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Prof. Dr. Dr. h. c. (GTU Tiflis) Thomas Schomerus

The Law of Energy and Public Utilities


- EnWG einschließlich Netzregulierung

- Recht der erneuerbaren Energien

- Atomrecht

- Energieeffizienz und Energiedienstleistungen

Ziel: Die Studierenden beherrschen die Grundlagen des Energiewirtschaftsrechts mit seinen wesentlichen Ausprägungen. Insbesondere kennen sie die Unterschiede zwischen dem traditionellen Energierecht mit dem EnWG und dazugehörigen Rechtsvorschriften und dem Recht der erneuerbaren Energien mit dem Erneuerbare Energien Gesetz sowie dem Recht der Energieeffizienz. Sie sind in der Lage, die allgemeinen rechtswissenschaftlichen Methoden auf die besonderen Probleme und Fallgestaltungen des Energierechts anzuwenden und zu sachgerechten Lösungen zu gelangen. Die Studierenden sind in der Lage, in Unternehmen der Energiewirtschaft Praktika abzuleisten und energierechtliche Abschlussarbeiten anzufertigen.

Die Studierenden können in Zusammenarbeit mit anderen praktische Rechtsfragen des Energierechts bearbeiten und ihre Lösungen vor anderen präsentieren und diese mit anderen diskutieren. Sie erarbeiten die komplexen Grundlagen des Energierechts eigenständig und unterziehen die gefundenen Lösungswege einer kritischen Reflektion.

Foundations of Environmental Law


Sustainable Energy


Inhalt des Seminars im Master-Studiengang Nachhaltigkeitswissenschaften ist das übergreifende Thema des Klimaschutzes und der Energiewende. Behandelt werden Themen wie der diskutierte Kohleausstieg, der Emissionshandel oder der Atomausstieg. Die Themen werden jeweils im Wechsel aus ökonomischer/politischer Sicht (Prof. Kemfert) und aus rechtlicher Perspektive (Prof. Schomerus) behandelt. Dadurch erhalten die Studierenden eine breiter angelegte Sicht auf die diskutierten Fragen.

Das ursprünglich vorgesehene Programm mit einem zweitägigen Aufenthalt im Bundestag wird wegen der voraussichtlich andauernden COVID19-Pandemie nicht umsetzbar sein. Daher ist geplant, am Ende des Semesters eine Konferenz zu veranstalten, auf der die Studierenden ihre Themen präsentieren können. Nach Möglichkeit sollen dazu ExpertInnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, von NGOs etc. geladen werden. Nach Möglichkeit soll zu jedem Thema ein kurzes Koreferat von einer Expertin/einem Experten gehalten werden.

Die Veranstaltung soll teilweise als Hybrid-Seminar gestaltet werden (Schomerus), teilweise online (Kemfert). Näheres dazu wird noch mitgeteilt.

Ziel: Ziel des Seminars ist es, in tiefere Einsichten über die Fragen des Klimaschutzes und der Energiewende zu gewinnen.

Ph. D. Colloquium (Law)


Im Kolloquium stellen Promovierende ihre Forschungsvorhaben vor.

Ziel: Jede*r Promovierende ist aufgefordert, zwei Präsentationen zu halten. Im Idealfall findet die erste Präsentation in einem frühen Stadium der Arbeit an der Dissertation statt und enthält eine Vorstellung der Forschungsfrage und der ins Auge gefassten Herangehensweise.

Gegen Ende der Arbeit an der Dissertation sollte die zweite Präsentation stattfinden; dann entsprechend mit einer kurzen Vorstellung der Ergebnisse.

Energy Governance & Polycentricity Colloquium


"Präsentation zum Arbeitsstand der Promotionsvorhaben im Rahmen der Nachwuchsforschungsgruppe SteuerBoard Energie

Ziel: Inhaltlicher Austausch innerhalb der Arbeitsgruppe und Rückmeldungen zum Promotionsvorhaben

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Dr. Hendrike Clouting

Green-Blue City Lüneburg


Unsere Leitfrage in diesem Seminar ist: Was kann und sollte die Stadt Lüneburg gegen den Hitzeinseleffekt und Überschwemmungen durch Starkregenereignisse tun? Das Seminar knüpft an das Projekt der Zukunftsstadt Lüneburg, "Grüne Backsteinstadt" (https://www.lueneburg2030.de/stadtklima/) an.

