Rime Abd Al Majeed
Research associate,
Professorship of Philosophy of the Present
Courses
Sowohl Freiheit als auch Eigentum sind seit der europäischen Aufklärung tief im modernen Selbstverständnis verankert. Dabei wird Freiheit selbst über den Begriff des Eigentums gedacht und hergestellt: als Selbstverfügung, Aneignung, durch die verrechtlichte Person und als notwendige Bedingung bürgerlicher Existenz. Eigentum ist die zentrale Form moderner Subjektivität, aus der sich ein Rechtsverhältnis in der bürgerlichen Ordnung ergibt. Zugleich ist genau diese Verbindung historisch und begrifflich problematisch, denn der emanzipative Freiheitsbegriff der Aufklärung entsteht in einem globalen Zusammenhang der Ungleichheit, der durch koloniale Expansion, Ausbeutung, Versklavung, Enteignung, Zerstörung und Tod gekennzeichnet ist.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern Eigentum als Ausdruck oder Bedingung von Freiheit fungiert. Welche Rolle spielt Aneignung bei der Herausbildung des Begriffs der Person? Wie verhalten sich Arbeit, Eigentum und Recht zueinander? Wodurch werden in Freiheits- und Eigentumstheorien Ungleichheiten und Unfreiheiten erzeugt?
Neben der gemeinsamen Lektüre von Primärtexten von Hegel, Locke und Hobbes werden ausgewählte Positionen der neueren Eigentums- und Kolonialismuskritik einbezogen. Ziel des Seminars ist es, die philosophische Verknüpfung von Eigentum und Freiheit seit der Aufklärung historisch zu rekonstruieren, ihr Spannungsfeld und ihre Widersprüchlichkeiten sichtbar zu machen und sie in einem globalen Zusammenhang zu untersuchen um so ein kritisches Denken zu diesen Fragen zu entwickeln. Während der Sitzungen werden wir Auszüge der Texte im Rahmen einer genauen Lektüre lesen und diese gemeinsam diskutieren, daher wird eine aktive Beteiligung der Studierenden erwartet. Dem Seminar sollte eine sorgfältige Lektüre der Texte zu Hause vorausgehen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern Eigentum als Ausdruck oder Bedingung von Freiheit fungiert. Welche Rolle spielt Aneignung bei der Herausbildung des Begriffs der Person? Wie verhalten sich Arbeit, Eigentum und Recht zueinander? Wodurch werden in Freiheits- und Eigentumstheorien Ungleichheiten und Unfreiheiten erzeugt?
Neben der gemeinsamen Lektüre von Primärtexten von Hegel, Locke und Hobbes werden ausgewählte Positionen der neueren Eigentums- und Kolonialismuskritik einbezogen. Ziel des Seminars ist es, die philosophische Verknüpfung von Eigentum und Freiheit seit der Aufklärung historisch zu rekonstruieren, ihr Spannungsfeld und ihre Widersprüchlichkeiten sichtbar zu machen und sie in einem globalen Zusammenhang zu untersuchen um so ein kritisches Denken zu diesen Fragen zu entwickeln. Während der Sitzungen werden wir Auszüge der Texte im Rahmen einer genauen Lektüre lesen und diese gemeinsam diskutieren, daher wird eine aktive Beteiligung der Studierenden erwartet. Dem Seminar sollte eine sorgfältige Lektüre der Texte zu Hause vorausgehen.