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Nachhaltigkeit im Maschinenbau: Gemeinsame Studie zeigt Handlungs- und Forschungsbedarf

21.09.2026 Wie weit ist die nachhaltige Transformation im deutschen Maschinenbau bereits vorangeschritten? Welche Herausforderungen bestehen bei der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in der Produktentwicklung und Produktion – und wo sehen Unternehmen weiteren Forschungs- und Entwicklungsbedarf? Diesen Fragen sind Prof. Dr.-Ing. Markus Klein von der Hochschule München und Prof. Dr.-Ing. Arthur Seibel von der Leuphana Universität Lüneburg in einer gemeinsamen Studie nachgegangen.

Der Artikel „Nachhaltige Transformation im deutschen Maschinenbau – Studie zur aktuellen Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Produktentwicklung und Produktion“ ist in der Fachzeitschrift „Konstruktion“, 78(9) erschienen ©Prof. Dr.-Ing. Arthur Seibel
Der Artikel „Nachhaltige Transformation im deutschen Maschinenbau – Studie zur aktuellen Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in Produktentwicklung und Produktion“ ist in der Fachzeitschrift „Konstruktion“, 78(9) erschienen

Die Zusammenarbeit entstand im Rahmen eines Forschungsaufenthalts, den Markus Klein in diesem Sommersemester als Gast am Institut für Produktionstechnik und -systeme (IPTS) der Leuphana verbrachte. Aus dem Gastaufenthalt entwickelte sich eine gemeinsame Untersuchung zur nachhaltigen Transformation im deutschen Maschinenbau, deren Ergebnisse inzwischen in der Fachzeitschrift Konstruktion veröffentlicht wurden.

Für die Studie wurden Nachhaltigkeitsverantwortliche aus Unternehmen des Maschinenbaus und angrenzender Branchen befragt. Auf eine Onlinebefragung mit 18 Unternehmen folgten vertiefende persönliche Interviews mit 14 Unternehmen. Ziel war es, einen Einblick in den aktuellen Stand der Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten, bestehende Herausforderungen sowie den aus Unternehmenssicht relevanten Forschungs- und Entwicklungsbedarf zu gewinnen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Nachhaltigkeit in vielen Unternehmen inzwischen eine hohe strategische Bedeutung besitzt. Die konkrete Umsetzung wird jedoch häufig noch durch regulatorische Vorgaben und Kundenanforderungen angestoßen. Gleichzeitig bestehen deutliche Hürden, insbesondere durch den hohen Aufwand für Nachhaltigkeitsbewertungen und eine vielfach unzureichende Datenbasis entlang der Wertschöpfungskette.

Aus den Befragungen ergeben sich zugleich konkrete Ansatzpunkte für Forschung und Entwicklung. Dazu gehören unter anderem einfachere und stärker automatisierte Bewertungsmethoden, eine bessere Verfügbarkeit und Durchgängigkeit von Daten sowie Ansätze für eine stärker kreislauforientierte Produktgestaltung. Die Studie macht damit deutlich, dass die weitere Integration von Nachhaltigkeit sowohl technische und methodische Lösungen als auch eine stärkere Verankerung in den bestehenden Entwicklungs- und Unternehmensprozessen erfordert.

Der Forschungsaufenthalt von Markus Klein am IPTS bot die Möglichkeit, die Perspektiven und Kompetenzen beider Hochschulen zusammenzuführen und gemeinsam eine Fragestellung mit hoher Relevanz für Wissenschaft und industrielle Praxis zu bearbeiten. Die nun erschienene Veröffentlichung fasst die Ergebnisse der Zusammenarbeit zusammen und zeigt zugleich mögliche Ansatzpunkte für weiterführende Forschung auf.

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