Lüneburg ist bereits spürbar von Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Es wird in Zukunft immer mehr heiße Sommertage mit über 30 °C und Tropennächte mit mindestens 20 °C geben. Hitzewellen werden wahrscheinlicher und häufiger auftreten und insbesondere BewohnerInnen der stark verdichteten Innenstadt, aber auch von nicht klimatisierten Hochhaussiedlungen gesundheitlich negativ beeinflussen. Besonders belastet werden empfindliche Menschen wie Ältere und Vorerkrankte, insbesondere betroffen sind EinwohnerInnen mit geringerem Verdienst, die in kaum isolierten Wohnungen ohne Balkon, Fassadenbegrünung und Garten wohnen. Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und damit Beeinflussung des Mikroklimas in Wohnquartieren ist auch in Lüneburg dringend geboten. Ein hoher Grad an Bodenversieglung und hohe Dichte an Bebauung in Kombination mit wenig Grün führen zu einer besonders starken Aufheizung. Konflikte mit Kühlung durch ⁠Verdunstung sind versiegelte dunkle Flächen und eine geringe Begrünung in der Stadt. Hinzu kommen Barrieren für die Luftzirkulation und Einströmung aus dem Umland sowie anthropogene Wärmequellen (z.B. von Motoren der Kraftfahrzeuge und Klimaanlagen).

Zudem nimmt die Bodenfeuchte insbesondere im Sommer ab. Der Oberboden (bis 30 cm) befindet sich dann flächendeckend im Trockenstress, so dass das Wasser bei Starkregenereignissen nicht aufgenommen werden kann, sondern schnell abfließt und zu Überschwemmungen führt. Auch die sich aufheizende Bebauung und Straßenbeläge insbesondere mit dunklen Flächen wie etwa Asphalt, tragen zur Hitzeinselbildung in Städten bei.

Diese zwei Klimaeffekte werden wir mit dem Ziel einer zukünftigen ‚Schwammstadt Lüneburg‘ untersuchen:

1. Urbaner Hitzeinseleffekt

2. Starkregenereignisse

Wir werden im Projektseminar anhand von selbstgewählten Fallstudien in der Stadt Lüneburg Fragen beantworten wie:

• Wie werden Begriffe wie Schwammstadt, Blau-grüne Infrastruktur, Nature-based solutions in der Fachliteratur definiert?

• Inwiefern sind Hitzestress und Starkregen Probleme in Lüneburg? Welche Bevölkerungsgruppen in welchen Stadtteilen und welcher Bebauungsart werden davon besonders betroffen sein?

• Welches Potenzial haben vorhandene innerstädtische Grünflächen zu einem gesunden Stadtklima und zur Vermeidung von Überschwemmungen durch Niederschlagsversickerung und -speicherung beizutragen?

• Wieviel (Neu)versiegelung kann Lüneburg noch (er)tragen?

• Brauchen wir rechtlich verbindlichere Gesetze zur Kompensation privater Versiegelung im Sinne des Polluter Pay Principles?

• Wie haben es andere Städte (z.B. Kopenhagen) geschafft, Vorreiterinnen als Schwammstadt zu werden und was kann Lüneburg von ihnen lernen?

• Welche Maßnahmen zur Klimaanpassung mit dem Ziel einer grün-blauen Stadt sind in Lüneburg umsetzbar?

• Welche Barrieren (z.B. Verkehrsflächen, Denkmalschutz, historische Bebauung, private Brachflächen, Pflegeaufwand...) stehen der Umsetzung dieser Maßnahmen entgegen?

• Welche Klimaziele, -gesetze, -konzepte und Planungsinstrumente gibt es in Deutschland, Niedersachen und Lüneburg zur Klimaanpassung in der Stadt? Wie effektiv sind raum-/städteplanerische Ausweisungen wie Biotopverbundsflächen, Grünflächen und Grüngürtel?

• Wer ist verantwortlich für die Grünplanung und das Wassermanagement auf den verschiedenen Entscheidungsebenen? Wie gut sind diese Fachsektoren vernetzt / integriert?

