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Prof. Dr. Claudia Kemfert

Sustainable Energy


Inhalt des Seminars im Master-Studiengang Nachhaltigkeitswissenschaften ist das übergreifende Thema des Klimaschutzes und der Energiewende. Behandelt werden Themen wie der diskutierte Kohleausstieg, der Emissionshandel oder der Atomausstieg. Die Themen werden jeweils im Wechsel aus ökonomischer/politischer Sicht (Prof. Kemfert) und aus rechtlicher Perspektive (Prof. Schomerus) behandelt. Dadurch erhalten die Studierenden eine breiter angelegte Sicht auf die diskutierten Fragen.

Das ursprünglich vorgesehene Programm mit einem zweitägigen Aufenthalt im Bundestag wird wegen der voraussichtlich andauernden COVID19-Pandemie nicht umsetzbar sein. Daher ist geplant, am Ende des Semesters eine Konferenz zu veranstalten, auf der die Studierenden ihre Themen präsentieren können. Nach Möglichkeit sollen dazu ExpertInnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, von NGOs etc. geladen werden. Nach Möglichkeit soll zu jedem Thema ein kurzes Koreferat von einer Expertin/einem Experten gehalten werden.

Die Veranstaltung soll teilweise als Hybrid-Seminar gestaltet werden (Schomerus), teilweise online (Kemfert). Näheres dazu wird noch mitgeteilt.

Ziel: Ziel des Seminars ist es, in tiefere Einsichten über die Fragen des Klimaschutzes und der Energiewende zu gewinnen.

The world in 2100 with the same greenhouse gas emissions as in 1900? – Technical, structural and political requirements


Ausgangssituation: Das sicher schon ambitionierte 1,5 Grad-Ziel zur Begrenzung der Erdatmosphäre ist letztlich nicht ausreichend. Bereits jetzt tauen die Polareiskappen ab, das Grönlandeis verschwindet, der Permafrostboden taut auf, der Treibhauseffekt beschleunigt sich dadurch umso mehr. Es ist gleichzeitig notwendig, ein positives Ziel zu setzen, denn das 1,5 Grad-Ziel verlangsamt letztendlich nur die Zerstörung des Planeten. Unter ökologischen Gesichtspunkten ist ein schneller Zusammenbruch eines ökologischen Systems weit besser für das Ökosystem, da sich dann das System aus den Nischen erneut regenerieren kann. Ein verlangsamter Zusammenbruch zerstört die Nischen mit. Darum ist es notwendig, anders zu denken, um auch vor allem motivierte junge Leute für positive Fragestellungen zu begeistern. Wie wäre es, als Ziel zu erreichen, dass im Jahr 2100 wieder die Gehalte an Treibhausgasen in der Atmosphäre sind, die es 1900 gab? Das das bedeutet, aktiv das Kohlendioxid und die anderen Spurengase aus der Erdatmosphäre zu entfernen, denn die Halbwertszeit von Kohlendioxid beträgt über 500 Jahre, bekanntermaßen hat sich der Gehalt allein an CO2 nahezu verdoppelt. Was dazu notwendig ist, soll diskutiert werden. Wie ist die Ausgangssituation? Welche technischen Methoden können zur Verfügung stehen? Welche politischen Rahmenbedingungen sind notwendig? Wie wäre es zum Beispiel möglich, im Jahr 2030 nur noch Kunststoffe aus dem CO2 der Atmosphäre herzustellen, das CO2 als technisches Lösungsmittel einzusetzen und den Boden wiederaufzubauen? Allein in den letzten 150 Jahren sind die landwirtschaftlichen Flächen in der Größe gesamt Chinas und gesamt Vereinigten Staaten für die Welt verloren gegangen. Welche strukturierten Maßnahmen sind notwendig, um ein solches Ziel zu erreichen? Welche Investitionen sind notwendig? Welche technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Das Seminar ermöglicht den aus verschiedenen Disziplinen kommenden Studierenden, ihre Kompetenzen im Bereich der Wissensgenese und Wissensanwendung zu vertiefen. Besonders in Bezug auf das omnipräsente Thema der Erderwärmung gilt es zudem für die Studierenden, ein wissenschafts- sowie praxiskritisches Bewusstsein zu entwickeln.

Ziel: In dem Seminar mit Prof. Dr. Claudia Kemfert und Prof. Dr. Michael Braungart sollen die Möglichkeiten für entsprechende Maßnahmen besprochen werden. Es soll damit erreicht werden, dass die bestehenden ambitionierten Ziele weitergesteckt werden und eine positive Agenda zum Tragen kommt. Entsprechend der Cradle to Cradle-Denkweise können damit Menschen nützlich sein und müssen nicht nur weniger schädlich für diesen Planeten sein.

Die Studierenden werden in Form von Gruppenarbeiten über das Semester hinweg praxisnah und gleichzeitig wissenschaftstheoretisch arbeiten. Ergebnisse und Umsetzungsideen können mit Unterstützung der Lehrenden auch über das Seminar hinaus weiterverfolgt werden.

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