Dr. Sarah Fichtner
Werdegang
Sarah Fichtner ist Sozialanthropologin und Bildungsforscherin. Bevor sie im April 2025 ans Institut für Bildungswissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg kam - und zeitweise überlappend -, war sie ab 2020 Projektleiterin und Senior Researcher am FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie und dem FiBS RILLL Research Institute on Lifelong Learning. Dort leitete sie u.a. die ersten drei Ausgaben der Cornelsen Schulleitungsstudie (https://www.cornelsen.de/schulleitungsstudie), das Projekt "Lernen mit der WasserFarm - Hydroponik in der Bildung", die Evaluierung des Programms „Lions Quest – Erwachsen handeln“, und gemeinsam mit Hannah Glinka das im Januar 2026 erschienene Orientierungspapier „KI-bezogene Schulleitungsfortbildungen in Deutschland“ im Auftrag des Forum Bildung Digitalisierung.
Nach ihrem Studium der Sozialanthropologie, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin promovierte sie 2011 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Doktorarbeit erschien 2012 unter dem Titel „The NGOisation of Education. Case Studies from Benin“.
Als Postdoc am Forschungszentrum Les Afriques dans le Monde am SciencesPo Bordeaux leitete Dr. Fichtner von 2012 bis 2015 das selbst eingeworbene Forschungsprojekt „Modelle, Praktiken und Kulturen schulischer Institutionen in Westafrika“, finanziert von der DFG und ANR. Im Anschluss war sie Gastwissenschaftlerin am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der FU Berlin und Research Fellow im Bereich Bildung in Sub-Sahara Afrika der Robert Bosch Academy Berlin.
Es folgten Aufträge als selbständige Forschungsmitarbeiterin und Evaluatorin zu den Themen Bildung in Subsahara Afrika und Kindheit im Kontext von Flucht und Migration u.a. für das Institut für Innovation und Beratung der Evangelischen Hochschule Berlin, UNICEF und Brot für die Welt.
Durch viele, z.T. sehr lange Feldforschungsaufenthalte in Tansania, Benin, Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo, tauchte Sarah Fichtner immer wieder in die Lebens- und Arbeitsrealitäten ihrer Forschungspartner:innen ein. Unter anderem begleitete sie ein Schuljahr lang den Direktor einer dörflichen Grundschule in Benin bei seiner täglichen Arbeit. Für mehr Informationen zu einzelnen Projekten, Publikationen und kreativen Arbeiten, siehe https://sarahfichtner.com/
Forschungsgebiete
Dr. Fichtner ist Sozialanthropologin mit langjähriger Erfahrung in der qualitativen empirischen Bildungsforschung in Subsahara-Afrika und Deutschland. An der Leuphana leitet sie im Rahmen des DFG Projekts "Führung an Schulen und Innovation" eine Qualitative Meta-Synthese zu Schulleitung und Innovation in Afrika. Sie interessiert sich dafür, „wie Schule gemacht wird“ und was es braucht, um die Schule der Zukunft zu gestalten. Dabei liegt ihr Fokus einerseits auf der Mikropolitik von Schulen, ihrer Organisation, Verwaltung und Innovation. Andererseits analysiert sie die Umsetzung und Übersetzung pädagogischer Ansätze, bei denen Lebenskompetenzen und Beziehungsarbeit im Mittelpunkt stehen. In ihrem dritten Forschungsschwerpunkt untersuchte sie in früheren Arbeiten Kindheitserfahrungen im Kontext von Flucht und Migration.
Von der Bildung.Table-Redaktion wurde sie Ende 2025 als einer der „100+10 entscheidenden Köpfe der Bildungsszene“ in der Kategorie Think Tanks ausgewählt. https://www.leuphana.de/einrichtungen/fakultaet/bildung/aktuell/ansicht/2026/01/26/leuphana-forscherin-als-entscheidender-kopf-der-bildungsszene-ausgezeichnet.html
Projekte
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Führung an Schulen und Innovation: Eine Systematisierung der Evidenz
(Wissenschaftliche Projektleiter*in) , Sarah Fichtner (Projektmitarbeiter*in)
→Projekt: Forschung
Lehrveranstaltungen
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