• Welchen Beitrag kann der einzelne Bürger zu einer Schwammstadt leisten? Wie kann die Öffentlichkeit noch besser aufgeklärt und beteiligt werden?

• Gibt es ein Brachflächenkataster, das unbebaute Grundstücke vorbehält? Was sind Konflikte der Wiedernutzbarmachung von Flächen und der Nachverdichtung bereits bebauter Flächen mit der Entwicklung neuer Grünflächen?

Wir werden in Projektteams Maßnahmen erforschen wie:

- Begrünung: Fassaden-, Dachbegrünung, Entsiegelung von Vorgärten

- Erstellung von Wasserflächen in der Stadt, Versprühen von Wasser, Überschwemmungsflächen, Regenwasserversickerungsflächen und -mulden, Aufstellung von Regentonnen oder Zisternen in Privatgärten

- Erhöhung der Lebensqualität durch Wasser in der Stadt

- Stadtgrün als soziale Orte im urbanen Raum

- Verbesserung von Böden, so dass sie als Schwamm wirken können (z.B. Mulchen, Änderung von englischem Rasen in temporäre wilde Blühwiesen)

- Verschattung durch Sonnenschutz an Gebäuden und helle Farbanstriche von Flächen

- Schutz und kollektive Bewässerung des alten Baumbestands mit großen Kronen

- Freihaltung von Kaltluftentstehungsgebieten und Erschaffung von Luftkorridoren

- Beitrag zu einer Bewusstseinsänderung und Handlungsänderung bei den BewohnerInnen (z.B. Entsiegelungsaktion: Pflastersteine gegen Pflanzen; Gartenbewässerung nur in den kühlen Morgen- oder Abendstunden; Mulchen; Pflanzenwahl; weniger Rasenfläche etc.)

Bei der Aufstellung der Forschungsfragen stehen sowohl Fantasie, Kreativität und freies Gedankenspiel, als auch aktuelle Umweltprobleme und Barrieren an oberster Stelle. Es sind intelligente praktikable Lösungen gefragt! 

Ziel: Die Studierenden lernen die gesetzlichen und planerischen Rahmenbedingungen für den Boden-, Wasser- und Freiflächenschutz, Probleme und Umweltauswirkungen der Versiegelung in der Stadt, verschiedene raumplanerische Instrumente und die Umweltprüfung kennen.

Methodenkompetenzen: Die Studierenden lernen forschendes Lernen kennen und wenden es eigenständig in Gruppen von 5-7 Teilnehmenden anhand einer Fallstudie an. Forschungsthemen und Fallstudien im In- oder Ausland werden in der Gruppe bestimmt. Sie lernen verschiedene Methoden wissenschaftlichen Arbeitens kennen, probieren eine davon exemplarisch aus und machen sich mit den Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens vertraut. Teil des Lernprozesses sind die Literaturanalyse, Teamarbeit, die wissenschaftliche Präsentation mit Diskussion und Feedback, sowie das wissenschaftliche Schreiben.

Sozialkompetenzen: Die Studierenden lernen effektiv in interdisziplinären Teams zu arbeiten, sich abzustimmen, wichtige Entscheidungen zu treffen und Konflikte zu lösen.

Environmental governance and policy-making


Note: this course focuses on environmental policies, not politics.

Environmental problems are divers: pollution, land consumption and fragmentation, deforestation, loss of biodiversity, climate change etc.. Environmental policies are needed to address these problems, to protect the natural resources, to prevent from further environmental degradation and to achieve sustainable development. Environmental policy-makers negotiate between the environment and processes that exploit it. Global environmental policies have to be made in order to change the world. National environmental policies are implemented at lower decision-making levels through a variety of instruments, e.g. ranging from environmental standards to planning processes with integrated public participation. A combined effort of public and private policies is needed. In this course emphasis is placed on the understanding and analysis of environmental problems and how these affect the society, on the process of the public (or corporate) policy cycle, and on the design and implementation of environmental policies as element of collaborative environmental decision-making.

Focus areas could be for instance water policy-making, agro-forestry policy-making and climate adaptation policy-making.

