Aktuelle Projekte

CROWDFUNDING FÜR UMWELTINNOVATIONEN

Das Forschungsprojekt „Crowdfunding von Umweltinnovationen“ gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt beginnt im März 2019 unter der Federführung von Prof. Jacob Hörisch in Zusammenarbeit mit Isabell Tenner. Es adressiert die Frage wie Start-Ups und KMU Umweltinnovationen durch Crowdfunding finanzieren und dabei potenzielle Investor/innen gezielt ansprechen können. In diesem Rahmen werden erstens Zielgruppen umweltorientierter Crowdfunding-Kampagnen ermittelt, um das Potenzial von Crowdfunding von Umweltinnovationen besser bewerten und steigern zu können. Ein zweites Ziel ist die Identifizierung von Erfolgsfaktoren, die eine Finanzierung von Umweltinnovationen über Crowdfunding begünstigen. Drittens wird das generierte Wissen KMU, Start-Ups, Unternehmensverbänden und Crowdfundingplattformen dauerhaft zur Verfügung gestellt um eine Anwendung des erlangten Wissens zu initiieren und zu begleiten.

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Social Innovation Thinkathon

Im Rahmen des Vorhabens wird ein digitales vollvirtuelles Seminar mit dem Titel “Social Innovation Thinkathon“ entwickelt und im Modul „Connecting Science, Responsibility and Society“ des Master Komplementärstudiums der Graduate School für Studierende im dritten Master-Semester durchgeführt werden. Das Thinkathon-Format zielt analog zum Hackathon-Format auf die kollaborative, digitale und interdisziplinäre Entwicklung von Lösungsansätzen für gesellschaftliche Probleme ab (Knoll 2018). Dabei stehen nicht Softwareprodukte, sondern gedankliche, wissenschaftsbasierte Konzepte und Ideen sowie ein problem- und transferorientiertes Lernen im Vordergrund. Der Thinkathon wird als neues hochschuldidaktisches Konzept zur Digitalisierung der Lehre, zur Stärkung des Praxisbezugs, zur Erprobung eines Lehrformats für Massenveranstaltungen und als Anerkennung der zunehmenden Diversität der Studierenden entwickelt, implementiert und evaluiert werden.

Der Fokus wird auf dem Erstellen von Projekt- oder Geschäftsmodell-Ideen liegen, die sich mit SDG 12 (nachhaltige/r Konsum und Produktion) und SDG 13 (Klimaschutz) befassen. Den Studierenden werden zudem Kenntnisse über nachhaltige und soziale Innovationen und Unternehmertum vermittelt. Einblicke in Verhaltenswissenschaften beleuchten zudem Herausforderungen wie die "intention-behavior gap" und sollen die Studierenden für die Herausforderung der nachhaltigen Bewusstseins- und Verhaltensänderung sensibilisieren.

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SUSTIL (Szenarien zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele in Stadt und Landkreis Lüneburg: Implikationen für die Steuerung von Landnutzung)

Zielkonflikte, die sich aus verschiedenen Möglichkeiten der Landnutzung ergeben, haben in den vergangenen Jahren in Städten und Landkreisen stark zugenommen. Gleichzeitig gibt es eine starke Veränderung und Erweiterung in der Indikatorik, Verknüpfung und Analyse von Landnutzung und den Steuerungselementen, die das Management dieser Flächen zulassen. Ergänzend zu den lange etablierten Ansätzen der Raumplanung werden zurzeit neuartige Ansätze für Indikatoren und Analysen entwickelt, die zum Beispiel auf den UN-Nachhaltigkeitszielen beruhen. Somit gibt es neben den grundsätzlichen Zielkonflikten der Landnutzung weitere methodische und inhaltliche Herausforderungen, die neue Lösungsansätze erfordern.
Folgende Fragen werden in dem Forschungsprojekt adressiert:

  1. Welche Szenarien und Interessenskonflikte bezüglich Landnutzung ergeben sich in Stadt und Landkreis Lüneburg aus der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele auf lokaler Ebene?
  2. Wie können Instrumente zur Steuerung von Landnutzung dazu beitragen diese Szenarien zu realisieren und den Interessensausgleich zwischen Stadt und ländlichem Raum zu verbessern?
  3. Wie können die in der Projektregion gewonnenen Erkenntnisse auf andere Regionen übertragen werden?

Das Projekt wird in Zusammenarbeit zwischen der Leuphana Universität Lüneburg, der Hansestadt Lüneburg, dem Landkreis Lüneburg und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Niedersachsen durchgeführt. Gleichzeitig treten der Bauernverband Nordostniedersachsen, der HWK Lüneburg-Braunschweig-Stade, die IHK Lüneburg-Wolfsburg und die LüWoBau Lüneburger Wohnungsbau GmbH als Praxispartner auf.

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MODEKULTUR, TEXTILIEN UND NACHHALTIGKEIT - GREEN FASHION CHALLENGE

Ziel des Forschungs- und Transferprojektes ist es, die Diskrepanz zwischen Einstellung und Verhalten von Konsumierenden zu reduzieren. Zu diesem Zweck soll eine App entwickelt, bei der Konsumierende ihre Einstellungen und Vorsätze zum Textilkonsum eintragen und diese dann in regelmäßigen Abständen mit dem tatsächlichen Verhalten abgleichen können.
Dadurch erhalten Konsumierende die Möglichkeit, sich

  •  über ihre Einstellungen zu nachhaltigem Modekonsum bewusst zu werden,
  •  selbstständig Ziele zu setzen und
  •  diese Einstellungen und Ziele zu nachhaltigem Modekonsum alltäglich umzusetzen.

Direkt zur App (kostenlos verfügbar)

Näheres zu den aktuellen und abgeschlossenen Projekten der Pro­fes­sur finden Sie in der Forschungsdatenbank und auf den Personenseiten.