Fellows WS 2018/19

Simulating Ockham's Philosophy

This project investigates the potential of computer simulation to model the ideas of the philosopher, William of Ockham. Ockham is most famous for "Ockham's razor," a principle of parsimony often used in scientific theorizing. However, he is also famous for his nominalism or conceptualism, the metaphysical position that insists there are no real universals in the world but only singulars (in contrast to the position dominant during his time). He also developed an original cognitive theory of “mental language” that serves as the foundation for written and spoken language. This project attempts to use current resources in machine learning and computer simulation (specifically, agent-based modeling) to represent Ockham’s ontology and psychology, and in the process, explore how computer simulations can help facilitate the understanding of philosophical ideas.

Theorie und Geschichte medienwissenschaftliche Mediengeschichtsforschung

Das Projekt befasst sich mit der Theorie und Geschichte medienwissenschaftlicher Mediengeschichtsforschung in Deutschland und trägt im Zuge dessen zur Fachgeschichtsschreibung der Medienwissenschaft bei. Es konzentriert sich auf die Funktion historischen Forschens im Prozess der Institutionalisierung des Fachs und nimmt daher eine zeitgeschichtliche Perspektive ein, d.h. sein Untersuchungszeitraum beginnt in den 1960er Jahren und reicht an die Gegenwart heran. 

Die gute Nachbarschaft der Bilder

In den 1920er Jahren entwickelte der engere Kreis der Mitglieder der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg (KBW) das Konzept einer „guten Nachbarschaft der Bücher“. Diese wurde von der Idee getragen, dass wissenschaftliche Literatur nicht linear, sondern assoziativ und den weiteren wissenschaftlichen Kontext inhaltlich befördernd, aufgestellt werden sollte. Diese avantgardistische Herangehensweise soll im laufenden Forschungsprojekt mit dem Fokus auf die topographisch angelegten Bildpraktiken der KBW untersucht werden. Im Zentrum der Fallstudie steht die spezifische Bildkonstellation um das 1661/62 entstandene Gemälde Rembrandts Die Verschwörung des Claudius Civilis

Neuro-Simulationen

Computer- Simulationen lösen Gedankenexperimente ab, indem sie Theorien über zu untersuchende Gebiete bestätigen oder widerlegen sollen. Dies vor allem in Situationen, die real so nicht oder nur sehr schwer herzustellen sind, was im Besonderen für das komplexe und invasiv weitgehend unzugängliche menschliche Gehirn zutrifft. Simulationen in Bereichen der Neurologie stellen die bei fast allen Simulationen verwendeten Methoden aus der Physik, die Theorie dynamischer Systeme mittels partieller Differentialgleichungen vor besondere Anforderungen.

Taming the Weather. Wetter- und Klimamodifikation im Kalten Krieg.

 

Nach 1945 etablierte sich ein Wetter- und Klimamodifikationsdiskurs, der bis in die 1970er Jahre hinein unterschiedliche Akteure aus unterschiedlichen Wissensfeldern nicht nur über die gezielte und kontrollierte Beeinflussung von Wetter- und Klimaphänomenen nachdenken ließ, sondern auch konkrete Labor- und Feldexperimente generierte. Aufkommende Umweltbedenken, die problembehaftete Wissensproduktion und –stabilisierung, die Einsicht in die Komplexität einer global zirkulierenden Atmosphäre, sowie die Etablierung erster Konzepte eines unkontrollierten Klimawandels führten zur Problematisierung und schließlich zur Marginalisierung des Diskurses.