Topics, which will be addressed, include:

• Environmental problem-solving

• Environmental governance under global environmental change

• Science-policy interfaces

• Various analytical tools and techniques government agencies, citizen action groups, corporations and research institutions use to solve pressing environmental problems

• Impact assessment and environmental assessment

• Methods for the analysis of policy alternatives

• Public Participation and strategies for collaborative environmental decision-making

• Political roles of actors in policy-making at local, national and international levels

• Interaction of policy-makers, different governmental departments, agencies, NGOs and the public

• Interrelations of environmental policy-making with environmental law, environmental justice, environmental monitoring, environmental planning and management, negotiation skills and project management

• Interlinkage of disciplines such as politics, economics, sociology, psychology, law etc. within environmental policy-making.

Ziel: The primary objective of the class is to facilitate a learning process of student groups of analysing and developing public or private environmental policies and recommending instruments and measures for their amendment and implementation.

Professional competence:

Sessions will combine lecture, discussion, and group analysis of literature and case studies.

After having completed this course participants will be able to:

• research how human activities impact natural environments

• analyse principles underlying environmental policies

• understand the nature of policy making as a continuous negotiation process

• explore approaches to conservation and sustainability

• create policies and plans for managing environmental problems

• deepen knowledge about climate change, resource scarcity, biodiversity, river basin management…

• identify the drivers of policy making decisions

• apply basic tools and techniques to the planning and design of environmental policies

• assess and monitor environmental issues

• interrelate other policy areas to environmental governance

• generate scientific-based solutions that move our society in a more sustainable direction

Personal competence:

Participants train their skills in academic thinking and writing, critical analysis and creativity through literature review and feedback. They practice communicating robust arguments in presentations, debates and exercises. During group assignments they learn to collaborate in teams, to negotiate and to make timely decisions.

Basic Concepts of Environmental Planning


Die Auswirkungen der menschlichen Tätigkeiten wie beispielsweise der Bau neuer Wohngebiete, Verkehrsinfrastruktur oder erneuerbare Energieanlagen auf die Umwelt, die Gesellschaft und den Raum sind signifikant. Sie führen unter anderem zu unwiderbringlichem Verlust wertvoller Umweltschutzgüter und Lebensräume, zur Zerschneidung von Ökosystemen, Störung von Wildtieren, Versiegelung der Böden, Ausstoß von Schadstoffen und kumulativer Lärmbelastung.

Die Umweltplanung und ihre Instrumente zielen auf eine Umsetzung gesetzlicher Grundlagen des Umweltschutzes, der Raum- und Fachplanungen, mit dem Ziel im Sinne des Vorsorgeprinzips negative Einflüsse zu eliminieren, zu reduzieren oder auszugleichen. Eine nachhaltige Entwicklung erfordert neben dem holistischen Schutz von Natur und Umwelt eine effektive Koordination und Moderation unterschiedlicher Nutzungsansprüche an den Raum.

Erschlossen werden die Grundlagen nachhaltigkeitsorientierter räumlicher Planung: Was ist Planung? Warum Planung? Wie geht Planung und wie greifen die verschiedenen umweltrelevanten Planungen ineinander?

Das Seminar schafft Einblicke in Planungsbereiche, deren Hierarchien und aktuelle Planungskontexte. Gemeinsam soll der Beitrag formeller und informeller Planung in ausgewählten Handlungsfeldern kritisch reflektiert werden. Begleitend wird die Frage nach der Rolle des Staates gestellt, sowie nach den Möglichkeiten und Grenzen der Partizipation in Planungsprozessen.

Folgende Themen werden beleuchtet:

• Konzepte, Leitbilder, Instrumente und Methoden der Raum- und Umweltplanung

• Ablauf von Planungs- , Bewertungs- und Entscheidungsprozessen

• Raumordnung, Raumordnungsverfahren (ROV), Regionalplanung, Bauleitplanung; das Prinzip des Abwägens und Entscheidens

• Umweltfachplanungen

• Landschaftsplanung und Eingriffsregelung

• Umweltprüfungverfahren der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und der Strategischen Umweltprüfung (SUP)

• FFH-Verträglichkeitsprüfung

• Kooperative Planung

Ziel: Nach aktiver Teilnahme an diesem Seminar sind die Studierenden in der Lage, die wesentlichen Instrumente und Methoden der Raum- und Umweltplanung zu verstehen und anzuwenden. Sie haben ein solides Grundwissen zu den planungsrechtlichen Grundlagen erworben und konnen das Potenzial und Barrieren der Umweltplanung zu einer nachhaltigen Flächen- und Ressourcennutzung analysieren und kritisch diskutieren.

