Workshop: Transformative Law
22.04.2026
Das übergreifende Thema des Joachim-Herz-Promotionskollegs, „Recht und Transformation“, steht im Zentrum vieler aktueller Entwicklungen. Alle an unserer Einrichtung verfolgten Promotionsforschungsthemen sind daher stark praxisorientiert und setzen sich mit den sich ständig wandelnden Gegebenheiten in Bezug auf Rechtsnormen, aktuelle Rahmenbedingungen, technologischen Fortschritt und andere entscheidende Faktoren auseinander.
Folglich kann rechtswissenschaftliche Forschung, die für Transformationsprozesse relevant ist, nicht allein auf der Grundlage von Normen betrieben werden. Vielmehr muss ein Ansatz verfolgt werden, der „Recht im Kontext“ betrachtet und dabei Prozesse des sozialen Wandels sowie damit verbundene Fragestellungen berücksichtigt.
Wie sollte also transformative Rechtsforschung jedoch betrieben werden? Was verstehen wir unter „transformativem Recht“, „Transformationsrecht“ oder „Recht der Transformation“? Mit anderen Worten: Welche charakteristischen Merkmale hat transformatives Recht und welche Forschungsmethoden sind damit verbunden?
Um diesen Fragen nachzugehen, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Zug Institute for Blockchain Research (ZIBR) der Universität Luzern einen Workshop organisiert. Dafür haben wir eine Gruppe von Forschenden (sowohl Doktorand:innen als auch Postdoktorand:innen) eingeladen, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Nach einer Vorbereitungsphase und Zeit für die Ausarbeitung von Beiträgen trafen wir uns vom 22. bis 24. April zu einem dreitägigen Workshop an der Leuphana Universität Lüneburg. Dort stellten wir unsere Ideen vor und diskutierten sie kontrovers.
Im Rahmen des Workshops hielten Professor Dr. Andrea Leiter (Universität Amsterdam) und Professor Dr. Poul F. Kjaer (Copenhagen Business School) Gastvorträge. Es fand zudem eine Podiumsdiskussion mit Professor Dr. Jelena Bäumler und Professor Dr. Max Baumgart statt.
©Leuphana Universität Lüneburg