neuen Forschungszentrum angesiedelt.

Die ERLE-Mitglieder wollen weitere Mitstreiter für ihr Projekt gewinnen, nicht nur aus der Leuphana, sondern auch im Rahmen deutschlandweiter und internationaler Kooperationen. Außerdem haben sie ein Kolloquium an den Start gebracht, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Forschungsarbeiten mit Bezug zum Themenfeld Sprache und Bildung vorstellen. Die erste Veranstaltung findet am 20. Mai statt. Dann werden sich Prof. Dr. Dominik Leiß und Prof. Dr. Timo Ehmke (Leuphana Universität Lüneburg) mit der Frage beschäftigen: „Muss man auch mit Sprache im Mathematikunterricht rechnen?“.

Am 17.06. um 16.15 Uhr begrüßt das ERLE-Kolloquium Prof. Dr. Marcus Hasselhorn vom DIPF | Leibniz Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation mit einem Beitrag zur Frage „Wie fair erfassen einschlägige Verfahren die Lese- und Rechtschreibkompetenzen von Kindern mit DaZ?“.

Kontakt

  • Prof. Dr. Anke Schmitz
  • Prof. Dr. Dominik Leiß