Fachkompetenz:

Die Studierenden bekommen einen Überblick über Handlungsfelder und Konzepte nachhaltigkeitsorientierter räumlicher Planung und werden zur Anwendung auf ausgewählte Problemfelder befähigt. Zudem erlernen sie Methoden der Literatur- und Dokumentenanalyse, verstetigen ihre Fähigkeiten im Verfassen wissenschaftlicher Texte und erlangen erste Grundkenntnisse der Planungsmethodiken und -theorien.

Persönliche Kompetenz:

Mithilfe von Literaturarbeit, eigenen Beiträgen und in Gruppenarbeit erweitern die Studierenden ihr Reflexionsvermögen und ihre Kritikfähigkeit - und damit ihre Problemlösungskompetenz. Sie sind in der Lage, ein (für sie neues) Thema eigenständig vorzubereiten und zu präsentieren.

Sustainability Governance/Environmental Planning


The normative goal of sustainability requires the long-term preservation of nature, including its functions and services for humans. Sustainability governance is concerned with how this comprehensive equity goal can be achieved in a plural and multi-scale society.

One instrument of sustainability management is environmental planning, which "formulates environmental policy requirements, for instance against immissions or for nature protection, in strategies and programs and, in accordance with planning and environmental law, concretizes them in specialized environmental plans of the federal states, regions, and municipalities, as well as integrating them into spatial planning" (translated from Jacoby C. 2018).

In the seminar the following topics will be analyzed and discussed with project reference:

- Environmental guiding principles, environmental objectives and standards.

- Environmental components ('Umweltschutzgüter'): humans, especially human health; animals, plants and biological diversity; climate and air; landscape; soil and area; water; cultural heritage and other material goods and their interrelationships with each other

- Sustainable spatial planning

- Planning strategies and systems

- Planning and weighing processes

- Analysis and evaluation of competing land uses of sectoral planning: e.g. agriculture, forestry, urban settlements, transport infrastructure, renewable energies, waste management, water management, tourism, mining of raw materials, military uses...

- Environmentally specific and environmentally relevant sectoral planning and their integration into comprehensive spatial planning

- Assessment and decision-making methods, as well as formal and informal planning instruments of spatial and environmental planning: data collection, analysis, evaluation, derivation of planning objectives and measures.

- Landscape planning and impact regulation, FFH impact assessment

- Environmental Impact Assessment (EIA) and Strategic Environmental Assessment (SEA)

- Participatory environmental planning and

- Capacity development in environmental planning in developing countries

From the point of view of environmental planning, the problems of land use competition in particular arise with regard to the preservation of protected assets (Section 2 (1) of the German Environmental Impact Assessment Act (UVPG); Section 8 of the German Spatial Planning Act (ROG)). During the seminar, we will explore questions such as:

- How are conservation and planning design goals mediated in space?

- What planning options are available to decide between use and protection interests with regard to landscape and nature or to reconcile both in terms of sustainable (spatial) development?

- (How) can sustainability goals be reconciled with nature protection goals?

Ziel: In this course, participants will build on fundamental perspectives, concepts and methods of sustainability management from a previous bachelor's degree program, develop them further, and apply them with a focus on the analysis and management of sustainable development. Knowledge of planning processes and methods of integrating sustainability and environmental goals into spatial and sectoral planning will be deepened, examples will be discussed, and approaches to solutions will be critically reflected upon.

Selected research topics may include the relevant planning law and policy context, existing and future environmental conflicts, future research needs, and strategies and measures for solutions.

Expertise:

Students learn concepts and methods of sustainability-oriented spatial planning and are enabled to apply them to selected problem areas in case studies. In addition, they deepen methods of literature analysis and consolidate their skills in writing scientific texts. Students will practice critical reflection on the possibilities of sustainability governance through environmental planning, advocate their own positions, provide feedback, and moderate working groups on new ideas for solutions to societal problems.

