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Prof. Dr. Jens Newig

Governing Transformation to Sustainability


This seminar will explore the governance mechanisms that drive sustainability transformations – intended and relatively deep societal changes that significantly improve sustainability in one or more areas. Prominent examples are the ongoing energy transition; transformations of production and consumption patterns; or in (global) agri-food-chains. We will discuss theoretical frameworks, key governance actors, multi-level governance structures, and review empirical evidence, such as through real-world case studies. The seminar will engage students in critical reflections on the roles of government, civil society, and the private sector in achieving sustainable development goals (SDGs).

Suggested key readings:

– Derwort, P., Jager, N., & Newig, J. (2021). How to Explain Major Policy Change Towards Sustainability? Bringing Together the Multiple Streams Framework and the Multilevel Perspective on Socio-Technical Transitions to Explore the German “Energiewende”. Policy Studies Journal, 1-29. doi:10.1111/psj.12428

– Herweg, N., Zahariadis, N., & Zohlnhöfer, R. (2018). The Multiple Streams Framework: Foundations, Refinements, and Empirical Applications. In C. M. Weible & P. A. Sabatier (Eds.), Theories of the policy process (4th ed., pp. 17-53). New York, NY: Westview Press.

– Newig, J., Derwort, P., & Jager, N. W. (2019). Sustainability through institutional failure and decline? Archetypes of productive pathways. Ecology and Society, 24(1), 18. doi:10.5751/ES-10700-240118

– Novalia, W., & Malekpour, S. (2020). Theorising the role of crisis for transformative adaptation. Environmental Science and Policy, 112, 361-370. doi:10.1016/j.envsci.2020.07.009

– Schot, J.; Kanger, L. (2018): Deep transitions: Emergence, acceleration, stabilization and directionality. Research Policy 47: 1045-1059

– Sewerin, S.; Cashore, B.; Howlett, M. (2022): New pathways to paradigm change in public policy: combining insights from policy design, mix and feedback. Policy & Politics 50(3): 442-459.

– Termeer, K.; Dewulf, A.; Biesbroek, R. (2024): Three archetypical governance pathways for transformative change toward sustainability; Current Opinion in Environmental Sustainability.

Ziel: By the end of the seminar, students will:

– Understand the concept of sustainability transformation and the governance challenges it presents.

– Analyze the role of governance in steering societal change towards sustainability.

– Evaluate different frameworks for governance and policy transformation (e.g. Multi-level perspective on sustainability transitions, the Multiple-Streams Framework, or the Depth-Scope-Pace framework).

– Explore the role of policy instruments, institutions, and stakeholder engagement in governance for sustainability transformation.

– Apply theoretical knowledge to real-world cases.

Sustainability Governance Colloquium


Präsentation zum Arbeitsstand der Promotionsvorhaben im Rahmen der Arbeitsgruppe Governance und Nachhaltigkeit.

Ziel: Inhaltlicher Austausch innerhalb der Arbeitsgruppe und Rückmeldungen zum Promotionsvorhaben.

Dr. Michael Rose

Sustainability governance in the international multi-level system


An der politischen Entscheidungsfindung und Umsetzung wirken längst nicht nur Bürger:innen (via Wahlen und Abstimmungen), Parlamente und Regierungen mit, sondern auch zahllose zivilgesellschaftliche Akteure (Verbände, Gewerkschaften, Think Tanks, Wissenschaftsgremien, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), etc.) und multinationale privatwirtschaftliche Unternehmen. Zugleich werden sowohl die Entscheidungsfindung als auch die Umsetzung getroffener Entscheidungen zunehmend über mehrere politische Ebenen (international bis lokal) verteilt und koordiniert. So entstand über Jahrzehnte hinweg ein oft „Governance“ genanntes komplexes Geflecht aus permanenten oder ad-hoc gebildeten Strukturen und Prozessen für die Koordination und Steuerung gesellschaftlicher Sachverhalte, teils spezialisiert auf einzelne Politikfelder.

Solch ein Governance-Ansatz, der alle politischen Ebenen und verschiedenste relevante Akteursgruppen in den Blick nimmt, ist für die Steuerung unserer Gesellschaften in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung unerlässlich. Nachhaltigkeit ist ein globales, dynamisches Leitbild, dessen Gestaltung und Umsetzung ohne die Mitwirkung aller politischen Ebenen und Sektoren (Staat, Gesellschaft, Wirtschaft) als aussichtslos erscheint. Die globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen sind riesig, ebenso wie politischen Herausforderungen, diesen gerecht zu werden. Mit dem aktuell zu beobachtenden Rückzug ins Nationale lassen sich Nachhaltigkeitsprobleme nicht lösen. Ein Scheitern der globalen Nachhaltigkeitsagenda ist daher immer auch ein Scheitern der Nachhaltigkeitsgovernance im internationalen Mehrebenensystem.

In unserem Seminar wollen wir verstehen und evaluieren, wie, warum und mit welchen Ergebnissen Nachhaltigkeitsgovernance im internationalen Mehrebenensystem (nicht) funktioniert. Um alle auf einen ähnlichen Stand zu bringen, besprechen wir zunächst zentrale Konzepte (insb. Governance, Politik und Nachhaltigkeit) und lernen in Grundzügen, wie Politiken auf den verschiedenen politischen Ebenen (international, EU, national, subnational, lokal) entwickelt und entschieden werden und wie die Ebenen dabei miteinander interagieren. Anschließend fokussieren wir unsere Seminarsitzungen auf das Thema Nachhaltigkeitsgovernance und erarbeiten uns, wie die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) strukturell auf den verschiedenen Ebenen umgesetzt werden. Aus das internationale Klimaregime werden wir in diesem Zusammenhang näher betrachten.

Gerade am Anfang werden einzelne Sitzungen eher einen Vorlesungscharakter haben; mit fortschreitendem Seminarverlauf wird aber immer mehr Verantwortung für Sitzungsgestaltung bei den Studierenden liegen, beispielsweise mit kleinen Präsentationen, Gruppenarbeiten, Gruppen- und Plenumsdiskussionen. Angestrebt wird auch die Integration eines klimagovernancebezogenen Rollenspiels sowie eines eingeladenen Praxisinputs mit Diskussion in das Seminar.

Ziel: Die Studierenden erarbeiten sich grundlegende Kenntnisse über die Politikgestaltung im internationalen Mehrebenensystem. Sie lernen die Potenziale und Grenzen der Nachhaltigkeits- und Klimagovernance kennen und sind in der Lage, diese aus verschiedenen Perspektiven analytisch zu bewerten. Die Studierenden erweitern ihre Fähigkeiten, deutsch- und englischsprachige Fachtexte zu verstehen, erarbeitetes Wissen mit Kenntnissen aus anderen Lehrveranstaltungen zu verknüpfen und Gelerntes in Gruppenarbeiten, ggf. Präsentation und Diskussionen gekonnt anzuwenden. All dies trägt zu einem kritisch-konstruktiven Verständnis (inter)nationaler Politik und Nachhaltigkeitsgovernance bei.

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