Upon successful completion of this seminar, participants will be able to:

- Identify spatially related environmental conflicts

- Recognize the precautionary nature of environmental planning

- Explain the German spatial planning system

- to describe the procedures and contents of comprehensive spatial planning and environmental planning

- Analyze, communicate and discuss problems, processes, methods and instruments of environmental planning

- explain procedures and contents of environmental assessments

- Apply learned knowledge in a case study analysis

- Analyze the integration of environmental objectives into spatial and sectoral planning processes

- Debate the effectiveness of existing environmental planning tools

- To creatively develop (climate) adapted planning processes and methods

- To scientifically justify the need for research in environmental planning and to derive a research project with practical relevance (living lab project)

- Evaluate the potentials and limitations of the contribution of environmental planning to sustainability management

Personal Competence:

With the help of literature analysis, their individual contributions and group work, students expand their reflective and critical ability - and thus their problem-solving skills. They are able to independently prepare, present and discuss a topic (new to them) in teamwork. In group work, they train to collaborate, negotiate and make timely decisions. Creative thinking ("thinking out of the box") is encouraged in the development of research questions and projects.

Reducing land consumption – stop soil sealing


“Flächenverbrauch reduzieren – Versiegelung stoppen” so lautet der Titel eines Briefes vom Bundesbündnis Bodenschutz an die Bundeskanzlerin Angela Merkel vom April 2020 mit der Forderung nach konkreten und verbindlichen Maßnahmen zu einem effektiven Schutz der Ressource Boden. Flächenverbrauch bezeichnet die Umwandlung unversiegelter Flächen – insbesondere landwirtschaftlich, forstwirtschaflich, für Natur- , Landschaftsschutz oder als Grünfläche genutzter Flächen – in Siedlungs- und Verkehrsfläche. Flächenversiegelung bedeutet die teilweise oder vollständige Abdeckung des Bodens mit wasser- und luftundurchlässigen Materialien.

Im deutschen Baugesetzbuch steht: „Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden“ (§ 1a Abs. 2, Satz 1 BauGB). Dieser Grundsatz – auch als Bodenschutzklausel bezeichnet – hat zum Ziel eine weitere Flächeninanspruchnahme von landwirtschaftlichen Flächen oder Waldflächen für Zwecke der Siedlungs- und Verkehrsflächenentwicklung zu verringern und besser noch zu vermeiden. Es besteht das internationale EU-Ziel 'No net land take by 2050' und das 'Land Degradation Neutrality target' der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG 15.3). Dennoch schreitet der Flächenverbrauch in Deutschland durch Siedlungs- und Verkehrsflächen ungebremst voran. Durchschnittlich werden pro Tag etwa 60 ha hauptsächlich landwirtschaftlicher Fläche verbraucht. Das Ziel zur Begrenzung des Flächenverbrauchs der Bundesregierung bis 2020 wurde verfehlt. Kann das deutsche Nachhaltigkeits-Ziel von maximal 30 Hektar pro Tag bis 2030 mit den bestehenden Maßnahmen erreicht werden? Wieviel Versiegelung kann Deutschland noch (er)tragen? Das integrierte Umweltprogramm des BMU fordert sogar für 2030 ein ambitioniertes Ziel von 20 ha pro Tag. Brauchen wir verbindlichere Maßnahmen zum endgültigen Stopp des Flächenverbrauchs?

Der Druck auf die Städte und ihr Umland weltweit nimmt weiter zu – es ist zu erwarten, dass im Jahr 2050 70-80% der Weltbevölkerung in Städten wohnen wird (UN 2018). Deutschlands Fläche ist bereits zu über 14% (teil)versiegelt. Wenn der Boden bedeckt ist, ist die natürliche Bodenfunktion unwiederbringlich (irreversibel) zerstört. Diese Versiegelung hat negative Auswirkungen auf die meisten Umweltschutzgüter: nicht nur den Boden, sondern auch das Klima, das Grundwasser, die Biodiversität mit Flora und Fauna, die menschliche Gesundheit u.s.w.. Wir brauchen gesunde Böden für die Sicherung unserer Ernährung, zur Wasserversickerung bei Starkregenereignissen, zur Kühlung der Luft über die Verdunstung des Bodenwassers, zur Filterung von Schadstoffen aus Niederschlägen für die Grundwasserenstehung und unser Trinkwasser. Der Boden übernimmt Funktionen als Wasser- und Kohlenstoffspeicher.

Wir werden im Projektseminar anhand von selbstgewählten Fallstudien Fragen beantworten wie:

• Wie werden Begriffe wie Flächennutzungsänderung, Flächeninanspruchnahme, Flächenverbrauch und Bodenversiegelung in der Fachliteratur definiert?

• Warum ist Flächenverbrauch ein Problem? Welche Umweltauswirkungen entstehen konkret?

• Warum ist der voranschreitende Verlust landwirtschaftlicher Nutzfläche und natürlicher Lebensräume insbesondere bezogen auf den Arten-, Wasserschutz und die Anpassung an den Klimawandel nicht nachhaltig?

• Wie werden Flächenverbrauch und Bodenversiegelung gemessen und welche Indikatoren werden für die Umweltbeobachtung (Monitoring) benutzt?

• Welche Gesetze und Planungsinstrumente gibt es zum Bodenschutz? Wie effektiv sind bestehende raum-/städteplanerische Ausweisungen wie Biotopverbundsflächen, Grünflächen und Grüngürtel?

• Wer ist verantwortlich für den Bodenschutz auf den verschiedenen Entscheidungsebenen? Welchen Beitrag kann der einzelne Bürger leisten?

• Gibt es ein Brachflächenkataster, das unbebaute Grundstücke vorbehält? Was sind Herausforderungen der Wiedernutzbarmachung von Flächen und der Nachverdichtung bereits bebauter Flächen? Kann der Bedarf an Wohnfläche durch Flächenrecycling gedeckt werden?

• Welche anderen Instrumente zur Regulierung des Flächenverbrauchs gibt es?

Die Projektgruppen werden zum Beispiel:

• Ursachen, Probleme und Auswirkungen des voranschreitenden Flächenverbrauchs recherchieren;

• Siedlungs- und Verkehrsflächen zur Abgrenzung zu anderen Flächennutzungsarten definieren;

• (Inter)nationale Umweltziele, Gesetze/verbindliche Vorgaben, Strategien und (in)formelle Planungsinstrumene zum Boden- und Flächenschutz analysieren;

• Akteure, Institutionen, Kooperationen und Beteiligungsprozesse auf verschiedenen Entscheidungsebenen beleuchten;

• Ansätze und Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs für verschiedene (Bundes)Länder vergleichen und bewerten;

• Einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung dieses Problems in der Bevölkerung liefern;

Bei der Aufstellung der Forschungsfragen stehen sowohl Fantasie, Kreativität und freies Gedankenspiel, als auch aktuelle Umweltprobleme und Barrieren an oberster Stelle. Es sind intelligente praktikable Lösungen gefragt! 

Ziel: Die Studierenden lernen die gesetzlichen und planerischen Rahmenbedingungen für den Boden- und Freiflächenschutz, die Probleme und Umweltauswirkungen des Flächenverbrauchs, verschiedene raumplanerische Instrumente und die Umweltprüfung kennen. Wir beleuchten auch finanzielle Anreize zum Flächensparen und -recycling.

Methodenkompetenzen:

Die Studierenden lernen forschendes Lernen kennen und wenden es eigenständig in Gruppen von 5-7 Teilnehmenden anhand einer Fallstudie an. Forschungsthemen und Fallstudien im In- oder Ausland werden in der Gruppe bestimmt. Sie lernen verschiedene Methoden wissenschaftlichen Arbeitens kennen, probieren eine davon exemplarisch aus und machen sich mit den Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens vertraut. Teil des Lernprozesses sind die Literaturanalyse, Teamarbeit, die wissenschaftliche Präsentation mit Diskussion und Feedback, sowie das wissenschaftliche Schreiben.

Sozialkompetenzen:

Die Studierenden lernen effektiv in interdisziplinären Teams zu arbeiten, sich abzustimmen, wichtige Entscheidungen zu treffen und Konflikte zu lösen.

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